Meine ersten Mac-Erfahrungen

Zum Jahreswechsel habe ich dann doch den Sündenfall eines Open Source-Verfechters getan und habe mir ein Apple PowerBook inklusive iPod zugelegt. Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber es kamen ein paar gute Gründe zusamen:

Hier nun meine ersten Erfahrungen:

  1. Die Umgewöhnung war äußerst unproblematisch. Manchmal gibt es noch Vertipper bei den Sonderzeichen, die nicht immer da sind, wo ich sie gewohnt bin. Inzwischen habe ich mich an einige Bequemlichkeiten so sehr gewöhnt, dass ich sie gar nicht mehr missen möchte: zum Beispiel das Exposé oder die Möglichkeit, mit der Tastenkombination Apfel+< zwischen den Fenstern einer Anwendung wechseln zu können oder mit [F11] den ganzen Schreibtisch freizuräumen (letzteres kann man sich auch unter KDE einrichten). Auch finde ich die Maus unter KDE (wie unter Windows) etwas zu unruhig.
  2. Mein Interesse an Podcasting ist weiter gestiegen. Das ist der ideale Radiokonsum für mich! Ich habe ja schon immer gern Radio gehört, aber das Problem war immer, dass die für mich interessanten Sendungen immer dann kamen, wenn ich gerade keine Zeit hatte, oder dass ich sie einfach verpasst habe. Das geht nun alles viel einfacher! Podcasting ist natürlich mehr als Broadcasting, also Radio, aber darüber schreibe ich demnächst mehr!
  3. Ich muss hier gleich mal eine Einschränkung machen: Dass die deutschen Radiosender hier nicht aktiver sind, ist schon eine Schande! Ich habe schon wieder ein paar interessante Sendungen auf Deutschlandradio verpasst, für die es keinen Podcast gibt. Da ist die BBC schon wesentlich weiter!
  4. Und noch eine Einschränkung tut Not: Das offene Audio/Video-Format Vorbis wird für den iPod nicht unterstützt! Das ist lästig, denn ich habe meine Lieblings-CDs und Radio-Mitschnitte alle im Vorbis-Format enkondiert, um sie auch unterwegs auf dem Notebook zu hören. Ich habe mich mit einer kleinen Routine beholfen, die ich euch nicht vorenthalten will:
    for file in *.ogg
    do
    oggdec -o - "$file" |
    lame -h -b 192 - "$(basename "$file" .ogg).mp3"
    done

    oggdec dekodiert Vorbis-Audiodateien in WAV (Format), diese werden dann mit lame als MP3-Dateien wieder enkodiert (-h erhöht die Qualität, -b die Bitrate, danach wird der Name richtig zusammengesetzt mit der Dateiendung .mp3).
  5. Ein paar Macuser, vor allem hukl, haben mir sehr geholfen, mich in der Mac-Welt zurechtzufinden. Dafür vielen Dank!

Es gibt noch viel mehr zu berichten, aber das behalte ich mir einer weiteren Folge meines Blogs vor. Wenn die Texte zu lang sind, liest sie eh keiner mehr. Stay tuned!

3 Responses to “Meine ersten Mac-Erfahrungen”

  1. Tim Pritlove says:

    Ogg auf dem Mac ist kein Problem. Einfachste Möglichkeit ist die XiphQT QuickTime Components zu installieren:

    http://www.xiph.org/quicktime/

    Dann kannst Du OGG schon mal mit allen QuickTime-Applikationen (QuickTime Player, iTunes etc.) abspielen. Mit iTunes kannst Du das dann in alles konvertieren, was iTunes kann. Mit QuickTime Pro kannst Du auch den QuickTime Player verwenden.

    Mit dem iPod geht es dann natürlich immer noch nicht.

  2. [...] In letzter Zeit schreibe ich wenig, denn erstens ist beruflich viel zu tun und zweitens habe ich ja ein neues Apple PowerBook und einen Apple iPod, die beide auch meine Zeit beanspruchen, wie ich schon berichtet habe. Podcasting gehört dabei zu meinen neuen Hobbies – das heißt bisher nur die passive Variante, also das Hören von Podcasts. Es ist genau die richtige Ergänzung zur BahnCard 100 (oder – wenn diese BahnCard nicht deutlich teurer wäre, würde ich sagen: die BahnCard 100 ist die ideale Ergänzung für das Hören von Podcasts…). Mein Interesse an Podcasts ist ja schon etwas älter, wie ich unter der Überschrift Potcasts… schon berichtet habe. Die Falschschreibung bringt mir übrigens eine nicht unerhebliche Menge Leser ein. Der Vorteil gegenüber traditionellem Radio ist schlicht und ergreifend, dass man die Sendungen, die man hören will, dann hören kann, wenn man sie hören will. Außerdem ist das bisher alles werbefrei, was ich auch sehr vorteilhaft finde. Ich denke, wenn da mal Werbung eingeführt wird, werde ich werbelastige Podcasts nicht mehr hören. Hier jedenfalls mal die kommentierte Liste meiner Lieblingspodcasts nach Kategorien: [...]

  3. [...] Thanks maha. Posted in Linux, Multimedia, Shell, Short Tip, Technology. [...]

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