Tim und Angelo haben ja schon über den Easterhegg im neu eingerichteten metalab in Wien berichtet. Außerdem ist es inzwischen wahrscheinlich zu spät für einen ausführlichen Bericht, weil sich doch schon einiges rumgesprochen hat. Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen und möchte hier mal meine persönlichen Programm-Highlights auflisten:
- Der Vortrag über Quaffler von Clifford Wolf war recht interessant. Es geht um eine Neuauflage von Bittorrent mit ein paar klugen Verbesserungen. Keine Sorge: Wer ihn verpasst hat, kann ihn auch auf den Grazer Linuxtagen hören.
- Tim brachte uns in den Genuss seines Podcasting-Workshops, den er auf der Kinnernet gehalten hatte. Die Präsentation mit den alten Radios war hübsch und es wurde recht interessant diskutiert.
- Der Apfel in der Dose behandelte das Portieren von Mac OS X auf x86-Prozessor-Rechnern, die nicht von Apple sind, allerdings ohne maxxuss, den man vielleicht mal für einen Chaos Communication Congress gewinnen sollte…
Man sieht schon, dass ich nicht viel vom Programm mitgenommen habe, was aber auch daran lag, dass ich die Stadt sehen und erleben wollte. Nett waren auch die spontanen metalab-Partys am Samstag und Sonntag. Überhaupt war die Atmosphäre sehr kuschelig. Die Location wird den Wiener Netz- und Cyber-Aktivisten sicher noch viel Freude machen.
[...] plazes.com ist eine relativ neue Web 2.0-Anwendung, die ich seit dem easterhegg kenne und die ansonsten noch nicht sehr bekannt zu sein scheint, was eigentlich schade ist. Plazes dient dazu, seine Freunde und Bekannten in der realen Welt zu orten, also herauszufinden, wo sie sich gerade aufhalten. Wie viele Web-2.0-Anwendungen hat das einen Big Brother-Beigeschmack. Und besonders die Funktion, mit der man hinterlassene Spuren abrufen kann, also sehen kann, wer kürzlich wo gewesen ist, bestätigt diesen Eindruck auch. Allerdings kann man alle dies Funktionen als Nutzer auch abschalten. Dann werden sie auch nicht auf den Servern gespeichert, wie der Anbieter behauptet. Das System ist allerdings auch ziemlich leicht zu täuschen, z.B. wenn man einen Tunnel (z.B. VPN oder SSH). Und mit einem Anonymizer kann ich mich schnell an irgendeinen Ort der Welt versetzen (jedenfalls virtuell). [...]