Wikipedia für Fortgeschrittene (Chaosradio Express)

Um mein neues Audio-Equipment zu testen, haben Tim und ich einen gemeinsamen Podcast zum Thema Wikipedia für Fortgeschrittene gemacht. Das war sehr unterhaltsam (ich hoffe, auch die Sendung ist es für die Hörer). Auch die neuen Headsets DT 297 von Beyerdynamic haben sich bewährt – mein Mischpult weniger, weil gleich das Ladegerät den Geist aufgab.

Da Chaosradio immer noch keine Kommentarfunktion hat, bitte ich wieder um Rückmeldung an dieser Stelle!

8 Responses to “Wikipedia für Fortgeschrittene (Chaosradio Express)”

  1. Peter 'vt100' says:

    Sehr gelungener Podcast (ich hab bislang allerdings erst ca. 3/4 gehört, morgen auf dem Weg zur Arbeit den Rest…), sowohl inhaltlich als auch in der Form (ich hatte Tim nach dem letzten Podcast mit Dir darauf hingewiesen, daß es zu große Lautstärkeschwankungen hatte, das ist dieses Mal viel besser)

  2. hukl says:

    Hey Maha, der Link auf das Chaosradio ist relativ und nicht absolut. Immer schön die komplette URL mit http angeben.

    Abgesehen davon kann ich berichten, dass ich mit dem wordpress plugin »Spam Karma« (lieber keinen link sonst werd ich gleich geblacklisted) mein Spamaufkommen extrem reduziert habe. Ganz ganz selten kommt doch mal ein Spamkommentar durch und ganz ganz selten wird ein richtiges Kommentar als Spam erkannt, da aber beide Arten eine Woche zur Ansicht im SpamKarma verbleiben, hat man genug Gelegenheit etwaige Fehler zu korrigieren. Ich bin damit wirklich sehr zufrieden.

    Bis später, hukl

  3. tobstone says:

    sehr interessanter podcast, ich bin immer wieder erstaunt in was menschen alles so ihre zeit hineinstecken, dabei hat der tag doch nur 24h…

  4. maha says:

    @hukl: danke für den Hinweis. Link ist gefixt.

    @Peter, tobstone: danke für das Lob!

  5. Tim says:

    Ich schließe mich den Vorrednern an: Wieder ein toller Podcast, in dem sich auch das neue Technik-Setup zu bewähren schien. Tim klang ja richtig neidisch ;-)
    Ich freu mich im übrigen auf deine Session bei der re:publica. Man sieht sich in Berlin!

  6. dsve says:

    Sehr interessanter Podcast, vor allem wenn man sich noch nie so recht mit Wikipedia beschäftigt hat. (Manchmal habe ich den Eindruck, du schreibst dein Blog nur, um so oft wie möglich zum Wikipedia zu linken…)

    Was ich am Phänomen Podcast noch nicht so gut begreife ist, warum Sorgfältigkeit so wenig Wert zu haben scheint. Wie schwer kann es sein den Inzident mit dem knatternden Telefon aus der Sendung heraus zu schneiden? Hatte zwar wieder einen lustigen Effekt (ich habe nämlich gleich zu meinem eigenen Telefon gegriffen…), aber irgendwie fand ich da Radio Dreieckland noch professioneller (die hatten zumindest eine Räuspertaste).

    Die Frage mit dem Mörder Peter Müller ist ja sehr interessant, allerdings geht das natürlich noch viel weiter. Wie kriegt man denn jemals Dinge aus Google und Usenetarchiven? (In s.c.e. kann man immer noch ziemlich peinliche Dinge von mir geschrieben finden, wenn man gut sucht und die benutzte Geheimsprache gelernt hat.) Wahrscheinlich wird man eine juridische Lösung finden, wobei genauso wie Google angeklagt werden kann auch die Foundation angeklagt werden wird.

    Sehr witzig fand ich den Ausdruck “Wiedergänger”. Und was sagst Du als “Radikal-Inkludist” dann zum Beispiel zu Kochrezepten? Was sollte ich finden, wenn ich “Strammer Max” suche?

    Ganz anregend fand ich die “kurz um die Ecke” Kapitalismuskritik, im Zusammenhang mit der Wikiversity und den Lehrbuchverlagen / Studiengebühren… auch wenn ich da überhaupt nicht einig bin. In dem Zusammenhang hat mir nur die Frage gefehlt: warum sollte jemand gutes Lehrmaterial mit viel Mühe entwickeln und dann wegschenken? Und warum sollten die renommierten Experten sich die Mühe machen, lange Wikipedia-Artikel zu kontrollieren und mit Gütestempel zu versehen?
    Aber vielleicht wurde diese Frage im Wikipedia für Anfänger behandelt…

    Noch eine letzte (eher peinliche) Frage: als Podcast-kenner, weist Du ob es eine einfache Methode (oder ein Programm) gibt, wie ich eine MP3 Datei von 90 Minuten in 20 Dateien von 4,5 Minuten verwandeln kann? Mein Sony Walkman kann nämlich nicht gut hin und herspulen…

  7. maha says:

    Sehr anregender Kommentar! Dazu könnte ich gleich noch zwei bis drei Blogeinträge machen. Vorab erst mal die Kurzversion:

    – Ich linke gern auf die Wikipedia, weil ich da in der Regel gute und informative Links habe. Andere Seiten kommen und gehen, und nichts ist schlimmer als Links ins Leere oder Flash-Animationen.

    – Sorgfalt ist mir schon wichtig. Daher höre ich auch überwiegend Podcasts, die die nötige Sorgfalt mitbringen. Rauschende Podcast zum Beispiel finde ich unerträglich. Offenbar bin ich mit der Einschätzung nicht allein, denn wirklich schlechte Podcasts verschwinden schnell wieder.

    – Kochrezepte sind How tos und gehören daher nicht in die Wikipedia. Wohl aber Erklärungen zu Strammer Max, Chunk usw. (gut, das ergibt eine gewisse Grauzone).

    – Open Content ist nicht Free Content. Ich denke schon, dass auch Bücher produziert werden sollen, die verkauft werden. Aber das habe ich ja schon erklärt. Was ich seltsam finde, ist, dass jemand, der schon dafür bezahlt wird, Lehrmittel zu erstellen (als Lehrer oder Professor), noch ein zweites Honorar braucht, indem er sie verkauft. Die Experten für Wikipedia zu gewinnen, wird schwer sein und nur funktionieren, wenn mit solchen Arbeiten Renommee zu bekommen ist.

    – Solche Programme gibt es für alle Plattformen. Da du wahrscheinlich Windowsnutzer bist, empfehle ich mal: wavepad

  8. maha says:

    Hier noch ein Kommentar aus der Chaosradio-Mailingliste von Jonathan:

    Schönes Interview.
    Meine Meinung zum Konflikt Datenschutz – Freie Informationen ist:
    Der einzige Weg ist: Alle Daten so frei wie sie nur sein können.
    Wir brauchen aber viel mehr Bildung und (Medien)Kompetenz. Wenn die gesamte
    Gesellschaft mit freien Informationen umgehen kann, dann können sie frei
    sein. Wenn aber die Gesellschaft nicht damit umgehen kann, wird es auch zu
    persönlichen Problemen kommen. Wir können ja auch mit einem Telefonbuch
    umgehen – bzw gibt es immernoch kids, die irgendwelche Leute
    durchtelefonieren und Unternehmen, die Umfragen machen usw. – Hier müssen
    wir alle lernen: wie gehen wir mit Informationen und Daten um
    Bis dahin allerdings ist es ein weiter Weg und es müssen Übergangslösungen
    gefunden werden, denke ich – sowas wie Deine CIA-Bunker die alles zensieren,
    was nicht geht.

    grüße aus münchen und weiter so!

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