The Bayreuth Wagner Festival 2005: Parsifal

Whereas the Greek work of art embraced the spirit of a splendid nation, the work of art of the future is intended to embrace the spirit of free people irrespective of all national boundaries; the national element in it must be no more than an ornament, a charm of individual diversity, not a confining boundary.

Richard Wagner in Die Kunst und die Revolution (Art and Revolution), 1849*

This was my first visit to the Richard Wagner Festival in Bayreuth. I have been applying for tickets for eight years now, and finally succeeded. We actually got very good seats: directly in the last row of the Prince Regent’s balcony (commonly called “Mittelloge”) which is the best place to be from an acoustic and visual standpoint. The whole stage was visible in front of me and looked like a television set.
The opera we saw was Parsifal, which Richard Wagner wrote especially for the Festspielhaus. That is the reason for its subtitle: Bühnenweihspiel, meaning stage-inaugurational play. It was forbidden to perform it elsewhere until in 1913 the copyright expired. Nevertheless, there are only eight productions up to now. The latest production is by Christoph Schlingensief, a German theater producer and self-proclaimed enfant terrible of the performing arts. The production fails to be provocative, as reviewers had already noticed (review from The New Yorker, NY Times review, Musicweb review, a pro-Schlingensief review from his own website, and a blogger’s opinion).
The only really annoying aspect of the production are the video projections which almost always cover the whole stage. The video clips detract the audience’s attention without adding to the atmosphere or the message of the actual performance. It would be best to ignore them, which is hardly possible.
The vocal performance was very good. This came as a surprise, since all Bayreuth experts warned me that this is the festival’s weak point. I cannot say so. However, the best thing about a visit in Bayreuth is the atmosphere of the event: People come from all over the world, but mainly from Germany, the US, France, and the Far East; Wagnerians tend to dress up in strange ways and there’s always lots of applause and booing at the end of the night (at to a lesser extent before intervals). The local beer at the beer garden, simple but nutritious food (German Bratwurst and Bavarian Weißwurst), and booing reminds of Bayreuth being situated in the countryside…

*Original text: Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit, nicht eine hemmende Schranke sein. Printed on the special paper bags of the festival; I have tried to improve the English translation.

3 Responses to “The Bayreuth Wagner Festival 2005: Parsifal”

  1. [...] Endlich komme ich dazu, den längst überfälligen Jahresrückblick für 2005 zu schreiben. Es war viel los in jenem Jahr, das mit dem Rest meines Forschungsfreisemesters begann. Leider gab es dann eine Menge zu tun – nicht zuletzt in Bezug auf die derzeitige Studienreform. Im Februar war ich zu Gast im Deutschlandradio, wo ich eine Stunde lang zu verschiedenen meiner Interessen (Esperanto, freies Wissen, Linguistik usw.) interviewt wurde. Im März war ich als Gastprofessor in Caen, was zwar sehr anstrengend, aber auch sehr interessant war. Es war einfach mal wieder schön, in Frankreich zu sein! Über Ostern gönnte ich mir dann ein paar Tage Urlaub und fuhr auf den Easterhegg in Hamburg. Ich hatte mir dort mit Henriette zusammen eine Ferienwohnung gemietet und konnte die Veranstaltung tatsächlich wie einen Urlaub genießen. Eigentlich stand das Jahr 2005 ganz im Zeichen von Wikipedia: Ende Juni wurde ich in den Vorstand von Wikimedia Deutschland gewählt und am 30. Juni 2005 war ich einer derjenigen, die für die Wikipedia den Grimme Online Award entgegengenommen haben. Das war eine Interessante Erfahrung! In den Sommerferien gönnte ich mir noch mal ein paar Tage Urlaub in der bereits genannten Reisegruppe: Ich fuhr in die Niederlande zur What The Hack. Trotz des schlechten Wetters war das ein ziemliches cooles, interessantes und sogar entspannendes Event. Im August stand dann eine weitere Erfahrung bevor, nämlich mein erster Besuch bei den Bayreuther Festspielen. Zur Eröffnung meiner Bayreuth-Erfahrung gab es passenderweise den Parsifal. Der Rest des Jahres verlief eigentlich mehr oder weniger unspektakulär: Ich hatte eine Menge Arbeit (Lehre, Artikel, Studienreform usw.) und hinzu kamen meine Aktivitäten für Wikimedia bzw. Wikipedia. 2005 habe ich auch wieder eine Menge gelesen: Am Anfang des Jahres Steven Levys Hackers: Heroes of the Computer Revolution, das ich als Sachbuch Nr. 1 auf meiner persönlichen Liste für 2005 bewerten würde; erstaunlich, dass ich das nicht schon früher gelesen habe! Als belletristisches Buch empfehle ich Tessa Korbers Kriminalroman Tiefe Schatten, der mir natürlich besonders gefallen hat, weil ich die Universitätsstadt Erlangen inzwischen kennen gelernt habe. Ich habe ja sogar an der dortigen Universität (wie übrigens auch in Bayreuth) zwei Gastauftritte gehabt. Wie schon das Jahr 2004 endete auch das gerade vergangene für mich mit dem Cbaos Communication Congress, an dessen Programmgestaltung ich auch beteiligt war. Wenn ich jetzt sage, dass das Programm ziemlich interessant war, klingt das fast wie Eigenlob! Wie man diesem kurzen Bericht unschwer entnehmen kann, war 2005 für mich ein ereignisreiches und sehr angenehmes Jahr. Neben meiner nun auch organisatorischen Aktivität für Wikipedia war eine weitere Besonderheit kennzeichnend: 2005 hatte ich zum ersten Mal eine BahnCard 100, die es mir ermöglichte, ungehemmt durch Deutschland zu reisen. Das war natürlich eine sehr interessante Erfahrung, die ich auch weidlich genutzt habe, obwohl ich nicht alle Ziele angesteuert habe, die ich ansteuern wollte. [...]

  2. [...] I had been applying for tickets for the Wagner Festival for 8 years, before I got one last year. My mother was required to wait 10 years, before she got a ticket this year. So we got tickets for Der Ring des Nibelungen, i.e. the whole cycle of four operas. Today we saw the first, i.e. the comparatively short (2.5 hours) prelude to wn:Richard Wagner’s trilogy: Das Rheingold. To cut a long story short: I rather liked the experience, although critics (NY Times review, podcast, Klassik heute, taz) were not very happy about Tankred Dorst’s production. [...]

  3. Henriette says:

    Hello,
    I see that you are interested by “Parsifal” of Wagner. A conference on this topic is available on baglisTV (a french webtv). To see it you can go on the following page:

    http://www.baglis.tv/weblog/fiches/Parsifal.html

    Sincerely, Henriette.

Leave a Reply