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Berlin ist eine Sommerstadt, denn nur im Sommer entfaltet sie mit ihrem vielen Grün ihren gesamten Zauber. Den Tag begann ich mit einem entspannten Brunch bei Chris und Jan, um dann nachmittags etwas spazieren zu gehen. Eigentlich war ja Wetter für das Strandbad Wannsee, aber da sich der Brunch länger hingezogen hat, konnte ich mich nicht mehr aufraffen.
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Dafür bin ich dann etwas spazieren gegangen. An diesem Sonntag war ja eine Kundgebung zum Autofreien Sonntag auf der Straße des 17. Juni und rund um das Brandenburger Tor. Bei der Gelegenheit stattete ich natürlich auch dem neuen Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen einen Besuch ab, das in der letzten Woche eröffnet worden war. Das Denkmal mit seiner Videoinstallation (in einem kleinen Fenster an der Seite) gefällt mir sehr gut, weil es eine Verbindung schafft zwischen schwer verdaulicher Erinnerungsarchitektur (Steinblock) und der heutigen Zeit (Videoinstallation). Es ist auch ein ziemlicher Publikumsmagnet. Jedenfalls war es kaum möglich, das Fenster mit der Videoinstallation zu fotografieren, ohne dass sich andere Betrachter darin spiegelten.
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Unweit des Denkmals protestierte jemand im Rahmen der Kundgebung gegen Schwule. Ich habe das gleich mal fotografisch festgehalten, weil ich es an dieser Stelle unerhört fand und sich der abgelichtete Demonstrationsteilnehmer wohl kaum auf das Recht am eigenen Bild berufen kann, schon gar nicht im Rahmen einer öffentlichen Demonstration. Angesichts des Denkmals macht ein solcher Anti-Schwulen-Protest schon ziemlich sprachlos.
Am Abend aß ich mit Leuten vom Chaos Computer Club Berlin noch ein paar leckere Pizzastücke in der Foccaceria in der Fehrbelliner Straße 24 – nicht billig, aber sehr empfehlenswert! Hier an einem lauschigen Sommerabend bei Pizza und italienischem Wein zu sitzen, lässt sich sehr mediterran an. Anschließend sahen wir noch gemeinsam The Big Lebowski, der doch sehr zur entspannten Großstadtsommeratmosphäre passte.