Götterdämmerung in München

Am letzten Sonntag bin ich nach München gefahren, um dort die Götterdämmerung von Richard Wagner in der Bayerischen Staatsoper zu sehen. Die Aufführung war sehr eindrucksvoll und hat mir sogar besser gefallen als die diesjährige Neuinszenierung bei den Bayreuther Festspielen. Natürlich ist die Bayreuther Atmosphäre immer außergewöhnlich und unbedingt erlebenswert, aber die Personenregie, die Leistung des Bayerischen Staatsorchesters und möglicherweise die künstlerische Leistung einzelner Sänger war Bayreuth weit überlegen!

Es war mein zweiter Besuch im Nationaltheater München. Das Treppenhaus und die Vorräume zum Zuschauerraum haben eine abstoßende Fünfzigerjahre-Ausstrahlung, aber die vorderen Räume sind sehr repräsentativ. Interessant ist das Emblem mit den übereinander gesetzten Buchstaben M und i. Es steht für König Maximilian I.. Interessant ist, dass der erste Herrscher mit einem Namen schon zu Lebzeiten mit einer I signiert. Das liegt wohl daran, dass er damit seinen neuen Status als König unterstreichen will, denn vorher war er als Maximilian IV. Joseph Herzog von Bayern und Kurfürst.

Die Fahrt hat sich sehr gelohnt! Mit dem Zug geht das leider nur am Sonntag, weil es nur sonntagabends um Mitternacht (genau genommen am Montag um 0.01 Uhr) einen Zug gibt, mit dem man aus München wegkommt (der letzte davor fährt um 20.44 Uhr!). Vor der Aufführung habe ich lecker bei Hacker-Pschorr gegessen und zwischen Aufführung und Zug noch ein kühles Bier beim Augustiner-Bräu getrunken. München ist zwar teuer, aber durchaus lebenswert.

2 Responses to “Götterdämmerung in München”

  1. Andreas says:

    Steht das M. I. nicht vielmehr für Maximilianus Iosephus?

  2. maha says:

    Das könnte sein… allerdings hat das i einen Punkt, ist also ein kleines i. Für den ersten Buchstaben eines Namens ist das natürlich seltsam.

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