GEZ

Kürzlich bekam ich einen Brief von der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland. Ich zahle ja gern für mein Radiogerät, weil mir das Programm auch wirklich gut gefällt. Da ich mich fürs Fernsehen nicht begeistern kann, habe ich aber keinen Fernseher. Obwohl ich der GEZ unmissverständlich mitgeteilt habe, dass ich nicht beabsichtige, einen Fernseher zu kaufen, werde ich jedes Jahr mit einem lästigen Brief genervt, den ich hier einmal vorlesen möchte, sozusagen als Stilübung für künftige Podcasts.

GEZ-Brief (mp3)

9 Responses to “GEZ”

  1. tox says:

    Köstlicher Text. Aber einen Tick zu leise.

  2. maha says:

    Hm… bei mir ist es gar nicht zu leise. Seltsam!

  3. Keks says:

    Ich musste auch erst voll aufdrehen — und darüber hinaus, soll heißen: mehr als bei allem anderen, was ich sonst am PC angehört habe.

    Liebe Grüße, Keks

  4. maha says:

    OK… ich habe verstanden. In Zukunft auf jeden Fall noch lauter! Leiser stellen ist ja dann auch kein Problem!

  5. Chris says:

    Wirklich relativ leise – aber schön gelesen. Ich bekomme diesen nervigen Brief auch jedes Jahr, wobei ich als Nie-Öffentlich-Rechtliches-Radio-Hörer schon diese Gebühr übertrieben finde – vor allem, wenn sie als Portokosten für jährliche Briefe vergeudet werden…

  6. Tox says:

    Das Üben hat sich ja gelohnt, der Wikipodcast war klasse.

  7. maha says:

    Ja, wir bemühen uns. :-)

  8. dsve says:

    Das karikaturale Vorlesen ist ja ganz gelungen, aber ob man nicht auch den einen oder anderen zum Schmunzeln bringen könnte, wenn man auf dieselbe Weise linguistische Veröffentlichungen vorliest?
    Die Implikation, dass der Brief schlecht ist, finde ich ein wenig zweifelhaft. Ich finde ihn eigentlich ziemlich gut gelungen, sehr verständlich, ziemlich freundlich, einerseits schmeichlerisch, dann wieder an Solidarität appelierend, dann leicht drohend. Was sollen sie denn sonst schreiben?

    Aus den Reaktionen kriege ich den Eindruck, dass man sich vor alleem an dem Brief an sich ärgert. Aber das ist dann eigentlich die Frage ob man Rundfunkgebühren gut findet. Hier in NL hat man vor einigen Jahren damit aufgehört und finanziert nun den öffentlichen Rundfunk aus den Steuergelden, da man den Verwaltungsaufwand zu gross fand. Kann ich mir gut vorstellen. Andererseits hat mir ‘mal jemand gesagt in Deutschland sollte man das nicht machen, man würde ja dann einen “Staatsfunk” schaffen. Tja. Hier in NL ist allerdings die Medienpolitik (seitdem..?) auch beinahe täglich Thema in den Medien (wie ironisch) und in der Politik. Und implizit wird dann auch abgewogen zwischen Geld für Radio und Geld für Schulen, etc.

    Abgesehen von der Frage der Unabhängigkeit des durch Rundfunkgebühren finanzierten Programms, ist meines Erachtens das Hauptargument ein verteilungspolitisches: nur wer sich ein Radio leistet (leisten kann) braucht auch am Programm mitzubezahlen. Ob das noch den gewünschten Zweck erzielt..?

  9. maha says:

    Nein, der Brief ist nicht schlecht! Ich ärger mich nur, dass ein solcher Brief jedes Jahr kommt. Ich habe auch grundsätzlich nichts gegen Rundfunkgebühren. Vielleicht wäre es in der Tat einfacher, das über Steuern zu machen. Die Niederländischen Erfahrungen sind aber recht interessant! Schade, dass man hier so wenig darüber mitbekommt!

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