Lange Museumsnacht

Brandburg Gate Engraving

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war in Berlin wieder mal eine Lange Nacht der Museen. Diesmal schaffte ich es endlich (nachdem ich das schon 10 Jahre geplant hatte), ins Märkische Museum zu gehen. Das ist das Museum für Berliner Stadtgeschichte. Die Ausstellung zu den wichtigen Straßenzügen (Stalinallee, Nollendorfplatz usw.) ist sehr interessant, weil Architektur, Kunst, Historisches miteinander verwoben werden. Wissenschaftlich mag ich so einen Kultur-Mix ja nicht so gern, aber für ein Museum ist das sehr gut geeignet, weil es für den Betrachter einfach sehr abwechslungsreich ist und neue Sichtweisen eröffnet. Die Führung auf den Spuren des weltreisenden Alexander von Humboldt hat mir sehr gefallen. Da Alexander von Humboldt ja sozusagen die Leitfigur dieser Museumsnacht war, hatte ich es darauf angelegt, diese Führung mitzumachen, und bin nicht enttäuscht worden. Dafür spielte die im Museum auftretende Band etwas sehr laut. Das Besondere an den Museumsnächten ist ja immer, dass an vielen Standorten Musik, Speisen und Getränke angeboten werden. Die Veranstalter sollten aber nicht vergessen, dass ein Museum eben ein Museum ist, wo sich die Leute vor allem eben auf das museale konzentrieren wollen.

Vom Märkischen Museum ging es dann nach Charlottenburg, wo wir uns das Bröhan-Museum ansahen. Das Jugendstil-Museum wird einem allerdings schnell langweilig, wenn man kein großer Fan von Vasen und Keramik ist. Dass zum Beispiel praktisch keine Architektur vorkommt, finde ich sehr schade. Gegenüber im Stülerbau ist jetzt die Sammlung Scharf-Gerstenberg, die ich sehr empfehlen kann. Dort konnte man in der Langen Nacht sogar selbst künstlerisch tätig werden. So fertigte ich (auf Styropor) einen Stich vom Brandenburger Tor an, der hier auch abgebildet ist. Außerdem versuchte ich mich (weniger erfolgreich) an Abklatsch und Frottage. Besonders interessant war es, im Anschluss an die praktischen Übungen eine Führung mitzumachen, in der die Techniken anhand der Werke alter und neuerer Meister vorgestellt wurden.

Danach besichtigte unsere kleine Gruppe noch das nahe gelegene und daher nahe liegende Schloss Charlottenburg, und schon war es fast zwei. Die Lange Nacht ist also eigentlich gar nicht so lang!

3 Responses to “Lange Museumsnacht”

  1. alech says:

    Ich nehme mal an, Du meinst Jugendstil, nicht Jugenstil ;-) Schönen Gruß aus der Jugendstil-Stadt Darmstadt … alech

  2. maha says:

    @alech: ja, korrigiert, Darmstadt lohnt natürlich für Fans von Jugendstil-Architektur :-)

  3. Gerd says:

    Hy Martin !

    Wiedermal lange Museumsnacht in Berlin; das klingt gut. Da müßte ich auch mal hin…

    —-
    Übrigens bin ich immer noch seit November 2009 dauerhaft auf der deutschen Wikipedia (in den anderssprachigen Wikis kann ich weiterhin schreiben) gesperrt, weil ich Benedikt XVI. für schwul halte und dieses Thema auf der Diskussionsseite zum Papst mir erlaubt hatte, mehrmals aufzugreifen.

    Als IP werde ich jetzt jedesmal durch 6 Stunden Sperren des Netzwerk-IP-Bereiches gesperrt; da ich keine Lust habe mir einen Proxy zuzulegen, zeigt dies mir wie “unfrei” die Wikipedia in Wahrheit ist, wenn nicht einmal zum Papst dessen sexuelle Orientierung diskutiert werden darf.

    Mittlerweile ist die Adminstratorenmannschaft auf der Wikipedia von religiösen Autoren wie Irmgard, jergen, GregorHelms, Bene16 und homophoben Autoren wie stefan64, Diskriminierung, Atlan da Gonzola, usw. durchseucht. Das Projekt ist nach meiner Meinung gescheitert, da über die Jahre dort ein Vernetzungsklüngel religiöser und homophober Autoren sich festgesetzt hat. Die Gruppe der LGBT Autoren ist minimal und hat sich im Laufe der Jahre verkleinert, während unsere “verblendeten rechtsorientierten” Sendungschristen weiterhin schreiben.

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