Archive for the ‘Berlin’ Category

re:publica – Tag 2 & 3

Saturday, April 5th, 2008

Vom Programm des zweiten re:publica-Tages habe ich nicht soviel mitbekommen, weil ich mich überwiegend mit Leuten unterhalten haben, wozu eine solche Veranstaltung ja da ist, denn endlich sieht man mal die Gesichter, die hinter den Blogs stecken, die man so liest. Das ist sehr spannend! Höhepunkt des Tages war dann Verenas Vortrag über emergente Intelligenz, den ich sehr stimulierend fand – auch wenn die Diskussion danach etwas ins Metaphysische abglitt.

Am dritten Tag gab ich mir dann fast die gesamte Subkonferenz der Hard Bloggin’ Scientists. Das gelegentliche Professorenbashing fand ich zwar etwas unwissenschaftlich, aber ich konnte doch eine Menge lernen. Danach folgte dann nur noch die Abschlussveranstaltung und free beer, das aber knapp und eher mittelmäßig im Geschmack war.

Insgesamt hat mir die re:publica 08 vor allem wegen der netten persönlichen Kontakte gefallen. Da kommt man gern wieder!

Re:publica – Tag 1

Thursday, April 3rd, 2008

Heute war der erste Tag der re:publica 08. Die Eröffnungsveranstaltung hatte ich wegen der Schlange vorm Eingang (im Regen!) verpasst. :-) Dann kam gleich die Keynote über Nützliches Vergessen von Viktor Mayer-Schönberger, die ich nicht besonders gut fand, denn ich halte die Forderung, das Internet müsse vergessen für weltfremd und unpraktikabel. Wer so etwas fordert, lebt in der Tat noch im Web 1.0, denn wenn alle User vernetzt sind und das Netz dezentral ist, kann man nicht auf Vergessen setzen, weil man nie weiß, wer was gespeichert hat. Es müssen andere Wege gefunden werden, und vor allem kann man keine Forderungen an eine zentrale Instanz stellen, denn das Netz funktioniert so einfach nicht.

Die Zukunft der sozialen Netze fand ich zwar unterhaltsam, was besonders an Tim Pritlove lag, der versuchte, die Podiumsdiskussion noch irgendwie zu retten, aber das Panel war viel zu groß, und es kam keine substanzielle Information rüber. Der Vertreter von StudiVZ kam ständig argumentativ ins Schwimmen und der von MySpace dreschte nur PR-Phrasen. Unerträglich! Mir wurde schlagartig klar, dass Twitter, das natürlich kein soziales Netzwerk ist, die sozialen Netzwerke vernetzen und wahrscheinlich beerben wird. So trug ich wenigstens eine Erkenntnis davon.

Dem entsprechend war natürlich der kleine Workshop-Raum für den Vortrag über die Twitterwelt zu klein. Der Vortrag war interessant und noch interessanter die Publikumsreaktionen; vor allem war zu beobachten, dass Twitter selbst von neophilen Menschen noch unterschätzt wird.

Erwartungsgemäß unterhaltsam fiel die Web Side Story aus, deren Aufzeichnung ich jedem empfehlen kann: eine gelungene Satire auf das Web 2.0 und seine Nutzer! Markus Beckedahls Vortrag über die digitale Gesellschaft brachte wenig Neues. Tim Pritloves Live-Podcast mit Peter Glaser war unterhaltsam; ich bedauere jedoch, dass das Publikum nicht einbezogen wurde. Das wäre doch die Herausforderung gewesen!

Der Vortrag über Porno2.0 von Torsten Kleinz war für mich auch recht interessant, weil Hetero-Pr0n für mich bisher eine völlig unbekannte Welt war, zumal Torsten einen gefällig trockenen Vortragsstil hat.

Ich ließ mich dann noch per Mikro.fm in die Zeit der Piratensender zurückversetzen, die ebenfalls eine 2.0-Phase erreichen: Sendungen werden per Internet verteilt und dann von verschiedenen Nahsendern ausgestrahlt (dank Vernetzung über eine große Fläche hinweg). Das war schon sehr spannend! Danach war ich noch mit ein paar Extrembloggern in einem Slow Food-Fastfood-Restaurant an der Tram-Haltestelle Zionskirchplatz.

Frühstück im Hardenberg

Monday, March 31st, 2008

Italian Breakfast at Café Hardenberg

Der Nichtraucherschutz macht es möglich, Cafés neu zu entdecken, die ich in den vergangenen Jahren wegen Zigarettenrauchs gemieden habe, wie zum Beispiel das Café Hardenberg, wo ich wahrscheinlich schon seit 10 Jahren nicht mehr war. Heute frühstückte ich dort mit einer langjährigen Freundin, mit der ich mich zum Computerkauf am Ernst-Reuter-Platz verabredet hatte.

Nach einem ausgiebigen italienischen Frühstück, das sicher kein Italiener zum Frühstück, sondern eher zum Abendessen vertilgen würde, kauften wir dann ein Apple MacBook Pro, das „Rechts-Unten-Modell“ von Apple. Wir haben dann noch den ganzen Nachmittag damit verbracht, das Gerät auszutesten, Software zu installieren usw. – nicht ohne den fahlen Schein des Neids meinerseits. Spätestens im Sommer werde ich dann aber meine Computerausstattung auch aufrüsten.


re:publica08

Sunday, March 16th, 2008

re:publica08-Logo
Gerade habe ich mich für die re:publica08 angemeldet. Wollte ich nur mal sagen, weil man da ja die eine oder den anderen Blogger treffen wird. Ich bin schon sehr gespannt!

Österreich in der Bergmannstraße

Wednesday, March 5th, 2008

Schon vor ein paar Wochen hatte ich im Kaffeehaus Felix Austria in der Bergmannstraße 26 das Vergnügen, Marillenknödel zu essen und Melange zu trinken. Heute probierte ich das nahe gelegene Restaurant Austria (Bergmannstr. 30, direkt gegenüber der Passionskirche) am Marheinekeplatz.

Man sollte das Lokal frühzeitig besuchen oder reservieren. Ich entschied mich für die erste Variante: Als wir das Lokal betraten, sahen wir auf allen Tischen „Reserviert“-Schilder, obwohl das ganze Lokal (noch) leer war. Wir bekamen dann aber einen Platz zugewiesen. Ähnlich erging es allen weiteren Gästen, die offenbar samt und sonders nicht reserviert hatten, aber einen Platz zugewiesen bekamen. Offenbar dienten die Reservierungsschilder dazu, den Publikumsverkehr etwas zu kanalisieren – wie passend für ein österreichisches Lokal bei den Preußen!

Schau war auch der berlinernde Schani, der uns bediente und durchaus ins österreichische Ambiente passte (es gab auch eine wienernde Serviererin). Loben muss ich allerdings vor allem das leckere dunkle Kapsreiter Landbier aus Schärding und natürlich das Essen: Das Wiener Schnitzel war sehr lecker und auch mit großem Hunger nicht aufzuessen. Der Erdäpfelsalat wirkte hingegen nicht eher norddeutsch (Mayonnaise!), schmeckte mir aber trotzdem. Auch der Semmelknödel, von dem ich kostete, war sehr lecker. Da ich anschließend recht satt war, reichte es nur noch für einen kleinen Schwarzen, der auch recht kräftig war.

Das Austria ist zwar kein billiges, aber durchaus ein gutes Restaurant – vor allem für die Freunde der österreichischen Küche.

Guggenheim: Wahrer Norden

Monday, March 3rd, 2008

Dass montags Guggenheimtag ist, dürfte den Lesern meines Blogs nicht unbekannt sein: Montags hat man nämlich in der Deutschen Guggenheim in Berlin freien Eintritt, und da man ja nicht weiß, ob einen die modernen Kunstwerke in zweieinhalb Räumen wirklich gefallen, empfiehlt es sich das Risiko eines Besuchs nur montags einzugehen, damit sich zu einem ästhetischen Trauma nicht auch noch finanzieller Verlust gesellt. Auch die Ausstellung True North, die zur Zeit gezeigt wird, ist recht übersichtlich: Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es gerade mal sieben Werke. Gefallen hat mir davon eigentlich nur Nu*tka* von Stan Douglas, benannt nach dem Land der Nutka oder Nuu-chah-nulth. Die Idee, einen Film zeitweise in gleichzeitig seh- und hörbare Teilfilme aufzuteilen, fand ich sehr passend.

Auch die Deutsche Guggenheim hat inzwischen erkannt, dass es nur am Montag so richtig voll ist, und eine Kampagne unter dem Motto I Like Mondays gestartet: Kunstgeschichtsstudenten helfen den Zuschauern bei der Auseinandersetzung mit den Werken. Leider waren die heutigen Kunstgeschichtler mehr mit sich selbst als mit dem übrigen Publikum beschäftigt.

Brücke-Museum

Monday, March 3rd, 2008

Das Brücke-Museum Berlin stellt schon besondere Anforderungen an die Anreise. Es befindet sich nämlich am Rande des Grunewaldes an der Seitenstraße einer Seitenstraße einer Seitenstraße der Clayallee. Am besten reist man gleich selbstfahrend an, denn das Umsteigen zwischen U-Bahn und Buslinie 115 erweist sich wegen der knappen Zeiten und langen Wege am U-Bahnhof Fehrbelliner Platz als nicht gerade leichtes Unterfangen.

Das Museum liegt natürlich nicht ganz zufällig mitten in der Natur und ist ein Sechziger-Jahre-Flachbau im Bauhausstil des Architekten Werner Düttmann, der auch die Akademie der Künste (Berlin) entwarf. Leider kommt der architektonische Grundgedanke nicht mehr so gut zum Tragen, weil aus konservatorischen Gründen die meisten Fenster verhängt wurden. Es ist aber erstaunlich, wie modern die Flachbau-Architektur der Sechziger noch heute wirkt.

Die Ausstellungen des Museums wechseln ständig. Gezeigt werden vor allem die Werke des Künstlerkreises Die Brücke, zur Zeit Pastellmalerei von Karl Schmidt-Rottluff unter dem etwas irrigen Titel Extase, Rhythmus, Stille. Leider überwiegt das Spätwerk, in dem sich der Künstler bisweilen wiederholt und das nicht den gleichen Eindruck hinterlässt wie das Frühwerk. Einzig das Bild Drei rote Häuser, das sich an ein gleichnamiges Bild von Erich Heckel anlehnt, ragte aus dem Spätwerk heraus. Die frühen Pastell-Werke (zum Beispiel die lesende Frau oder die Postkarten) hinterließen auf mich einen tieferen Eindruck – und natürlich die wenigen Ölgemälde, die zum Vergleich mit der Pastellmalerei zu sehen waren.

Die nächste Ausstellung, die ab Mai Ernst Ludwig Kirchner gewidmet sein wird, verspricht, interessanter zu werden. Ich werde mich also bei besserem Wetter auf mein Fahrrad schwingen und noch einmal ins Brücke-Museum fahren.

58. Berlinale

Tuesday, February 12th, 2008

Einer meiner Lieblingspodcasts hr2 Der Tag berichtete unter dem Titel: „Brutalstmögliche Aufklärung“ darüber, dass bei der diesjährigen Berlinale die Sparte Dokumentarfilm eine besondere Rolle spielt. Daher wundert es nicht, dass auch ich in einen Dokumentarfilm geriet, zumal ich ja die Berlinale immer nur in Auswahl besuche – möglichst wenn sich andere um die Karten kümmern, denn mir ist der Trubel immer zu anstrengend.

Ich war also gestern Abend in der Premiere von East/West – Sex & Politics, einem Dokumentarfilm von Jochen Hick (im Gespräch bei dradio) über die Moskauer Schwulenszene und den Московский Гей-Прайд, die verbotene Demonstration in Moskau.

Der Film war vielleicht nicht so beeindruckend wie Jochen Hicks Ich kenn keinen – Allein unter Heteros, aber doch sehr interessant, weil er außergewöhnliche Eindrücke in aktuelle russische und Moskauer Befindlichkeiten ermöglichte, obwohl man die Angriffe auf Volker Beck nun schon oft genug gesehen hatte (sogar ich, der ich gar keinen Fernseher besitze). Berichtet wurde unter anderem über das Treffen der Bürgermeister europäischer Hauptstädte, auf dem der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë den Moskauer Bürgermeister öffentlich auf die Verbote angesprochen, Klaus Wowereit jedoch geschwiegen habe, :-( wie Jochen Hick im Anschluss an den Film berichtete. Das Schöne an der Berlinale ist ja, dass man gleich mit den Filmemachern sprechen kann. Im Film wird viel russisch gesprochen, was aber dank der Untertitel gar nicht so schwer zu verstehen ist (trotz meiner eingerosteten Kenntnisse).

Lange Nacht der Museen in Berlin

Sunday, January 27th, 2008

Art Installation on Kulturforum

Gestern fand in Berlin die 202 Lange Nacht der Museen statt. Ich habe ja insgesamt höchstens 2 – 3 der „langen Nächte“ verpasst und auch diesmal war ich dabei. Das Besondere war, dass die Lange Nacht unter einem Thema stand, nämlich: As Time Goes By…

  1. Los ging es diesmal mit fh auf der Museumsinsel: Eigentlich wollten wir ja ins Bode-Museum, das aber (wie das Pergamonmuseum an der Langen Nacht diesmal nicht teilnahm. :-( Wir besuchten also das Alte Museum und dort zunächst die Kameen-Ausstellung Mythos und Macht. Die Ausstellung ist klein aber fein. In einem ziemlich kleinen Raum werden sehr schöne kleine Schmuckreliefs aus sehr alter Zeit gezeigt und zudem die Entwicklung der Kameen bis ins 19. Jahrhundert. Es ist spannend, die Nachwirkungen der Antike bis in die Neuzeit zu verfolgen.
  2. Die nächste Station befindet sich auch im Alten Museum, nämlich das Ägyptische Museum. Ich wollte schließlich die Nofretete mal an ihrem neuen Platz sehen. Schade ist, dass das monumentale Kalbscha-Tor vorerst nicht zu sehen ist. Es wird erst wieder im erweiterten Pergamonmuseum zu sehen sein.
  3. Da sich fh seit einiger Zeit für die Berliner Historiale engagiert, entschlossen wir uns, ins nahe gelegene Deutsche Historische Museum zu gehen und uns mal mit dem 19. Jahrhundert näher auseinanderzusetzen. Das passte ja auch zum Thema des 24. Chaos Communication Congress, der ganz im Zeichen des Steampunk stand. Wir machten dann gleich eine Führung über die Deutsche Revolution 1848/49 und die Industrielle Revolution. Diese Kurzführung gefiel mir so gut, dass ich gleich noch zwei weitere Kurzführung zu „Epochen- und Zeitenwenden“ besucht habe (Westfälischer Friede bis zur Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten und „Vom Ende des Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs“), sowie die Führung zur „Geschichte der Beschleunigung“. Ich hätte mich sicher noch länger dort aufhalten können und noch weitere Führungen machen können, aber der Sinn einer solchen Nacht ist es ja, verschiedene Museen zu besuchen. Das DHM hatte sich aber viel Mühe gegeben, mich zum Bleiben zu animieren: Auch die Gesangsbeiträge im Schlüterhof fand ich sehr passend.
  4. Die nächste Station war das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin auf dem Kulturforum Berlin. Die Ausstellung Disegno! – Der Zeichner im Bild war auch „sehr übersichtlich“, aber dank einer guten Führung sehr interessant. Wenn man die Ausstellung an einem normalen Tag ohne Führung besucht, wirkt sie wohl gar nicht, sofern man nicht Kupferstich-Experte ist. Eindrucksvoll war auch die Installation auf dem Museumsvorplatz, die ich hier abgelichtet habe: ein Beamer projizierte Wörter zum Thema Zeit auf die Passanten und den Boden.
  5. Danach begab ich mich in die unweit gelegene Neue Nationalgalerie zu einer Führung über Die aufregende Kunst des 20. Jahrhunderts. Leider war der Museumsführer nicht mehr so richtig fit – ich allerdings auch nicht! Fünf Museen in sieben Stunden fordert den Besucher schon sehr!

Die Lange Nacht (die ja gar nicht so lang ist, da sie nur bis 2 Uhr dauert) ist zwar anstrengend, aber immer erlebnisreich wegen der vielen Sonderveranstaltungen, die von Führungen über Filmvorführungen bis zu Musikveranstaltungen reichen. Im Sommer – am letzten Augustwochenende – bin ich sicher wieder dabei!

Radiohörverhalten

Sunday, January 20th, 2008

Dank ISDN verfüge ich über eine Reihe von MSNs: Ruft jemand ohne Rufnummernübertragung auf meiner öffentlichen Nummer an, so beantworte ich den Anruf nicht, um mir so alle Werbe- und Anpreiseanrufe vom Halse zu halten. Die meisten meiner Anrufer (Freunde, Familie) lassen ja die Rufnummer übertragen. Für diejenigen, die es einfach nicht lassen können, ihre Rufnummer zu unterdrücken, habe ich spezielle Rufnummern, bei denen sonst niemand anruft. Auf einer solchen Telefonnummer bekam ich neulich doch einen unerwünschten Anruf: Man wollte mich über meine Radiogewohnheiten befragen, und da mich diese Frage selbst interessierte, hab ich ausnahmsweise zugestimmt und wurde in eine sehr langwierige Befragung verwickelt.

Bei der ersten Frage wurde ich gefragt, welche Radiosender ich kenne. Dass der Hessische Rundfunk nicht auf der Liste der Befragerin war, konnte ich ja noch einsehen, weil die Befragung sich auf Berlin bezog. Offensichtlich ging es nicht um Podcasts, sondern um terrestrisches Radio. Als ich dann aber Deutschlandradio Kultur nannte, war die Befragerin wieder überfordert und fragte schließlich, ob ich „Deutschlandradio Berlin“ meine. Ich musste sie dann darüber aufklären, dass der Sender schon seit März 2002 nicht mehr so heißt, sondern eben „Deutschlandradio Kultur“. Die Befragerin verteidigte sich damit, dass die Umfrage ganz neu sei (2008!), was doch ziemlich erstaunlich ist. Und es ging munter weiter: Auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) war nicht auf der Liste der Radiosender, obwohl er schon seit dem 1. Mai 2003 existiert. Ich fand dann heraus, dass die Befragerin zwar nach Sendern gefragt hatte, aber Programme meinte, denn Fritz und Kulturradio fanden sich auf ihrer Liste.

Der weitere Verlauf der Befragung zeigte dann, dass ich irgendwie gar nicht zur Zielgruppe der Befragung gehöre, denn die Musik, die mir gefällt (Klassische Musik, Jazz, Elektronische Musik), wurde gar nicht thematisiert. Es wurden mir lediglich Popmusik-Ausschnitte vorgespielt und ich sollte sagen, was mir am besten gefällt, und eigentlich gefiel mir gar nichts. Es wurde zwar nach „alter Musik“ gefragt, aber aus dem Kontext war erkenntlich, dass es sich um ältere Popmusik handelte. Die Befragerin fiel aus allen Wolken, als ich ihr erklärte, dass Alte Musik für mich – wie wohl für viele Menschen – die Musik vor 1750 ist.

Vielleicht klinge ich etwas oberlehrerhaft, aber diese Umfrage ist einfach schlecht vorbereitet. Leider habe ich nicht herausfinden können, wer dahinter steht. Erschreckend ist auch, dass moderne Distributionsformen überhaupt keine Rolle spielten, obwohl ich sicher bin, dass Radio-Angebote im Internet schon jetzt einen erheblichen Anteil haben.