Archive for the ‘Berlin’ Category

Besuch auf der Museumsinsel

Saturday, January 19th, 2008

Old National Gallery

Gestern war ich mit Flosch auf bzw. an der Museumsinsel unterwegs. Zunächst waren wir im Deutschen Historischen Museum, wo es drei sehr interessante Sonderausstellungen gibt:

  • die Karl-May-Ausstellung, die interessante Einblicke in die Exotik-Begeisterung der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zeigt. Ich fand das sehr interessant, weil es mir vor Augen geführt hat, woher die empirische Sprachwissenschaft ihre Inspiration gewonnen hat.
  • Noch interessanter ist jedoch die Ausstellung Eye on Time mit Fotos von Michael Ruetz. Die Zeit so zu betrachten, ist sehr spannend. Beinahe hätte ich mir den Katalog gekauft. Leider sind die Fotos aber nicht spektakulär genug. Da gibt es einen schöneren Zeitraffer vom Potsdamer Platz, den ich leider in den Weiten des Internets nicht wiederfinde. :-(
  • Die dritte Sonderausstellung, über die Portugiesische Expansion unter dem TitelNovos Mundos hat mich vor allem wegen eines Aspekts interessiert: die Geschichte der Kartografierung der Welt. Die alten Karten und Globen sind wirklich sehr spannend!

Nach dem Besuch im Pei-Bau und im Zeughaus besuchten wir die Tadschikische Teestube im Palais am Festungsgraben und spazierten noch etwas über die Museumsinsel, wo ich ein paar Fotos schoss vom abendlichen Spreeathen.

Es ist immer gut, in Berlin mal Besuch zu bekommen, um die Stadt zu erkunden und auf Fotosafari zu gehen.

Schwarze Schafe

Monday, December 3rd, 2007

Da ich gestern auf den üblichen sonntäglichen Videoabend verzichten musste, habe ich stattdessen mal das E-Werk-Kino in Erlangen besucht und dort den Berlinfilm Schwarze Schafe gesehen. Der Film ist in Ansätzen ganz interessant, besonders den Zeitraffer und das Spiel mit Schwarzweiß und Farbe fand ich vielversprechend, aber so richtig gefallen hat er mir nicht. Eigentlich war ich sogar enttäuscht. Das liegt wohl vor allem am Drehbuch: Fehlende Pointen werden durch überflüssige Entgleisungen kompensiert. Fäkales, Anales und Abgeschmacktes passen vielleicht in einen Film wie Trainspotting oder ein Theaterstück wie Shopping and Fucking, aber nicht in einen Film, der als Komödie und Berlin-Hommage angelegt ist. Als Berliner merkt man übrigens deutlich, wie ahnungslos die Filmemacher von Berlin sind. Dafür kann man sich als Kenner der Stadt die Zeit damit vertreiben, die Orte zu erraten, wo sich die Szene gerade abspielt. Ich denke mal, ein echter Berliner Filmemacher wie Christoph Miera hätte das besser hinbekommen – vor allem mit den Schauspielern.

Meine erste Filmrolle

Monday, November 26th, 2007

Manchmal werde ich gefragt, was ich an Berlin so toll finde, dass ich dort gar nicht wegziehen will. Ein wichtiger Grund ist der kulturell-kreative Nährboden, der immer wieder für Überraschungen sorgt. So fragte mich neulich ein befreundeter Filmemacher, ob ich in seinem neuen Kurzfilm „Das Andere“ eine Mini-Rolle übernehmen wolle. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Der Auftritt ist nur wenige Sekunden lang: mein Text beschränkt sich auf den denkwürdigen Satz: „Das war ja mal wieder nichts, sechs!“ Aber ein durchgeknallter Lehrer ist auch schon mit wenigen Sekunden eine Traumrolle. :-) Jetzt wünsche ich dem Regisseur alles Gute, dass ihm der sicher sehr lustige Film die Aufnahme an eine Filmhochschule verschafft. Dann wird er sicher noch berühmt! Sein letzter Kurzfilm „Fremdkörper” war auch schon eine stattliche Leistung.

Für mich war die Filmerfahrung recht interessant. Ich glaube aber, dass Filmproduktion auf die Dauer nichts für mich wäre. Ich finde, es dauert einfach viel zu lang, ein paar Sekunden Film in den Kasten zu bekommen. Wir haben fast zwei Stunden für nicht mal zehn Sekunden gebraucht. Bei einer größeren Produktion ist es wahrscheinlich die Hauptaufgabe der Mitwirkenden zu warten. Da helfen ein gutes Buch und/oder ein iPod.

An diesem Wochenende habe ich auch eine neue Band entdeckt, die chillige Elektromusik mit Gesang macht, nämlich: Everything but the Girl. Sehr zu empfehlen ist ihr Album Like the Deserts Miss the Rain, das mir am Wochenende unterkam – das Richtige für Winterabende am heimischen Lagerfeuer!

Eugène Atget & Roswitha Hecke

Sunday, November 11th, 2007

Heute habe ich mir zwei Foto-Ausstellungen im Martin-Gropius-Bau angesehen. Zuerst die Retrospektive des fotografischen Werks von Eugène Atget mit ganz vielen Fotos über das alte Paris, was mir besonders viel Spaß gemacht hat, da ich zur Zeit Paris im 20. Jahrhundert von Jules Verne lese, das ja gerade unter dem Eindruck der Neugestaltung von Paris im 19. Jahrhundert (unter Georges-Eugène Haussmann) geschrieben wurde. Aus dem gleichen Grund fotografiert Atget das alte Paris. Die Fotos sind beeindruckend und so zahlreich, dass man sich viel Zeit nehmen muss für die Ausstellung, wenn man sich die Details auf den Bildern ansehen will. Besonders lohnend sind die fotografierten Werbeaufschriften. So wirbt eine Apotheke auf dem Foto Ecrivain publique (1899) für Kola-Koka.

Die zweite Ausstellung, die ich besucht habe, war auch sehr interessant: unter dem Titel Secret Views sind Fotografien von Roswitha Hecke zu sehen. Die Fotos haben mir sehr gut gefallen (besonders die Ruhrgebietsfotos). Die gezeigte Film-Dokumentation kann man sich allerdings sparen, da sie merkwürdig informationsarm ist.

Beide Ausstellungen möchte ich nachdrücklich empfehlen. Sie sind im Martin-Gropius-Bau noch bis Januar zu sehen.

Meier & Chaosradio Express

Tuesday, October 16th, 2007

Am Sonntag habe ich die deutsche Komödie Meier von Peter Timm gesehen. Der Film von 1986 spielt im geteilten Berlin und zeigt, wie absurd das Leben in der geteilten Stadt war – zumindest aus heutiger Sicht, aber der Film ist ja 1986 gedreht worden, allerdings teilweise in Westberlin. So wird der Hauptgebäude-Neubau der TU Berlin kurzerhand zum Eingangsbereich am Flughafen Berlin-Schönefeld. Die Ähnlichkeit ist verblüffend und zeigt, dass auch der Westen an Geschmacksverirrung gelitten hat. Richtig gut sind die DDR-Mustertapeten. Aber ist spießige Raufasertapete wirklich besser?

Empfohlen wurde mir der Film von Tim Pritlove, der nach mehrmonatiger Pause nun wieder mit Chaosradio-Express angefangen hat – und das gleich richtig intensiv! Das freut mich sehr, zumal die Kürzung der „Muttersendung“ Chaosradio das Bedürfnis nach zusätzlichen Sendungen umso größer macht.

Strandbar an der Spree

Saturday, October 13th, 2007

On the Spree

Sollte es noch ein paar warme Tage im Oktober geben, empfehle ich die Biergartensaison in Berlin mit einem Besuch in einer Strandbar zu beschließen. Meine Entdeckung diesen Herbstes war die Capital Beach Bar direkt gegenüber des Hauptbahnhofs. Da kann man sich im Liegestuhl auch vom Streik für einen Fahrpersonaltarifvertrag schnell mal erholen.

Canon EOS 40D

Saturday, October 13th, 2007

Cacti

Ich habe noch gar nicht über meine neue Kamera berichtet, die ich mir zugelegt habe, nämlich eine Canon EOS 40D (ausführlicher auf Englisch). Dazu habe ich mir dann gleich noch ein Canon-EF-50mm-Objektiv f/1,4USM und ein Canon-EF-Objektiv 24–70mm f/2,8L zugelegt.Ein paar schöne Fotos konnte ich damit schon machen, zum Beispiel im Botanischen Garten Berlin zusammen mit hukl, der sich zugleich mit mir die gleiche Kamera gekauft hat.Es war mein erster Besuch im Botanischen Garten, obwohl ich da ja mal während meiner Zeit an der FU Berlin freien Eintritt hatte und sogar schon auf den Spuren Franz Kafkas über den Fichtenberg spaziert bin – beeindruckt von der Rückseite der Gewächshäuser.Aber zurück zur Kamera: Was ich nun noch lernen muss, ist das Bearbeiten der Dateien im Rohdatenformat, was leider sehr zeitaufwendig ist. Zusätzlichen Speicherplatz habe ich mir auch schon zugelegt. ;-)

Verdi-Requiem

Monday, October 8th, 2007

Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder in der Berliner Philharmonie, aber nicht um die Berliner Philharmoniker zu hören, denn es spielte die Konkurrenz: das Konzerthausorchester Berlin. Zusammen mit dem Philharmonischen Chor, der Berliner Singakademie und Solisten brachte es das Verdi-Requiem zur Aufführung. Es war das erste Mal, dass ich dieses Requiem gehört habe und ich war sehr beeindruckt. Die Musik ist schon gewaltig, besonders im Dies irae. Man hat allerdings bei Giuseppe Verdi weniger den Eindruck eines Klangteppichs wie bei Richard Wagner, der somit moderner wirkt (obwohl die beiden ja Zeitgenossen waren). Dennoch zieht Verdi in seinem Requiem alle Register. Es ist monumentale Musik und sehr hörenswert.

Obwohl ich auf den letzten Drücker eine Karte bekommen hatte und auf einem so genannten Sonderplatz saß, waren der Ausblick und die Akustik fantastisch. Ich hatte das Orchester und den Chor direkt unter mir und konnte alles überblicken. Meine Sitznachbarn waren alle selbst Musiker und so konnte ich auch von ihrem bedeutungsvollen Mienenspiel und den Anmerkungen am Schluss profitieren, die meine Eindrücke bestärkten: Chor und Orchester waren ausgezeichnet, die Solisten weniger. Besonders beim Dies irae wirkte der Bass manchmal leicht unsicher auf mich und schien einmal einen Tick zu schnell zu sein, beim Agnus Dei kamen die Solistinnen mindestens einmal aus dem Takt, was auch meine Nachbarn deutlich bemerkten.

Insgesamt hinterließ das Konzert bei mir einen überwältigenden Eindruck. Ich habe mir auch gleich das Philharmonieprogramm mitgenommen. Ich sollte auf jeden Fall öfter in Konzerte gehen, zumal wenn man wie ich ein so schönes und akustisch gelungenes Konzerthaus wie die Philharmonie fast vor der Haustür hat.

Frühstücken in Berlin

Monday, September 10th, 2007

Ich bin ja nicht so der Frühstücker, deshalb ist mir wohl auch das interessante Blog Frühstücken in Berlin entgangen. Erstaunlicherweise keine ich sogar die meisten der dort aufgeführten Frühstückstempel und habe jetzt sogar noch einen weiteren entdeckt, denn die Bloggerinnen vom Frühstücksblog bisher nicht kannten: das Opernpalais. Für schlappe 12,50 Euro kann man sich nach Herzenslust am Büffet bedienen. Eier, Eierkuchen und Omelette werden sogar im Front Cooking-Verfahren unmittelbar zubereitet und es gibt so viel Kaffee, wie man will und verträgt, was eher viel ist, da der Kaffee ziemlich dünn ist, Blümchenkaffee eben. Sollte man einen Kater haben, hilft da eher der angebotene Rollmops.

Besonders voll war es am Samstag eigentlich nicht. Der einzige ernstzunehmende Nachteil: um 12 Uhr wird das Büffet abgeräumt, um der eindrucksvollen Kuchenauswahl Platz zu machen, die natürlich im Preis nicht inbegriffen ist. Es empfiehlt sich also, früh aufzustehen, was mich wahrscheinlich davon abhalten wird, häufig dort zu frühstücken.

LinuxTag bag

Sunday, June 24th, 2007

Linux-Tag bag

Due to my anger about Flickr’s censorship (which still annoys me), this post comes a bit late. Actually, I wanted to write about the last LinuxTag, which (finally) found its way to Berlin, but I think it’s too late to write a lengthy article about it. So a brief summary this year’s LinuxTag must suffice: the most attractive project for me was OpenStreetMap, whereas FreeBSD had the most attractive people. :-) And enjoy this pic of a LinuxTag bag, which I took inspired by the BoNY photoblog, powered by Jonathan.