Sprachenpodcast, Wii

Vor ein paar Tagen habe ich mit Tim Pritlove zusammen einen Chaosradio-Express-Podcast über Sprachen aufgenommen. Das war eine interessante Erfahrung, und ich denke, das Ergebnis kann sich sehen bzw. hören lassen. Insgesamt war das Gespräch mit Tim sehr interessant, und ich kann nur hoffen, dass meine Ähs und Nees nicht zu sehr stören. Das muss ich mir noch abgewöhnen, bevor ich selbst auf Sendung gehe. Leider fehlt auf der Chaosradio-Website noch ein Weblog mit Kommentarfunktion, so dass es wohl leider nicht viel Feedback geben wird. Wer will, kann ja hier was schreiben – oder in Tims Blog – oder in beide.

Nach dem Podcast konnte ich dann bei Tim und Verena noch eine Neuheit ausprobieren: die neue Nintendo-Spielkonsole namens Wii (sprich: [wiː]). Bisher hatten mich ja Spielkonsolen gelangweilt, aber diese hat etwas Besonderes: Die Steuergeräte (Controller, auch Wii-Remote genannt) haben einen Beschleunigungssensor, was besonders lustig ist, wenn man Tennis spielen will: Man kann wie mit Schlägern schlagen. Zum ersten Mal kann man sich also beim Videospiel wirklich bewegen! Das ist großartig! Wenn ich einen Fernseher hätte, würde ich das sofort kaufen…

17 Responses to “Sprachenpodcast, Wii”

  1. tobstone says:

    interessanter podcast, eröffnet wiedermal ein weites feld an interessanten dinge (für die ich eigentlich gar keine zeit erübrigen mag ;- und es dann aber trotzdem tue). Das Baskische ist echt eine lustige Sprache durfte ich in Ormaiztegi und Irunia schon öfters live erleben.

  2. Tim says:

    Danke für den tollen Podcast! Deine Einführung in die Sprachvielfalt der Welt war eine sehr beeindruckende Horizont-Erweiterung.

  3. Tox says:

    Kann man den erwähnten Artikel über klingonisch irgendwo lesen?

  4. Tox says:

    PS: Klasse Sendung übrigens. Ich schau ja unheimlich gern die Tagesschau mit Gebärdensprache. Und obwohl ich kein Wort verstehe, bin ich der Überzeugung, das “Merkel” mit herunter gezogenen Mundwinkeln gebärdet wird.

  5. maha says:

    @Tox: Meine Typologie des Klingonischen kann ich dir gern zukommen lassen. Es ist kein richtiger Artikel, sondern nur eine Zusammenstellung für eine Vorlesung.

    @Tim & tobstone: Danke für das positive Feedback!

  6. Mischosch says:

    sehr toller podcast…

    als magdeburger student bin ich die gebärdensprachdolemtscher sehr gut gewöhnt. (Hab einige Vorlesungen deshalb nur halb mitbekommen ;) ).

    hab mich auch mal selbst daran probiert, fand das wirklich gar nicht einfach :/

    Aber wirklich tolle Horizonterweiterung, mal ein toller off topic beitrag.

    Weiter so!!!

  7. maha says:

    @Mischosch: oh, ja, Magdeburg, da habe ich bei den Gebärdensprachdolmetschern schon mal einen Vortrag gehalten. Das war sehr nett! Danke für das Lob!

  8. Mischosch says:

    Hast du dann auch einen Gebärden “Nick”? Das fand ich immer noch eine der urigsten Sache… ;) und der geht wohl leider im Netz verloren.

    Die Gebärdensprachdolmetscher haben in Magdeburg momentan leider nicht so einen einfachen Stand. Hessmann hält glücklicherweise noch die Fahne nach oben, aber nachdem Wisch im Ruhestand gegangen schaut es personell nicht mehr so rosig. Leider, leider, da geht es ihnen ein wenig wie uns MTlern. Sie haben es einfach nicht kapiert in Magdeburg, solche Kleinode in der öden Studienlandschaft nicht zu zerstören.

  9. maha says:

    Ja, ich habe sogar 2 Gebärdennamen, der eine ist die M-Hand an den Kopf wie für “Professor” oder “doof” :-( und danach ein einhändiges Hasenohr. Die andere, ist die Goatee-Gebärde mit der M-Hand. Da ich aber kein Goatee (mehr) habe, passt das gar nicht.

    Hm… das klingt nicht gut… ich werde mal Hessmann demnächst anmailen oder anrufen, um mich zu erkundigen.

    Was ist den MTI? Die Wikipedia sagt: “MTI ist ein aus dem englischen Sprachgebrauch kommender und inzwischen weltweit verankerter Begriff aus dem Bereich Radar-Zielerfassung. “Moving Target Indicator” bezeichnet” Hm… das ist es wohl nicht!

  10. Mischosch says:

    nein – es waren auch die MusikTherapeut-ler gemeint ;)

    MT-l -> kein i sondern “L”

    Mein Studiengang haben sie schon abgeschafft bekommen, sehr traurige Geschichte, genauso wie Heilpädagogik, dem best laufensten Studiengang im Fachbereich. MT hat seit 2 Jahren nciht merh immatrikuliert, nun soll es einen obskurren Master geben…

    Sehr traurig das alles, aber ich bin verdammt froh einer der wenigen letzten grundständigen Dipl. MTler werden zu dürfen ;)

  11. Keks says:

    @Tox: Da liegst du aber falsch, das kam grad am Samstag bei “Genial daneben”. (Im übrigen fehlt deiner Website ein Impressum oder zumindest eine Kontaktseite.)

  12. Tim says:

    @Keks: Ich glaube eher, dass Genial Daneben, bzw. keiner falsch liegt. Wie Maha doch schon im Podcast meinte, gibt es verschiedene Dialekte – und ich habe im Netz (auch nachdem ich die Sendung geschaut habe) viele verschiedene Merkel-Gebährden gefunden.

  13. Keks says:

    @Tim: Kann schon sein, es ging aber in diesem Fall um die Tagesschau / Phoenix — und genau darum ging es auch bei “Genial daneben”.

    Liebe Grüße, Keks

  14. maha says:

    @Mischosch: ah, da bin ich ja in Bezug auf die Abkürzung beruhigt, in Bezug auf die FH Magdeburg weniger!

    @Tim/Keks: Das die Gebärde begleitende Mundbild beginnt auf jedenfall mit einem m-Mund, wobei es kaum möglich sein dürfte zu lächeln. :-|

  15. tox says:

    @keks: Ich hab gesten mal wieder intensiv darauf geachtet (der Polenbesuch gab ja reichlich Gelegenheit). Und ich muss leider gestehen meine These von den Mundwinkeln steht auf wackeligen Beinen. Wenn nicht unterschiedliche Dolmetscherinnen sehr unterschiedliche Gesten für “Merkel” verwenden muss die Geste die ich bisher dafür gehalten habe etwas anderes bedeuten. Wenn ich mehr Zeit hääte würde ich mein Vokabular gerne erweitern. München Bus und Bus bringen einen nicht weiter.

  16. dsve says:

    Muss ich mich doch auf diese Weise auch ‘mal “outen”… ja, ich lese mit, wenn auch bisher als “lurker”.
    Dein Sprachenpodcast war der erste den ich überhaupt je gehört habe. Sehr anregende Erfahrung (beim Einkaufen im Supermarkt laut auflachen wegen der Feststellung, dass der Erfinder von Klingon offenbar an der Westküste studiert hat…). Das meiste hatte ich schon ‘mal gehört :-) , aber besonders interessant fand ich die Erklärung warum die Basken so in Ruhe gelassen wurden. Erinnerte mich an die Einleitung zu Golo Manns Geschichte Deutschschlands, wo “erklärt” wird, wie die Geografie von Deutschland die Geschichte bedingt. Kleine Besserwisserfrage: kann man denn auf Abruzzenisch Substantive *konjugieren*?
    Saskia fragt sich, ob bei den zwölf Sprachen auch Niederländisch dazu gehört…
    Und noch eine Frage: inwiefern ist der Sprachgebrauch beim Bloggen echt so anders als beim mailen, etc? Die These von den verschiedenen Anforderungen an Sprachbenutzer in der heutigen Zeit fand ich nicht so überzeugend. Hast Du da konkrete Beispiele? (oder ein Paper? Bei uns zu Hause wird noch regelmässig an dein Paper zum chatten referiert, nämlich mit dem (der Situation angepassten) Zitat “Peter Müller, die-die-die”…)

  17. maha says:

    Hallo dsve! Golo Mann steht bei mir im Regal und auf der Leseliste. Nein, Verben werden zwar im Abruzzesischen (Ripatransone) dekliniert, Substantive aber nicht konjugiert. Das gibt es aber im Paez (Südamerika). Niederländisch: ja.

    Beim Mailen gibt es sicher ein paar Besonderheiten, aber so groß ist der Unterschied eigentlich nicht (in einer Mail hätte ich jetzt „soooo groß“ geschrieben). Konkrete Beispiele: Dazu habe ich ein bisschen was in meiner Einführung in die italienische Sprachwissenschaft geschrieben (erscheint im April).

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