Archive for December, 2007

Sterben für Anfänger

Monday, December 17th, 2007

Gestern habe ich den Film Sterben für Anfänger (Death at a Funeral) von Frank Oz gesehen. Es ist eine schwarze Komödie mit ziemlich viel britischem Humor, der Deutschen ja immer recht schwer fällt. Ich muss allerdings gestehen, dass mir der Film außerordentlich gut gefallen hat. Besonders schön ist die Szene, in der Daniel und Peter in das Arbeitszimmer des Vaters gehen. Die seltsamen Kunstwerke fielen mir sofort auf, und ich konnte mir gleich einen Reim darauf machen; später werden sie dann durch die Kameraführung noch mal so richtig in Szene gesetzt.Wer bissigen britischen Humor mag, sollten den Film nicht verpassen. Eine schöne Abendunterhaltung!

Spaß mit Clerks

Saturday, December 15th, 2007

Heute habe ich zum ersten mal den Film Clerks von Kevin Smith gesehen und mich köstlich amüsiert. Besonders gut sind die bildungsorientierten Zwischentitel, für die ich zweimal sogar zu leo.org greifen musste.

Kevin Smith versteht es wunderbar mit den Erwartungen der Zuschauer zu spielen. So hatte ich schon erwartet, dass der alte Mann auf der Toilette dort noch verblieben war, aber dann gab es ja gleich eine doppelte Wende, die nun wirklich nicht erwartbar war.

Ganz großes Kino!

Schwarze Schafe

Monday, December 3rd, 2007

Da ich gestern auf den üblichen sonntäglichen Videoabend verzichten musste, habe ich stattdessen mal das E-Werk-Kino in Erlangen besucht und dort den Berlinfilm Schwarze Schafe gesehen. Der Film ist in Ansätzen ganz interessant, besonders den Zeitraffer und das Spiel mit Schwarzweiß und Farbe fand ich vielversprechend, aber so richtig gefallen hat er mir nicht. Eigentlich war ich sogar enttäuscht. Das liegt wohl vor allem am Drehbuch: Fehlende Pointen werden durch überflüssige Entgleisungen kompensiert. Fäkales, Anales und Abgeschmacktes passen vielleicht in einen Film wie Trainspotting oder ein Theaterstück wie Shopping and Fucking, aber nicht in einen Film, der als Komödie und Berlin-Hommage angelegt ist. Als Berliner merkt man übrigens deutlich, wie ahnungslos die Filmemacher von Berlin sind. Dafür kann man sich als Kenner der Stadt die Zeit damit vertreiben, die Orte zu erraten, wo sich die Szene gerade abspielt. Ich denke mal, ein echter Berliner Filmemacher wie Christoph Miera hätte das besser hinbekommen – vor allem mit den Schauspielern.

Prestige und Simpsons

Saturday, December 1st, 2007

Endlich habe ich den Film The Prestige gesehen und ich war – wie ein paar Leute vorhergesehen haben – ziemlich begeistert. Der Film hat mir natürlich vor allem aufgrund der nicht-linearen Erzählstruktur gefallen, die wir ja von Christopher Nolan schon aus Memento kennen (kürzlich habe ich übrigens die Kurzgeschichte Memento Mori gelesen, auf der der Film Memento beruht).

Die Geschichte ist etwas seltsam, aber sehr gut erzählt und enthält bis zum Schluss noch Überraschungen, die den Zuschauer verblüffen. Der Regisseur arbeitet sehr schön mit dem, was der Zuschauer sehen bzw. nicht sehen kann. Der Film ist eben wirklich als Film gut. Überrascht hat mich David Bowie in der Rolle des Nikola Tesla, denn er sieht doch sehr un-bowie-mäßig aus. Auch der Soundtrack, an dem Hans Zimmer mitgewirkt hat, ist hörenswert.

Hans Zimmer zeichnet ja auch für die Musik von Die Simpsons – Der Film verantwortlich. Auch da ist die Musik sehr gut, aber sonst hat mir dieser Film weniger gefallen. Er ist doch nicht mehr als eine lange Simpsons-Folge, und das ist dann doch zu wenig. Der Simpsons-Film ist nicht schlecht, aber eben auch nicht wirklich herausragend – trotz des Soundtracks!

Erst mal sollte man also The Prestige sehen und später dann vielleicht noch den Simpsons-Film.