Abenteuer mit der Deutschen Bahn

Gestern sollte es mal wieder mit dem Siemens Venturio nach Berlin gehen, aber der Winter machte nicht nur den Autofahrern zu schaffen. Zwischen Probstzella und Saalfeld/Saale gab es einen Oberleitungsschaden, und so musste ich in Lichtenfels erfahren musste, dass es nicht weitergehen werde.
Stattdessen wurde ich über Bamberg und Würzburg umgeleitet, so dass sich meine planmäßige Ankunftszeit von 21.25 Uhr auf 23.33 Uhr verschob, woraus sich eine Verspätung von 128 Minuten ergab. Damit endeten die Schwierigkeiten aber nicht!
Bei der Ankunft in Göttingen ließ sich nur eine Tür im zweiten Zugteil des ICEs öffnen, so dass ich mit zahlreichen anderen Fahrgästen mit dem Gepäck im Schweinsgalopp durch drei Wagen laufen musste, um aussteigen zu können. (Ihr könnt euch schwer vorstellen, welche Panik in so einer Situation entsteht, da ja zu befürchten ist, dass der Zug weiterfährt, bevor man ausgestiegen ist.)
Der Anschlusszug ICE erreichte Berlin-Ostbahnhof um 00.05 Uhr am Folgetag, so dass sich eine Gesamtverspätung von 160 Minuten ergab. Außerdem gab es aufgrund von „logistischen und technischen Problemen“ im Bordrestaurant nur noch Kaltgetränke!

One Response to “Abenteuer mit der Deutschen Bahn”

  1. FloSch says:

    Meine Fahrt von Stuttgart nach München war gestern auch etwas turbulenter, auch wenn ich nicht an dein Erlebtes heran komme. Als der Zug in Stuttgart mit “umgekehrter Wagenreihung” ankam, dachte ich mir noch nix und bin einige Meter weiter den Bahnsteig entlang gelaufen und stand dann auch genau vor Wagen 9, in dem ich reserviert hatte. Doch war das ein 1. Klasse Wagen, ich hatte nur 2. Klasse reserviert. Jemand da drin sagte mir, dass es trotzdem 2. Klasse sei, der Zug hätte nur 1. Klasse Wagen. Nun ja, also hab ich nach Platz 62 gesucht. Da saß schon jemand, auch mit einer Platzreservierung, für 61 allerdings. Da dem ganzen nicht so ganz zu entnehmen war, welcher Platz nun 61 und welcher 62 war, stand ich etwas blöd da. Neben mir stand jemand, dessen Platz 57 es überhaupt nicht gab, rein physikalisch. Kurz darauf kam dann auch schon die Durchsage: Ersatzzug, alle Reservierungen hinfällig, die Deutsche Bahn entschuldigt sich vielmals. Na ja, bis Ulm saß ich dann auf dem Boden, danach gab’s dann kurzzeitig einige freie Plätze (aber auch nur, bis ich und der Kollege von Platz 57 sie uns geschnappt hatten)…
    Letztlich kam der Zug dann nur mit +10 in München an, für einen Ersatzzug hält sich das wirklich in Grenzen.

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