Indisches und Punkiges in Erlangen

Gestern war ich bei flip und daizy in Erlangen, um die Kasse des bits’n'bugs zu prüfen. Die Angelegenheit war relativ unproblematisch, weil es wenige Kontobewegungen gab. Nach getaner Arbeit gab es ein sehr leckeres indisches Essen, das daizy gekocht hatte. Es gab als Vorspeise Samosa und dann Sabzi Pulau mit Mogulsauce. Als Nachtisch gab es Bananensplit und zu trinken passender Weise Mango Lassi. Man kann sich unschwer vorstellen, wie voll wir danach waren.

Es ging dann ins E-Werk zum bits’n'bugs-Clubabend. Neben dem E-Werk ist ein großes Parkhaus, wo es abends eigentlich immer genügend Parkplätze gibt. Diesmal war alles voll, noch dazu mit überwiegend großen Autos, die so gar nicht dem E-Werk-Publikum entsprechen. Später wurde uns klar warum: Das Publikum war diesmal so jung, dass die Autos der Eltern herhalten mussten; es gab nämlich einen Newcomer-Abend und die Fans dieser Nachwuchs-Hardrock- und Punk-Bands waren überwiegend zwischen 16 und 20 Jahre alt; Jüngere scheiterten an den strengen Ausweiskontrollen – willkommen im Obrigkeitsstaat – und Ältere haben wohl einen besseren Musikgeschmack. Im Moment scheinen in dieser Szene Unterlippenpiercings sehr en vogue zu sein, leider auch ungepflegte (Erst-) Bärte und beim Outfit eine für die Punk-Bewegung untypische Stillosigkeit. Kein Wunder, denn es waren ja brave Nachwuchs-Punks aus der Provinz, die im elterlichen BMW gekommen waren!

3 Responses to “Indisches und Punkiges in Erlangen”

  1. FloSch says:

    Tja ja, in der Provinz ist vieles anders. Pseudo-Punks im elterlichen BMW sind da keine Seltenheit. Es ist schon ein gewisser Kulturschock in manchen Belangen, wenn man als Landei dann nach dem Abitur in die Stadt kommt und so manche Dinge ganz anders vorfindet, als man sie sich immer vorgestellt hat oder wie sie bei Besuchen ausgesehen haben. Bei mir war der Schock zum Glück nicht gar so groß, aber wenn ich da an einige meiner Mitschüler denke… “Schuster bleib bei deinen Leisten” hab ich mir da gedacht, bzw “Bauer bleib bei deinem Misthaufen”. Und da ist er dann auch geblieben, Städte wird der wohl nicht mehr so schnell sehen. Manchen Leuten ist es nicht vergönnt, über den Tellerrand schauen zu können oder zu wollen. Sie sind woanders glücklich und wollen da auch gar nicht weg.

    Aber ich bin irgendwie abgeschweift, nur so viel noch: auf dem Land kann’s auch schön sein :) Und dass es da etwas anders zugeht als in der Stadt, ist auch nicht so tragisch :)

  2. Keks says:

    @Maha: Nette Pointe am Schluss! :)

  3. blackwing says:

    wo wir gerade bei indisch sind… geniesse gerade ein koestliches banana-leaf-curry :) greetings aus .sg!

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