Archive for May, 2006

Ärger mit 1&1

Friday, May 12th, 2006

Dass einem der Internet-Provider 1&1 die Kündigung schwer macht, hatte ich schon berichtet. Die Sache hatte aber noch ein Nachspiel: Vor drei Wochen etwa teilte mir 1&1 mit, dass ich ggf. mit der Kündigung meinen DSL-Zugang verliere, wenn er auch über 1&1 bereitgestellt werde. Das sollte mich wohl verunsichern und mich dazu bewegen, meine Kündigung zurückzuziehen, was in dem Schreiben auch vorgeschlagen wurde. Und in der Tat: ich war verunsichert und im Zweifel, kramte noch mal alle Unterlagen hervor und konnte zweifelsfrei feststellen, dass ich einen ganz normalen T-DSL-Zugang habe, also eigentlich nichts zu befürchten war.

So lief der Umstieg auf die neue Flatrate von congster.de auch völlig unproblematisch. Dafür schlug 1&1 jetzt zurück. Gestern flatterte mir eine Abschlussrechnung von 1&1 ins Haus, in der man mir fast 300 Euro in Rechnung stellt, und zwar für Mehrfacheinwahlen. Wie 1&1 auf diese Idee kommt, lässt sich leicht erklären: Ich hatte dort einen Volumentarif, den ich in meinen beiden Wohnungen nutzte. Die Nutzungsmöglichkeit an zwei Standorten war übrigens der Grund, warum ich seinerzeit (vor mehr als fünf Jahren) den Volumentarif von 1&1 gewählt hatte. Da ich ja nicht an zwei Orten gleichzeitig sein konnte und eh einen Volumentarif hatte, schien das für 1&1 kein Problem zu sein. Dann schrieben sie mich im Februar an, dass ich die Einwahl von zwei Standorten unterlassen solle oder in Zukunft eine gesonderte Gebühr dafür zu zahlen hätte. Daraufhin kündigte ich den Vertrag, was aber erst zum 30.4. möglich war wegen der langen Kündigungsfrist. 1&1 argumentierte zwar, dass sie doch die billigsten Anbieter seien, aber ich ließ mich zum Glück nicht von meiner Kündigung abbringen. Nun wurde einfach der ganze April (in dem ich zudem in Urlaub unter anderem beim Easterhegg war) einfach in Minuten umgerechnet und mit 1,2 Cent tarifiert. So darf ich dafür, dass ich den Zugang in der fraglichen Zeit kaum genutzt habe, gleich soviel zahlen wie 60 Monate Flatrate. Und das Schlimmste: Vermutlich ist 1&1 damit sogar noch im Recht! So bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als zu zahlen, zumal die Firma sowieso eine Einzugsermächtigung hat.

Das ist das eigentlich Schlimme an der Angelegenheit: Man weiß, dass man zuviel zahlen muss und der Profiteur auch noch im Recht ist. Irgendwie komme ich mir vor wie das Opfer nach einem Hütchenspiel

Neue Mac-Werbespots

Friday, May 12th, 2006

Wahrscheinlich haben die meisten meiner Leser schon die neuen Mac-Werbespots gesehen, auf die mich der Macmaniacs-Podcast aufmerksam gemacht hat. Die Spots sind sehr witzig: hart, aber gerech! Mein Favorit ist der mit dem Titel Networking. Besonders interessant ist es, wenn man den japanischen Text versteht – und natürlich das Otaku-Konzept. Der zweitbeste ist Better wegen des semantischen Aspekts. :-)

Frankfurt Airport Railway Station

Sunday, May 7th, 2006

Frankfurt Airport Railway Station

Nach einer sehr konstruktiven Klausurtagung von Wikimedia Deutschland in der Akademie Biggesee im Sauerland befinde ich mich gerade auf der Rückfahrt. Ich hatte versucht, einen früheren ICE zu nehmen, um einen eventuell leicht verspäteten Anschlusszug noch zu bekommen und somit noch etwas früher am Ziel zu sein. Just in einem solchen Fall sind natürlich alle Anschlusszüge pünktlich, und ich musste einige Zeit in der DB-Lounge im Frankfurter Flughafen verbringen. Das ist eigentlich keine unangenehme Erfahrung, wenn man davon absieht, dass es Internet nur gegen erhebliche Geldsummen von T-Mobile bzw. T-Com gibt. Dummerweise konnte man aber nicht mal die Anmeldeseiten aufrufen, die eigentlich automatisch erscheinen sollten, wenn man noch nicht angemeldet ist. Nur die Anmeldeseite eines nahen Hotels funktionierte. Dort kam ich aber auch nicht in Internet, denn ich hätte ein Passwort bei der Rezeption erfragen müssen. Wenn ich einen längeren Aufenthalt gehabt hätte, hätte ich da vielleicht mal einen Versuch gestartet. Ich hatte allerdings über den T-Com-Hotspot Zugriff auf die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn, was schon einmal sehr hilfreich war. Ansonsten ist diese Service-Verweigerung in Deutschland schon unschön und letztlich auch geschäftlich unklug. Das ähnelt dem seltsamen Phänomen, dass die Deutsche Bahn ihre hochpreisigen Getränke und Snacks nurmehr den Fahrgästen in der ersten Klasse aufdrängt. Was ist aus dem Bollerwagen geworden, der früher durch die zweite Klasse zog. Wäre das nicht ein Ein-Euro-Job, der für die DB richtig profitabel wäre?

Dafür gab es aus der Lounge einen schönen Ausblick: Da sie in einem Zwischengeschoss liegt, sieht man alle Etagen des Bahnhofsgebäudes auf ein Mal. Anbei ein Versuch, das mit meiner Handy-Cam zu dokumentieren.

24

Monday, May 1st, 2006

Nach dem anstrengenden Semesterstart hatte ich mir ein bisschen Erholung am Wochenende redlich verdient. Allerdings war das Wetter keineswegs produktiv. Ist es mir eigentlich schon mal passiert, dass ich am 1. Mai noch heizen musste? Dafür habe ich mich mit Keks verabredet, und wir haben gemeinsam die vierte Staffel der Fernsehserie 24 gesehen. Man kann so eine Echtzeit-Serie eigentlich nur am Stück sehen (wir hatten sie auf zwei Tage verteilt, was gut zu schaffen ist).

Die vierte Staffel war deutlich besser als die zweite und die dritte. Die Story war insgesamt sehr viel zusammenhängender als die beiden Male zuvor. Allerdings konnten wir auch immer mal eine „überraschende“ Wendung oder einen Dialogfetzen vorhersagen. Solche kleinen Erfolgserlebnisse sind ja auch mal ganz schön! Das Konzept der Echtzeit geht immer noch auf, auch wenn die erste Staffel natürlich überzeugender war, weil es seinerzeit neu war. Etwas lästig ist es, dass Personen aus früheren Staffeln wieder auftauchen, und dazu die Handlung manchmal etwas gezwungen wirkt. Wie schon bei meiner Kritik der dritten Staffel fand ich es auch diesmal etwas unnötig, das ständig das Privatleben der Ermittler in die Handlung gemischt wird. Das ist allerdings bei Krimis zur Zeit ohnehin ein (unschöner) Trend. Außerdem wirft die Serie wie schon zuvor ein schlechtes Licht auf amerikanische Fahndungsmethoden, nämlich indem Folter als normale Ermittlungsmethode angenommen wird. Diesmal wird das sogar an einer Stelle der Serie thematisiert, wobei den Befürwortern der Folter von den Handlungsabläufen schließlich Recht gegeben wird. Das finde ich ziemlich problematisch!

Zur Zeit läuft in den USA die fünfte Staffel, die ich dann auch erst wieder in größeren Blöcken sehen werde, wenn sie dann komplett zu haben ist (und wenn ich Zeit haben sollte). Man darf gespannt sein! Insbesondere darauf, ob hier mal eine Bresche geschlagen wird gegen das Foltern und andere umstrittene Methoden der Ermittler. Auf jeden Fall dürfte nach einer weiteren Staffel die Luft aus der Idee heraus sein.