Archive for June, 2005

Per Anhalter durch die Galaxis

Monday, June 27th, 2005

Heute habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und mir Per Anhalter durch die Galaxis im Kino angeschaut – leider ging es nur auf Deutsch, die englische Version muss ich irgendwann noch mal nachholen – spätestens wenn es sie auf DVD gibt – allein schon wegen der unnachahmlichen Lexikon-Stimme von Stephen Fry. Bei der Gegenüberstellung der Encyclopaedia Galactica mit dem Anhalter-Lexikon (“Hitchhiker’s Guide”) muss man ja unwillkürlich an eine ungenannte Enzyklopädie im Verhältnis zur Wikipedia denken (die Grafiken im Film ähneln den unsrigen, das Preisverhältnis auch!).
Der Film ist ja unter Fans umstritten, aber ich denke, auch oder gerade da, wo er vom Buch abweicht, ist der Film besonders gut. Es ist schließlich ein perfekter Hollywood-Film geworden. Schon das Buch weicht vom ursprünglichen Hörspiel ab, weil es eben ein Buch ist; der Film wiederum muss eben auch von Buch und Hörspiel abweichen. Das hat seine Berechtigung in der unterschiedlichen „Medialität“, wenn ich mich mal so geschwollen ausdrücken darf.
Jedenfalls hat der Film Lust darauf gemacht, dass ich mir das Hörspiel mal wieder antue und mir auch das Buch wieder vornehme (beides zum dritten Mal). Wenn ich nur wüsste, wem ich das Hörspiel gerade geliehen habe… (bitte melden!)
Ob ich mir den Krieg der Welten antue, weiß ich noch nicht: erstens steh ich nicht so auf Tom Cruise, zweitens finde ich da – ähnlich wie beim Anhalter – die Hörspielfassung (von keinem Geringeren als Orson Welles) für ein wirkliches Meisterstück, das man nicht so ohne Weiteres überbieten kann. Dagegen verblasst sogar der Originalroman von H.G. Wells. Jetzt sagen viele Kritiker einhellig, der Originalroman sei besser als der neue Film, was nicht für letzteren spricht.

Wikimedia Deutschland, Quadrophenia

Sunday, June 26th, 2005

Heute fand die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in der c-base statt. Das ist der Förderverein für freies Wissen im Wikipedia-Umfeld. Die Veranstaltung zog sich ziemlich hin, aber schließlich war es geschafft: der neue Vorstand war gewählt. Viel verändern wird sich wahrscheinlich nicht, weil der geschäftsführende Vorstand gleich geblieben ist. Neuerungen gibt es nur bei den Beisitzern: Ich bin mit von der Partie. Mal sehen, wie es wird! Für den Fall, dass ich nicht gewählt werden sollte, hatte ich mir während der Sitzung schon mal eine Selbstvorstellungsseite in der samoanischen Wikipedia gebastelt.
Abends wurde noch gegrillt. Ich habe mich irgendwann abgesetzt und bin durch das abendliche Berlin ins Berliner Chaos geradelt, wo heute Quadrophenia gegeben werden soll.
Einstweilen eine Leseempfehlung aus dem Club: Atombombe über Bord!.
Der Film ist dann tatsächlich gelaufen. Es handelt sich um einen Film über die 1960er Jahre und besonders über die Mod-Subkultur in England und über die Auseinandersetzungen zwischen Mods und Rockern; das Ganze mit der Musik von The Who. Etwas störend war, dass wir den Film nicht einheitlich auf Englisch gesehen haben, denn es waren nachträglich eingefügte Szenen auf Englisch dabei, so dass das Sprachen- und Stimmengewirr gerade am Anfang etwas verwirrend war. Ich gebe aber gern zu, dass das britische Englisch (teilweise mit starkem Akzent) schon etwas schwierig zu verstehen ist, aber Jimmys Mutter hätte ich schon gern auf Englisch schimpfen hören. Das Ende des Films ist übrigens etwas sonderbar.

Christopher Street Day Berlin 2005 und Wikimedia Pre-Party

Saturday, June 25th, 2005

Heute fand mal wieder ein Christopher Street Day in Berlin statt. Ich habe ja seit 2001 an keinem mehr teilgenommen, weil ich immer etwas anderes zu tun hatte. Da war es natürlich mal wieder schön beim Berliner CSD dabei zu sein. Das Wetter war zunächst sehr gut, aber auch der kurze Regenschauer tat der Stimmung keinen Abbruch, sondern war eine willkommene Abkühlung.
Ich hatte mich mit ein paar Freunden am Kurfürstendamm/Ecke Meinekestraße verabredet. Das ist immer ein guter Startpunkt. Von da aus sind wir dann los. Es war eine ziemlich nette Gruppe – auch wenn wir uns immer mal wieder verloren haben und ich vorwiegend mit Thomas unterwegs war, der dank seines sportlichen freien Oberkörpers schon für Aufsehen sorgte.
Abends bin ich dann zur Pre-Party der Wikimedia-Mitgliederversammlung in die c-base gegangen. Das wäre beinahe ein Kontrastprogramm gewesen, hätte ich nicht schon vorher einen Wikipedianer (und Wikimedianer) auf einem der CSD-Wagen gesehen. So schloss sich dann der Kreis.
Die Party war recht nett und zog sich trotz des Wetterumschwungs lange hin. Allerdings war ich nachher sehr k.o., wie man sich leicht denken kann, hatte ich doch schon anlässlich des CSDs 12 km durch ganz Berlin zurückgelegt.

Musikgeschmack

Friday, June 24th, 2005

Für alle, die wissen wollen, was ich so für Musik höre, empfehle ich meinen persönlichen Wikipedianer-Soundtrack. Ich werde versuchen, ihn up-to-date zu halten. Für Anregungen (bitte hier posten!) bin ich immer dankbar, schließlich bin ich ja hier, um meinen Horizont zu erweitern.

Gehackter Donnerstag

Friday, June 24th, 2005

Eigentlich war ja heute der offene Donnerstag des Chaos Computer Clubs Berlin, aber irgendwie kam dann die Idee auf, daraus einen Grillabend zu machen. Der Donnerstag wurde sozusagen „gehackt“, und wir saßen im Innenhof zusammen und haben gegrillt, dazu gab es Augustiner-Bräu. Es ist ja ziemlich hacker-untypisch, draußen zu sitzen ohne Strom. Das führte dann auch dazu, dass die Nachtruhe nicht lange gestört wurde, denn schon sehr bald erlahmten die Akkus der Laptops und man zog sich in den Klubraum zurück. Besonders lecker waren die gebackenen Kartoffeln (besonders die gewürzten aus dem Ofen)! Ich liebe ja lauschige Sommerabende…
Nebenher habe ich mein Wissen über Video-Streaming ausgeweitet. Das ist schon eine interessante Sache, die ich vielleicht mal nutzen werde.

Gay Night at the Zoo

Thursday, June 23rd, 2005

Am 23. Juni 2005 darf natürlich kein Eintrag fehlen. Am Abend war ich bei einem außergewöhnlichen Event, der Gay Night at the Zoo: Mitten im Berliner Zoo spielte das BVG-Orchester Swing. Zudem sang auch noch Luci van Org, die schon eine gute Swing-Stimme hat. Allerdings durfte sie dieses schrille rote Latex-Kleid wohl nur auf einer schwul-lesbischen Veranstaltung tragen. (Jemand in meiner Nähe sprach etwas despektierlich von einer roten Presswurst.)
Die Moderation um sie und das Orchester herum war allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.
Apropos Kleidung: eigentlich war ja Abendgarderobe angesagt, weshalb ich mal wieder meinen Smoking hervorgekramt hatte. Ich habe ja viel zu selten Gelegenheit, dieses durchaus sommerlich bequeme Kleidungsstück zu tragen. Allerdings war ich (wenn man mal von einigen Lesben absieht) fast der einzige Smoking-Träger und somit wahrschein einer der wenigen adäquat gekleideten Gäste. Man durfte aber auch im Tierkostüm erscheinen. Manchen Muskelshirt-Trägern fehlte dafür nur noch eine tierische Gesichtsmaske. :-)
Der befackelte Zoologische Garten ist eine tolle Party-Location für einen Sommerabend, und dieses Event wird sich bestimmt im nächsten Jahr wiederholen. Am besten schon mal vormerken!

Camp Discordia

Tuesday, June 14th, 2005

Am letzten Wochenende fand im Rahmen des Jugendpolitfestivals Berlin 05 das Camp Discordia des Chaos Computer Clubs statt. Im Anhang von Camp Discordia gab es auch ein Wikipedia-Zelt, in dem ich aktiv war. War wieder nett, mal ein paar Wikipedianer (wieder) zu treffen.
Besonders gut haben mir die vielen netten Gespräche mit Wikipedianern und CCClern gefallen. Dabei haben mich sogar zwei Leute auf mein Blog angesprochen: ssc von thinknerd, wo ich früher gebloggt habe, und Markus von Newthinking, auf dessen Blog über Netzpolitik ich hier gleich mal hinweisen möchte. Es ist doch sehr motivierend, wenn man mitbekommt, dass man auch gelesen wird. Beiden musste ich erst mal erklären, dass ich durchaus noch ein Standbein in Berlin habe, wenn ich auch in Süddeutschland arbeite.
Das Herz des Camp Discordia war ein altes Gebäude schräg gegenüber des Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in der Wuhlheide. Das musste erst in Stand gesetzt werden, was wohl eine ziemliche Arbeit war. Jedenfalls ist eine Super-Location draus geworden. Mit gelben Stoffbahnen und chilliger Beleuchtung gelang es, eine sehr angenehme Atmosphäre zu schaffen (jedenfalls jenseits des Eingangsbereichs). Es gab zwei große Räume für Vorträge und natürlich ein Hackcenter mit oft sehr angenehmer Hintergrundmusik. Im Hackcenter gab es eine Leinwand auf der gesniffte Passwörter angezeigt wurden (die letzten Zeichen wurden allerdings nicht angezeigt), um die Nutzer darauf hinzuweisen, dass man unverschlüsselte Passwörter nicht über das Netz verschicken soll. Aber natürlich gab es massenweise Leute, die das dennoch taten. So wurde das eine oder andere interessante Passwort bekannt. Interessant war es auch zu beobachten, was für unsichere Passwörter manche DAUs so benutzen. (Nein, Rotschopf ist kein gutes Passwort, Nico!) ;-)
Das Event bot auch eine Menge Live-Musik. Mir gefiel Cueso recht gut, den ich vorher nicht kannte. Max Herre kannte ich natürlich schon unter dem Namen Freundeskreis. Zu meiner Freude sang er auch den Freundeskreis-Hit Esperanto. Auch Tocotronic am nächsten Abend war ganz nett (jedenfalls wenn man etwas entfernt war). Weniger überzeugt hat mich die Hauptattraktion, nämlich Fanta-4.
Insgesamt war es eine sehr interessante Veranstaltung, die auch sicher die Wikipedia und den CCC wieder etwas bekannter gemacht hat. Sollte wiederholt werden… Vielleicht könnte ja der CCC sein nächstes Camp in der Wuhlheide ausrichten. :-)
Fotos gibt’s auch…

Aufräum- und Kaufrausch

Monday, June 6th, 2005

Hurra! Ich habe es geschafft! Endlich sind alle Bücherkisten, die seit Monaten bei mir herumstanden ausgeräumt und ins Regal eingeordnet, das damit nun fast randvoll gefüllt ist. Es war eigentlich gar nicht so viel Arbeit, aber ich habe sie doch lange vor mir hergeschoben. Außerdem konnte ich kurz vor dem Wochende auch alle Klausuren, die ich noch zu korrigieren hatte, endlich fertigstellen. Mir vielen die Steine also nur so tonnenweise vom Herzen.
Und so gleich besann ich mich auf Ausgleich: Am Samstag wollte ich eigentlich mit dem Fahrrad von Bamberg nach Erlangen radeln, aber leider war das Wetter den ganzen Nachmittag über eher unsicher. So raffte ich mich erst am Abend auf und fuhr dann erst mal mit der Bahn bis Forchheim und von dort am Main-Donau-Kanal entlang bis Erlangen. Das ist eine schöne Strecke, zumal sie gerade und fast kreuzungsfrei ist und einiges an interessanten Dingen bietet, z.B. eine Sparschleuse kurz vor Erlangen. In Erlangen habe ich dann mal wieder den örtlichen Computerclub besucht, wo es heute jemand einen GPS-Empfänger der Firma Navilock mithatte und mich gleich überzeugen konnte, mir auch so ein Ding zu bestellen. Das löste bei mir gleich einen Kaufrausch aus und ich bestellte mir auch ein T-Shirt bei Spreadshirt mit der lustigen Aufschrift: „US-Computerwissenschaftler haben festgestellt: Powerpoint macht blöd“. Da ja einige meiner Kollegen (besonders eine) wie die Lemminge auf dieses völlig hirnverbrannte Powerpoint-Programm der Firma Micro$oft abfahren, werde ich sicher angenehm auffallen, wenn ich bei nächster informeller Gelegenheit mit einem solchen T-Shirt auftrete.
Jetzt hatte ich ja schon fast alles, was ein guter Hacker benötigt: geile Hardware und ein nerdiges T-Shirt. Was aber wirklich noch fehlte, war ein Leatherman-Multifunktionstool. Ich habe mir also umgehend noch das Modell PST 1 dieser einschlägigen Marke bestellt (zusammen mit einem Bit-Adapter). Wofür ich das brauche? Na, irgendwas aufzuschrauben gibt es ja immer. Gerade neulich habe ich mich geärgert, dass ich nicht mal die richtigen Werkzeuge habe, um einen Computer sachgerecht aufzuschrauben. Und dann gab es da noch diese Fenster, die ich nicht öffnen konnte…