Fnordlicht

Bin mal wieder in Köln, um hier an einer Tagung teilzunehmen. Meine Zelte habe ich im Chaos Computer Club Cologne, kurz C4, aufgeschlagen. Dort gab es gestern abend ein Großereignis: das erste Treffen des „Nachwuchsprojektes“ Fnordlicht. Schon der Name ist sehr passend: ein Kofferwort aus Fnord und Nordlicht. Der C4 veranstaltet regelmäßig Projekte für junge Leute unter dem Titel „U23“ (für ‘Unter 23 [Jahren]’), da ja die Dreiundzwanzig eine besondere Bedeutung hat, wie auch das breitere Publikum spätestens seit dem gleichnamigen Film weiß. In diesem Jahr geht es darum, eine programierbare Leuchte zu konstruieren, die praktisch alle Farben mischen kann. Es handelt sich also um eine Mischung aus Löten und Assembler-Programmierung.
Als ich in den Club kam, war es schon sehr voll; es hatten sich auch 48 Leute angemeldet – hinzu kamen noch die CCCler selbst. Der erste Abend war eher theoretisch orientiert. Es wurde den Leuten ein paar Grundbegriffe der Elektrotechnik erklärt: Widerstand, Kondensator, Diode usw. Ich hab etwas zugehört und ein bisschen dazugelernt bzw. verschüttetes Wissen aus der Elektronik-AG meiner Schulzeit wieder aufgefrischt. Das Ganze wurde sehr verständlich dargestellt. Etwas schwieriger war dann die Assembler-Einführung nach der Pause (ich fühlte mich an die Computer-AG meiner Schulzeit erinnert), aber ich denke, die anwesenden Nerds hatten auch damit keine Probleme.
Ich muss sagen, das ist eine schöne Initiative, der ich da zufällig beiwohnen durfte, obwohl ich ja bestenfalls in die Kategori „U42“ gehöre, was aber auch eine schöne Zahl ist. Sogar der Heise News-Ticker hatte unter dem Titel „Kölner CCC sucht junge Leuchten“ darüber berichtet und ein Reporter vom Deutschlandfunk war auch dabei. Der wird mit O-Tönen berichten; auch auf der Webseite des Senders wird dann irgendwann ein Link zu finden sein, den man dank des Suchworts „Fnordlicht“ wohl kaum verfehlen wird. Der Erlanger CCC plant übrigens ein ähnliches Projekt unter der Bezeichnung „Lighteensy“.
Alles Krönung des Abends habe ich dann noch mit einem U23er den Wikipedia-Artikel Wetten geschrieben. Er kam nämlich aus diesem Ort, den es dort noch nicht gab; und weil es nichts geben kann, was nicht in der Wikipedia steht, haben wir uns gleich an die Arbeit gemacht: Wie die Lateiner sagen: Non est in mundo quod non est in Wikipedia. – ‘Es gibt auf der Welt nichts, was nicht in der Wikipedia steht.’ :-)

One Response to “Fnordlicht”

  1. […] Bei der Suche nach Sites über das Fnordlicht stieß ich außer auf eine alternative Programmierung (vom C3PB, leider nicht mehr erreichbar) auch auf einen Eintrag im Blog von maha. […]

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