Archive for February, 2006

Kündigung schwergemacht

Tuesday, February 28th, 2006

Ich habe einen DSL-Volumentarif bei 1&1, der inzwischen im Vergleich etwas teuer ist, zumal 1&1 selbst eine echte Flatrate für 4,99 Euro anbietet, allerdings nur in Großstädten, und ich muss den Zugang ja auch an meinem zweiten kleinstädtischen Standort nutzen, müsste also 6,99 Euro zahlen und dann auch noch mit meinem DSL-Anschluss von T-DSL zu 1&1-DSL wechseln und das bei einer 24-monatigen Kündigungsfrist ab 1.3.2006. Das ist mir dann doch zu ungünstig. Normalerweise komme ich mit 2-3 GB pro Monat gut hin. Wenn ich jetzt einen ortsunabhängige Volumentarif über 6500 MB für 3,99 Euro nehme (zum Beispiel bei AVEGO mit einer Kündigungsfrist von nur 3 Werktagen!), fahre ich deutlich besser. Also wollte ich bei 1&1 kündigen – und eine Odyssee begann:

In meinem Kundenbereich fand ich überhaupt keinen Link auf Kündigungen. Erst ein Freund teilte mir mit, dass ich dazu auf eine besondere Webseite muss, namens vertrag.1und1.de. Das könnte auch deutlicher dokumentiert sein. Ich klickte mich also durch und bekam schließlich eine Autorisierungsnummer, mit der ich unter einer 0800-Nummer meinen Kündigungsantrag (!) freischalten lassen konnte. Bei der Nummer bekam ich allerdings über 40 min lang nur eine Ansage, dass ich es später noch einmal versuchen sollte. Das ist eine ziemliche Unverschämtheit, zumal die Hotline nur bis 22 Uhr bereit steht und heute Monatsende ist. Ich versuchte es also bei einer 0180-Nummer von 1&1, die allerdings 12 Cent/min kostet. Dort wurde mir einfach gesagt, dass mir keine andere Wahl blieb, als es bei der anderen Nummer zu probieren und ob meiner Einwände legte die gar nicht so freundliche Dame einfach mit einem “Auf Wiederhören!” auf.

Ich versuchte dann ein formloses Kündigungsschreiben zu verfassen, kam aber schließlich nach ca. einer Stunde doch durch und konnte mich autorisieren lassen. Jetzt bekam ich im Browser ein Kündigungsformular angezeigt, das ich ausdrucken musste und dann an eine Fax-Nummer schicken sollte. Ich habe allerdings kein Faxgerät. Ich versuchte also, einen CAPI-Treiber unter Linux zu installieren, was aber irgendwie nicht gelang. Schließlich schickte ich das Schreiben einem Freund, der es freundlicherweise ausdrucken und faxen wollte.

Das ganze Procedere hat ca. 2 Stunden gedauert. Das ist definitiv zu viel Zeit! Kaufen kann man ohne Probleme, aber Kündigen wird einem schwergemacht. Wenn das keine Absicht ist! Und dann eine Kündigungsfrist von zwei Monaten – na, ich danke! Ich bin froh, dass ich da bald nicht mehr Kunde sein werde.

Demokratie und Überwachungsstaat (Nachtrag Wir)

Tuesday, February 28th, 2006

Chris aus Magdeburg hat einen sehr schönen und ausführlichen Kommentar zu Wir abgegeben, auf den ich unbedingt hier noch mal hinweisen will, denn er zeigt sehr schön, dass die Gefahr des Totalitären und des Überwachungsstaates schon in der Demokratie selbst steckt. Diese Überlegungen sind sehr interessant!

Neue WordPress-Version

Tuesday, February 28th, 2006

Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich an das neue WordPress 2.0.1 („Duke“) zu gewöhnen. Besonders der neue Online-Editor TinyMCE war gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen hab ich ihn halbwegs durchschaut und komme doch recht gut mit ihm zurecht. Das Einzige, was mich nach wie vor stört, ist, dass man ein zu verlinkendes Wort erst schreiben und dann markieren muss, bevor man mit ALT+A (bzw. CTRL+A) auf dem Mac einen Link einfügen kann. Das ist umständlich. Es sollte doch auch möglich sein, einfach diese Tastenkombination zu drücken und dann den Link komplett in einem Formular zu erfassen. Das ginge bestimmt schneller.

Ansonsten produziert der Editor auf einfache Weise recht brauchbaren html-Code und das ist ja die Hauptsache. Wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, ist er auch viel leichter zu bedienen als das Vorläufermodell, insbesonders wenn es darum geht, Listen zu schreiben oder Text auszuzeichnen. Ich komme also immer mehr davon ab, ein spezielles Blog-Programm zu verwenden. Wenn ich wirklich offline einen Blog-Eintrag schreiben will (was ja nur unterwegs von Bedeutung ist), benutze ich inzwischen den Universal-Texteditor TextMate, der (fast) keine Wünsche offen lässt. (Naja, die LaTeX-Unterstützung könnte besser sein…)

Neben dem verbesserten Editing ist auch das „Dashboard“, die Administrationsübersicht, etwas griffiger geworden. Es soll auch alles etwas schneller funktionieren, was ich noch nicht festgestellt habe. Eigentlich lohnt sich die Umstellung kaum, denn nach der Umstellung musste ich doch wieder so einiges anpassen (Blocksatz im CSS ausschalten, CreativeCommons-Hinweis wieder einbauen). Hier sollte noch eine Update-Möglichkeit gefunden werden, die es nicht erforderlich macht, wieder alles neu zu konfigurieren, vielleicht ein Tool wie etc-update bei Gentoo Linux.

Wikimedia-Mitgliederversammlung

Sunday, February 26th, 2006

Gestern fand in Frankfurt die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland e. V. statt. Es wurde sehr kontrovers diskutiert, dann aber doch immer recht einstimmig abgestimmt, was mich nach den intensiven Diskussionen teilweise schon überrascht hat. Unter anderem gab es grünes Licht für die Wikimedia-Geschäftsstelle, worüber ich als altes und neues Vorstandsmitglied natürlich sehr froh bin.

Besonders schön an der Veranstaltung war natürlich, alte und neue Wikipedianer zu treffen. So wird die Community richtig spürbar – auch im realen Leben. Gerade die abendlichen Nerd-Gespräche in der Brotfabrik waren nicht nur lang, sondern auch sehr spannend. Ich freue mich schon auf die nächste Wikimedia-Veranstaltung, die Wikipedia-Academy in Göttingen.

FoeBuD

Friday, February 24th, 2006

In dieser Woche bin ich zu einer Tagung nach Bielefeld gefahren – in die Stadt, die es gar nicht gibt! Ich habe auch einige Zeit gebraucht, um herauszufinden, warum die Straßenbahn hier „mobiel“ heißt!

Zu Gast war ich im FoeBuD; ja ich durfte sogar am internen Treffen des FoeBuD teilnehmen. Manche Dinge, die hier besprochen wurden, erinnerten mich sehr an meine Jugend in den 1970er und 1980er Jahren, denn irgendwie scheint in Bielefeld die Zeit stehen geblieben zu sein: Es ging um Unbescholtene, die noch heute vom Bundesamt für Verfassungschutz beobachtet werden; außerdem ging es um Aktionen gegen den Überwachungsstaat und um RFID-Chips; die gab es zwar seinerzeit noch nicht, aber die Proteste gegen den maschinenlesbaren Personalausweis und die Volkszählung gingen eindeutig in dieselbe Richtung.

Damit nicht der Eindruck entsteht, dass ich den FoeBuD kritisiere, möchte ich betonen, dass seine Ideale auch meine sind, aber so ein gewisses nostalgisches „Rückbesinnungsgefühl“ werde ich nicht los. Besonders interessant finde ich übrigens die Aktionen im Sinne des Informationsfreiheitsgesetz. Ich werde darüber noch einmal gesondert schreiben.

Hack the box beim Erlanger CCC

Tuesday, February 21st, 2006

Am Samstag bin ich „mal eben“ nach Erlangen gefahren, denn dort gab es eine lokale Sonderveranstaltung des Chaos Computer Clubs mit dem klangvollen Titel Hack the box. Einer aus dem Club hatte einen Windows 2000-Server mitgebracht, so dass es mal die Möglichkeit gab, sich in die Rolle eines Skriptkiddies zu versetzen. Das war eine interessante Erfahrung, bei der dann auch schnell klar wurde, dass die meisten von uns auf diesem Gebiet wenig Erfahrung haben.

Ziemlich schnell gab der Server dank Nessus und nmap einige Informationen über sich frei, was zwar schon recht interessant war (der Admin war etwas überrascht!), aber eigentlich nicht weiterhalf. Also versuchten wir es anders. Der letzte Schrei auf dem Gebiet der Computersicherheit ist das Fuzz Testing oder Fuzzing. Das wollten wir dann gleich mal testen. Ich hatte davon ja schon dank des 22. Chaos Communication Congress gehört, denn dort gab es einen Vortrag über dynamisches Fuzzing.

Es gibt ein ziemlich flexibles Tool namens scapy, mit dem man Datenpakete selbst erstellen, modifizieren, versenden und empfangen kann. Nach kurzer Eingewöhnung kann man (dank der guten Dokumentation) schnell fuzzy packets generieren und den Rechner damit bombardieren. Schon während der Installation des Rechners gab es eine Bluescreen nach der anderen auf dem Server. Leider konnte abschließend nicht ermittelt werden, ob es an unserem Paket-Bombardement lag oder daran, dass der Windows-Rechner einfach nicht richtig funktionierte. Da kann man ja bei Windows-Servern nie so ganz sicher sein, besonders wenn sie unter Last gefahren werden. :-)

Einmal Skriptkiddie zu spielen, hat schon eine Menge Spaß gemacht, obwohl ich das in freier Wildbahn nicht machen würde. Jedenfalls habe ich sehr viel über Computersicherheit gelernt, auch wenn uns erwartungsgemäß kein wirklicher Exploit gelungen ist – abgesehen von den eventuell durch uns verschuldeten Abstürzen, die doch auch für Erheiterung sorgten. Bis wir an einem Capture the Flag-Hacking Contest teilnehmen können, ohne uns zu blamieren, müssen wir wohl noch etwas üben. 8-)

Abbestellte und schwule Podcasts

Thursday, February 16th, 2006

Ich habe jetzt mal eine Reihe von internationalen Podcasts abonniert (unter anderem auch die, die das Ministry of Foreign Affairs der Podcastschau aka l.x. empfiehlt). Leider musste ich feststellen, dass bei den US-amerikanischen Podcasts mono der vorherrschende Modus ist und das ertrag ich irgendwie nicht. Die Stimme klingt dann entweder so als käme sie aus meinem eigenen Kopf oder wie ein rumänisches Kofferradio (ich habe da seinerzeit Erfahrungen sammeln dürfen). Zwei der aus technischen Gründen wieder abbestellten Podcasts möchte ich wenigstens nicht unerwähnt lassen, weil es Klassiker sind:

Auch abbestellt habe ich Die kleine physikalische Hausapotheke, die zwar inhaltlich sehr interessant ist, aber das Gerausche, möglicherweise der Nachhall vom Urknall, ist schier unerträglich. :-(
Schwer erträglich war im Übrigen eine schwule Comedy, deren Name ich schon wieder vergessen habe, und das ist auch gut so. Dafür kann ich aber zwei schwule Podcasts empfehlen:

Jetzt bin ich wahrscheinlich in Tims Hostspot-Café nicht mehr auffindbar.
Demnächst dann – wie schon versprochen – mehr zu Vlogs…

Maurice

Thursday, February 16th, 2006

Heute bin ich mal wieder eine weitere Strecke Zug gefahren. Normalerweise arbeite ich ja immer im Zug, aber nach dem Stress der Woche und des heutigen Tages gönnte ich mir mal einen Film. Ein Freund hatte mir eine DVD geliehen, die ich eh mal wieder zurückgeben sollte… Es handelte sich um den Film Maurice. Ich hatte den gleichnamigen Roman von Edward Morgan Forster schon vor einigen Jahren gelesen und fand das viktorianische Englisch zwar interessant, aber auch manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Da fielen die Filmdialoge schon leichter, auch wenn es trotz britischem Englisch keine Untertitel gab. Auch ohne die philosophischen Diskussionen des Buches war der Film wirklich ausgezeichnet. Als ich mir die Extras anschaute, bemerkte ich plötzlich, dass ich schon fast am Ziel war. Die Zeit verging also quasi wie im Zug. :-)
Jetzt weiß ich übrigens auch, dass sich der Name des Protagonisten Morris ausspricht. Man lernt nie aus. ;-)

Audio bug

Thursday, February 16th, 2006

I have read about the mac audio loop problem on Tim’s blog (twice), but couldn’t really imagine what it is. Now I know and it really sucks. I’m almost able to reproduce it: When I listen to a podcast within the Safari browser (which I don’t do very often fortunately, because I usually use iTunes for that) and open a knew tab in order to surf through the internet while listening to the audio in a backgrounded tab, I almost certainly get that terrific audio loop over and over again, when new content is loaded (even if it is just grafics and no audio content whatsoever). This really sucks! Besides I’m really very happy about my mac, but still… this is a major bug just in the field for which I bought the beast… *sigh*

Four things

Tuesday, February 14th, 2006

I got the idea from Sushee’s blog, so blame her, if you don’t like it! ^_^

Four jobs I’ve had:

…mostly in linguistics.

Four places where I’ve lived:

I only listed those places where I spent more than 5 years.

Four movies I watch over and over again:

Four TV shows I love:

Four books I’ve recently read and liked a lot:

Four places I’ve been to on vacation:

Four of my favorite dishes:

Four pieces of music I often listen to:

Four web sites I visit daily:

Four places where I would rather be right now:

Four men I had sex with and hated it:

You wouldn’t wanna know… :-)