(Un-) Ruhe

Zur Zeit beherrscht die Männer-Fußball-EM alle Terminpläne, was mir – wenn Deutschland spielt – ruhige Abende verschafft. Neulich war ich in einem Restaurant beinahe der einzige Gast (mit dem anderen war ich verabredet), weil alle Welt beim privaten oder öffentlichen Fußballschauen war. Allerdings kann man auch als Fußballverweigerer in solchen Situationen genau verfolgen, wie das Spiel abläuft, denn bei jedem Tor für Deutschland sind die Jubelrufe nicht zu überhören, und sogar bei gegnerischen Toren hört man entsprechende Reaktionen. Ansonsten herrscht angespannte Ruhe. Bestenfalls hört man noch aus einem offenen Fenster die sonore Stimme des Kommentators Béla Réthy (nur echt mit Zungenspitzen-R); nicht mal Autos fahren auf der Straße!

Mit der angespannten EM-Ruhe ist es natürlich nach dem Spiel vorbei. Dann übernehmen die Autokorsi das Regiment. Nach deutschen Siegen kann die Unruhe dann sehr lange andauern. Oft helfen da nicht einmal Ohrenstöpsel.

One Response to “(Un-) Ruhe”

  1. gerd says:

    Da ich in meiner Kindheit bereits Fussballkreismeister war und “einwenig” Fussballkenntnise habe, schaue ich mir die Länderspielturniere an, während ich Bundesligaspiele nicht mehr verfolge.

    Mir gefallen die Emotionen der Menschen in den Stadien und oftmals gleitet mein Blick nicht auf das Fussballfeld sondern auf die Reaktionen der Zuschauer in den Rängen. Ich kenne aber durchaus viele Menschen, die genauso wie Du überhaupt kein Interesse an diesem Geschehen haben.

Leave a Reply