I’ve repeatedly written about the preparations of the 22nd Chaos Communicaton Congress in Berlin at the end of the year. Although the Congress is drawing near, you will read less about it in this blog, because a special 22c3 Weblog has been set up, of which I am one of the contributors. So you’ll find some of my congress blogging there. Of course, during the congress itself, I will add some personal impressions here as well.
Archive for November, 2005
22c3 Blog
Thursday, November 10th, 2005The Ice House
Thursday, November 10th, 2005I have just finished Minette Walters’ crime novel The Ice House. I can recommend the book, because contrary to many works of crime fiction, it is well written: the plot is complicated, intriguing, yet convincing, and what is best: language and style are good! The book may even be too complicated for bedside reading.
The book was recommended to me as “queer writing”, which it is not! Although some of the characters are presumed to be lesbians, the book is definitely written from a straight perspective. It may be too British for me to understand certain undertones, though. Be it as it may… it’s fun reading!
Spaziergang
Sunday, November 6th, 2005
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Dieses Wochenende habe ich in der süddeutschen Provinz verbracht, da hier eine Menge Arbeit und Termine anstanden. Den heutigen Sonntag habe ich dann allerdings zum Ausspannen verwendet, denn Donnerstag und Freitag waren lange Tage gewesen und auch am Samstag musste ich früh raus, weil ich ja eine Esperanto-Lehrerin bei mir zu Gast hatte, die an der Volkshochschule einen Esperanto-Kurs veranstaltet hat.
Ich bin also etwas spazieren gewesen, was ich leider viel zu selten tue. Ich habe einen neuen Weg ausprobiert, der „Teufelsgraben“ heißt und tatsächlich etwas unheimlich wirkte, als dann die Abenddämmerung hereinbrach. Er endete halbwegs vor der Altenburg und ich hatte einen hübschen Blick über die Stadt.
Weinprobe
Sunday, November 6th, 2005Gestern abend war ich ziemlich spontan zu einer Weinprobe eingeladen worden. Es gab dabei auch sehr gutes Roastbeef und andere Leckereien. Etwas enttäuscht hat der Wein der Marke Infinitus. Viel besser war da schon das Angebot der Finca Antigua. Ich werde wohl einen Karton ihres Syrah kaufen. Das Spitzenprodukt war natürlich ein 1996er Château Batailley aus Pauillac, der leider käuflich nicht mehr zu erwerben ist. Ich habe allerdings noch drei Flaschen 2000er Château d´Armailhac (früher Château Mouton-Baronne-Philippe-de-Rothschild) nachbestellen können. Leider ist das eine Rarität, von der unser Händler nur noch wenige Flaschen hat, weshalb ich möglicherweise mit einem jüngeren Vorlieb nehmen muss. Dieser Wein ist ein hervorragender Cinquième Cru.
Nerd (mal wieder)
Saturday, November 5th, 2005Nachdem ich mich neulich schon bei einem Nerd-Test als “pure nerd” qualifiziert hatte, hatte ich heute dank eines Tipps von n1nj4-Nick (jetzt mit komischer Brille) mal wieder die Gelegenheit, meine Nerdiness zu testen. Das Ergebnis kann beruhigen:
Musik aus Italien und Frankreich
Friday, November 4th, 2005Ich habe ein Faible für italienische Cantautori (Liedermacher) und kürzlich mal wieder einen neuen entdeckt, nämlich Gianmaria Testa (mit eigener Webseite). Mit seiner rauchigen Stimme und dem norditalienischen Akzent erinnert er entfernt an Paolo Conte. Die Chansons gehören fast schon in die Kategorie Easy Listening. Natürlich geht nichts über den 1999 verstorbenen Fabrizio De André, der mir natürlich auch wegen seines politischen Engagements und wegen seiner Dialekttexte sehr gefällt.
Auch in der französischen Chanson-Szene tut sich Einiges. Es gibt jetzt so etwas eine junge Generation von Chansonniers. Meine neueste Entdeckung ist Vincent Delerm, der Sohn des Schriftstellers Philippe Delerm. Beide sind unbedingt empfehlenswert!
Camp, Cage und Co.
Wednesday, November 2nd, 2005Gestern fragte mich ein Freund: „Kennst du noch Andreas Dorau?“ Ich musste zunächst passen, aber dann kam ich (mit seiner Hilfe) darauf, dass Andreas Dorau ja zur Neuen Deutschen Welle gehört, einer Popmusik-Richtung, für die selbst ich fast schon zu jung bin. Ich erinnerte mich aber dunkel, als mir ein paar Titel vorgespielt wurden. Heute würde man diese Musikrichtung wohl Trash nennen oder etwas positiver als Camp bezeichnen.
Wir kamen darauf, weil Andreas Dorau kürzlich zu Gast bei Wolfgang Müller in der Raststätte Gnadenbrot war, einer ebenfalls sehr trashigen, campigen oder kultigen Kneipe in Berlin-Schöneberg. Und damit man mir nicht immer nachsagt, zu spät auf interessante Kulturereignisse hinzuweisen, nämlich erst dann, wenn sie vorbei sind, gibt es jetzt ausnahmsweise mal einen Programmtipp: Die Pianistin Susanne Kessel ist am 26. November um 21 Uhr im „Gnadenbrot“ zu Gast. Es geht um Mozart, Cage und Satie, die hoffentlich nicht nur besprochen, sondern auch vorgespielt werden.
Vor einigen Jahren habe ich ja schon mal einen Vortrag über Cage und Robert Rauschenberg von Jonathan D. Katz gehört, von dem es auch eine Internetfassung gibt, und nun habe ich zum Geburtstag auch noch eine Cage-Biografie geschenkt bekommen. Da ich mich so langsam zum Cage-Fan entwickele, muss ich demnächst wohl auch nach Halberstadt fahren, wo das Cage-Orgel-Projekt in einer dortigen Kirche beheimatet ist: Ein Stück von Cage soll so langsam wie möglich gespielt werden. Daher hat mein Besuch keine Eile, denn der jetzt gespielte Ton dauert noch etwa 200 Jahre. Aber reinhören möchte ich schon mal.
Nass oder trocken?
Wednesday, November 2nd, 2005Abgesehen von denjenigen, die aus Veranlagung oder auf Grund von Epilation haarlos sind, zerfällt die depilationswillige Männerwelt in drei Lager: Nassrasierer, Trockenrasierer und Wechselrasierer. Ich gehöre in die letzte Gruppe, weil ich als Technikbegeisterter natürlich beiden Rasur-Verfahren etwas abgewinnen kann: Für die Trockenrasur benötigt man ein Elektrogerät, hat also „Spaß am Gerät“, aber auch die Nassrasur ist technisch sehr interessant: Man denke allein an die Multifunktionalität von Rasierschaum:
- Er verändert den pH-Wert der Haut, die normalerweise (pH-Wert bei etwa 5,5) runzelig, ist; sie wird bei einem ph-Wert > 9 (alkalisch) glatt und die Haarwurzel tritt hervor.
- Das enthaltene Alaun fördert die Blutgerinnung bei kleinen Verletzungen.
- Außerdem bildet der Rasierschaum einen Gleitfilm, der Verletzungen verhindert oder minimiert.
Das Design der Rasierklinge spielt eine wichtige Rolle. Bei einer Mehrfachklinge sorgt die erste dafür, dass sich das angeschnittene Haar aufrichtet, um von der zweiten richtig erfasst zu werden. Eine dritte Klinge kann dann für den Nachschnitt sorgen. Nach der Rasur hilft das Rasierwasser:
- Die enthaltene Zitronensäure senkt den pH-Wert wieder und stellt somit den Säureschutz der Haut wieder her.
- Eventuell enthaltener Alkohol desinfiziert und führt dazu, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Damit vermindern sich eventuelle Blutungen.
Besonders interessant werden dann natürlich die Kombigeräte, also elektrische Nassrasierer.
Potcasts & Vlogs
Tuesday, November 1st, 2005Tim brachte nach dem etwas missglückten Kinoprogramm gestern das Gespräch nicht auf „Potcasting“, sondern auf Podcasting und Vlogs. Eigentlich war mir das ja schon länger ein Begriff, aber ich musste erst mal auf Mozilla Thunderbird 1.5 beta2 updaten, um Podcasting in meinen Mail-Client zu integrieren. Jetzt läuft der Donnervogel aber auch seamlessly als Podcasting-Client. Wenn Podcasting das Erstellen und Senden von selbstgemachten Radiosendungen im Format eines Weblog ist, dann ist ein Vlog nichts anderes als ein Video-Weblog. Was das ist, kann man am besten an Beispielen erklären, die Tim gestern abend „auf den Schirm“ warf: So wird auf What-is vlog erklärt, wie man in Massachusetts Spielzeug-Raketen baut; die Band OK Go macht Hinterhof-Tanzchoreographie zu ihren Songs. Alles in allem bekommt man ein sehr gemischtes Angebot, das nur in Auswahl sehenswert ist. Medienkompetenz ist also mal wieder sehr gefragt, allein um die richtige Auswahl zu treffen!
Sehr empfehlen möchte ich an dieser Stelle den Videoclip Biometric Passport aus Artificial Eye, dem Blog des Berliner VJ Falk (der schon in Tims Blog lobend erwähnt wurde). Noch politischer, dafür aber sehr amerikanisch ist das Angebot von Democracy Now.
Der Favorit des gestrigen Abends war allerdings der Clip Red October von Tiki Bar TV. Das ist ein Vlog, bei dem man (neue) Cocktails kennen lernen kann – zum Beispiel den Cocktail Red October, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Die Cocktails werden – sehr lustig inszeniert – an einer Wohnzimmerbar gemixt.
Ich denke, Wikis, Blogs, Podcasting und Vlogs sind gerade dabei, die globale Medienlandschaft stark zu verändern. Bisher gab es ja nur Massenmedien, in denen wenige Menschen mit vielen (unidirektional) kommunizieren konnten; jetzt können viele Menschen mit vielen kommunizieren. Die „Umverteilung der medialen Produktionsmittel“ (meine Worte… klingt aber irgendwie gut) hat natürlich viele Veränderungen zur Folge:
- Über das Urheberrecht muss völlig neu nachgedacht werden.
- Diktaturen haben praktisch keine Chance mehr.
- Die Medienindustrie wird sich vollkommen verändern: Radio und Fernsehen waren gestern! Diese Medien werden zwar weiter existieren, aber völlig anders gestaltet sein, eben mehr an On Demand und Interaktivität orientiert.
- File Sharing wird zum Normalfall werden, wofür ein global rechtlicher und technischer Rahmen geschaffen werden muss. Vermutlich wird das gesamte Netz zu einem gewaltigen Datenspeicher und damit zu einem riesigen File-Sharing-System.
Sicher werden die kommenden Jahre sehr interessant!
