Berliner Frühling wird Prager Herbst

Der Computerlinguist Jorge(s), der serchilo.net initiiert hat und betreut, ist inzwischen als Gaststudent in Prag. Für seinen herbstlichen Aufenthalt dort hat er ein neues Blog aufgesetzt – sozusagen als Fortsetzung seines Berliner Blogs Berliner Frühling; es heißt passenderweise Prager Herbst und ist lesenswert.
Anlässlich seiner Bemerkungen zum Herbstanfang frage ich mich, warum ein deutscher Gaststudent mit einem Deutschen das Wohnheimszimmer teilt. Als ich in Santa Cruz (Kalifornien) war, hatte ich wenigstens einen Mitwohni aus den Niederlanden; das lag aber vielleicht nur daran, dass für die US-Amerikaner kein großer Unterschied zwischen den Niederlanden und Deutschland besteht… Auch als ich in Toulouse studiert habe, hatte die Wohnheimsverwaltung versucht, die ausländischen Studierenden national zu gruppieren, was ich für eine ziemlich abwegige Idee hielt. Übrigens waren sowohl in Frankreich wie in Kalifornien die sanitären Anlagen des Wohnheims coeducational, also für Frauen und Männer zusammen. In Kalifornien stand sogar coed an der Toilettentür. So habe ich diese merkwürdige Bezeichnung gelernt.
Leider kann man beim Prager Herbst nur kommentieren, wenn man selbst beim gleichen Anbieter ein Blog hat. :-( Daher hab ich meinen Kommentar hier eingetragen und hoffe, dass wenigstens der Trackback funktioniert.

3 Responses to “Berliner Frühling wird Prager Herbst”

  1. Jorges says:

    Inzwischen kann jeder kommentieren, die Standard-Einstellung von Blogger.com ist leider so ausschliessend, aber änderbar.

  2. Kunar says:

    Bei meinem Auslandsstudium in Catania auf Sizilien wurden ebenfalls alle Austauschstudenten in ein Wohnheim verfrachtet. Wir waren dann zwar die ersten Bewohner eines funkelnagelneuen Hauses, lebten aber weit weg vom Stadtzentrum (das alte Wohnheim war deutlich näher!). Sinnvoll fand ich das nicht. Vielleicht sollte damit berücksichtigt worden, daß es nachts meistens sehr laut wurde.
    Denn viele Studenten aus anderen Ländern hatten offenbar bisher zu Hause so wenig Gelegenheit gehabt, zu feiern, zu saufen und die Nächte durchzumachen, daß sie das wohl intensiv nachholen mußten. Die 22-jährigen erschienen uns Deutschen eher wie 15-jährige. Wer Kontakt zu den Einheimischen suchte, bekam den glücklicherweise auch.

  3. maha says:

    Ja, das waren auch meine Erfahrungen… aber ich kannte ja in Toulouse auch Esperantisten. Das half dann sehr bei der Integration! :-)

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