<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>maha’s blog &#187; language</title>
	<atom:link href="http://www.maha-online.de/blog/category/language/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.maha-online.de/blog</link>
	<description>What I’m doing and thinking, mostly in German – Martin Haase’s personal weblog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 04 Jan 2012 22:20:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Das Wulff-Interview</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2012/01/04/das-wulff-interview/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2012/01/04/das-wulff-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 22:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[language]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/?p=732</guid>
		<description><![CDATA[Da auf Twitter viele gewünscht haben, dass ich das heutige Interview mit Christian Wulff aus sprachlicher Sicht kommentiere, werde ich hier ein paar kurze Anmerkungen machen. Natürlich ist dabei zu berücksichtigen, dass es sich um ein Interview und nicht um eine Rede handelt. Da bei mehr oder weniger spontanen Interviews der Sprecher nicht sehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p>Da auf Twitter viele gewünscht haben, dass ich das heutige Interview mit Christian Wulff aus sprachlicher Sicht kommentiere, werde ich hier ein paar kurze Anmerkungen machen. Natürlich ist dabei zu berücksichtigen, dass es sich um ein Interview und nicht um eine Rede handelt. Da bei mehr oder weniger spontanen Interviews der Sprecher nicht sehr kontrolliert spricht, wäre vielleicht ein Psychologe gefragt, die Formulierungen zu kommentieren.</p>
<h3>Wulffs Ich</h3>
<p>Im Interview geht es um Wulff selbst, also ist zu erwarten, dass er häufig das Pronomen <em>ich</em> verwendet. Doch oft (in über einem Drittel der Fälle) spricht er von <em>man</em> anstelle von <em>ich</em>:</p>
<blockquote><p>Vielleicht muss man die Situation auch menschlich verstehen, wenn man im Ausland ist, in vier Ländern in fünf Tagen und zehn Termine am Tag hat und erfährt, dass Dinge während dieser Zeit in Deutschland veröffentlicht werden sollen, wo man mit Unwahrheit in Verbindung gebracht wird. Wo man also Vertrauensverlust erleidet, dann muss man sich auch vor seine Familie stellen, wenn das Innerste nach außen gekehrt wird, private Dinge, eine Familienhausfinanzierung, wenn Freunde, die einen Kredit gegeben haben, in die Öffentlichkeit gezogen werden, dann hat man Schutzfunktionen, und man fühlt sich hilflos.</p></blockquote>
<p>Das erste <em>man</em> in diesem Absatz meint Außenstehende, um dann noch im selben Satz auf den Sprecher zu referieren („wenn man im Ausland ist“); „man“ handelt hier in Reaktion auf die Presse, die aber nicht genannt wird, sondern nur implizit in Passivkonstruktionen auftritt (offenbar sollen sich die Journalisten, die ihn interviewen, nicht provoziert fühlen). Die Verwendung von <em>man</em>, die sich im Text noch fortsetzt, soll den Handelnden als Opfer von Ereignissen und Umständen darstellen, mit dem sich Außenstehende identifizieren sollen. Daher wird das unpersönliche <em>man</em> später auch durch das unpersönlich verwendete Anredepronomen <em>Sie</em> ersetzt:</p>
<blockquote><p>Wenn Sie die Erfahrung machen, dass privateste Dinge aus dem privatesten Bereich, zum Teil Jahrzehnte zurückliegend, aus einer schwierigen Kindheit, einer schwierigen Familie, öffentlich gemacht werden und Sie kurz vor Veröffentlichung mit den Fakten konfrontiert werden, dann ist es doch normal, dass man darum bittet, noch mal ein Gespräch zu führen.</p></blockquote>
<p>Hier kehrt er auch gleich wieder zum <em>man</em> zurück. (Die Hyperbel <em>privatest</em> kommentiere ich mal nicht.)</p>
<p>Leider ist die Verwendung von <em>man</em> in Verbindung mit „als Staatsoberhaupt“ oder „als Bundespräsident“ weniger gelungen, denn auch wenn es heißt: „wir sind Papst“ ist „man“ eher nicht Staatsoberhaupt. Es soll ausgedrückt werden: auch ein Bundespräsident sei nur ein Mensch (wieder mit <em>man</em>):</p>
<blockquote><p>man muss eben als Bundespräsident die Dinge so im Griff haben, dass einem das nicht passiert. Trotzdem ist man Mensch und man macht Fehler.</p></blockquote>
<p>Auch im Zusammenhang mit den ihm gestellten Fragen, verwendet Wulff wieder das impersonale <em>Sie</em>:</p>
<blockquote><p>Wenn Sie 400 Fragen bekommen. Wir [!] haben inzwischen 400 Fragen durch die von mir beauftragten Anwälte […] Also bei 400 Fragen und wenn gefragt wird, was es zu essen gab, bei Ihrer ersten Hochzeit und wer Ihre zweite bezahlt hat und ob Sie den Unterhalt für Ihre Mutter gezahlt haben und ich könnte jetzt tausend Sachen mehr nennen und wer die Kleider für Ihre Frau gezahlt hat […]</p></blockquote>
<p>Auch in diesem <em>Sie</em> steckt die Implikatur: Das könnte auch Ihnen passieren, was würden Sie denn anderes tun? – Es geht also darum, die Hörer dazu aufzufordern, sich mit dem Sprecher zu identifizieren und alles als „normal“ zu akzeptieren (das Wort <em>normal</em> fällt ja auch im Zitat weiter oben).</p>
<h3>Antonymie und Polysemie</h3>
<p>Wulff hatte in seiner vorweihnachtlichen Erklärung gesagt, der neue Kredit sei „festgeschrieben“. Das Wort ist etwas seltsam in dem Zusammenhang, weil Verträge ja meist <em>unter-</em> und nicht festgeschrieben werden. Inzwischen ist bekannt, dass die Unterschrift erst Ende Dezember erfolgte und der Vertrag erst am 16. Januar in Kraft treten wird. Also interpretiert Wulff <em>festgeschrieben</em> jetzt mit der „Handschlagqualität in dem Bereich, wenn man sich mit einer Bank verständigt.“ Mal abgesehen davon, dass Privatkredite von Banken nicht per Handschlag vergeben werden, ist ein <em>Handschlag</em> das Gegenteil (Antonym) von einer <em>Festschreibung</em>.</p>
<p>Als konverse Antonymie wird das Verhältnis der Wörter <em>leihen</em> und <em>(ver-) leihen</em> bezeichnet, die im Deutschen durch unterschiedliche Konstruktionen ausgedrückt wird: <em>sich etwas leihen</em>, <em>jemandem etwas leihen</em>. Wulff verwendet statt ‚sie wollte mir etwas leihen‘: „da wollte Frau Geerkens das Geld bei mir anlegen“ (also ein anderes Antonym von <em>sich leihen</em>). Damit lenkt er ab von einem eigenen Vorteil und stellt die Handlung als einen Vorteil für den Entleiher dar.</p>
<p>Das Wort <em>Bewährung</em> hat eine gewisse Bedeutungs- und Verwendungsbreite (<em>Polysemie</em>): So wird es auch in juristischen Zusammenhängen verwendet. Diese Verwendung des Wortes lehnt Wulff in Bezug auf seine Person ab („den Begriff der Bewährung halte ich für abwegig“), um das Wort dann aber gleich selbst zu verwenden, nämlich in seiner nicht-juristischen, moralischen Bedeutung, und zwar am Ende desselben Satzes:</p>
<blockquote><p>den Begriff der Bewährung halte ich für abwegig, sondern ich bin jetzt schweren Herausforderungen ausgesetzt, aber man muss eben auch wissen, dass man nicht gleich bei der ersten Herausforderung wegläuft, sondern dass man sich der Aufgabe stellt, und auch weiß, wem es in der Küche zu heiß ist, der darf nicht Koch werden wollen, wie es Harry S. Truman gesagt hat, und deswegen muss man offenkundig auch durch solche Bewährungsproben hindurch..</p></blockquote>
<p>Er ist also kein Bundespräsident auf Bewährung, sondern ein Bundespräsident auf Bewährungsprobe.</p>
<h3>Der Schluss</h3>
<p>Das Bild von dem Koch in der Küche ist natürlich ein gelungener Schluss. Möglicherweise hat Wulff schon früher mit dem Ende des Gesprächs gerechnet, denn auch die beiden vorherigen Absätze schließen mit Formulierungen, die zu einem Schluss passen: zunächst das Bibelzitat: „Derjenige, der ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein“. Dann folgt (wohl ausgelöst durch Deppendorfs „zusammengefasst“) noch einmal der Versuch eines Schlussworts, in dem er sich sogar dazu hinreißen lässt zu behaupten, er habe das Amt gestärkt. Hier ist auch wieder der <em>man-ich</em>-Gegensatz interessant, wobei nicht ganz klar ist, ob der das unpersönliche Pronomen hier überhaupt auf sich bezieht:</p>
<blockquote><p>durch diese Art von Umgang mit den Dingen hat man dem Amt sicher nicht gedient, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich durch eine ganze Reihe von Aktivitäten, in der Amtszeit das Amt des BP wieder gestärkt habe.</p></blockquote>
<p>Schließlich folgt das Truman-Zitat, das vielleicht mehr als das Bibelzitat die Situation herunterspielt, indem sie zu einer „Herausforderung“ wird, in der „man“ sich „bewähren“ muss („und deswegen muss man offenkundig auch durch solche Bewährungsproben hindurch“).</p>
 <p><a href="http://www.maha-online.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=732&amp;md5=e3e75346bfcc49e39b1511f51a0296d3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.maha-online.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2012/01/04/das-wulff-interview/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>43</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sprachlicher Nebel in der Politik</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2012/01/01/sprachlicher-nebel-in-der-politik/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2012/01/01/sprachlicher-nebel-in-der-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 22:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[CCC events]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/?p=721</guid>
		<description><![CDATA[Auf dem 28. ] (28C3) habe ich einen Vortrag gehalten unter dem Titel: „Die Koalition setzt sich aber aktiv und ernsthaft dafür ein“ – Sprachlicher Nebel in der Politik. Es handelt sich vor allem um eine Erweiterung meiner Überlegungen zur Politikersprache. Diesmal behandele ich so komplexe Phänomene wie das Guttenberg-Passiv, Präsuppositionen und Passepartout-Wörter.

Auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p>Auf dem 28. <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Chaos_Communication_Congress'>Chaos Communication Congress</a> (<a title="Congress-Wiki" href="http://events.ccc.de/congress/2011/wiki/Main_Page" target="_blank">28C3</a>) habe ich einen Vortrag gehalten unter dem Titel:<em> „Die Koalition setzt sich aber aktiv und ernsthaft dafür ein“ – Sprachlicher Nebel in der Politik. </em>Es handelt sich vor allem um eine Erweiterung meiner Überlegungen zur Politikersprache. Diesmal behandele ich so komplexe Phänomene wie das <em>Guttenberg-Passiv, </em>Präsuppositionen und Passepartout-Wörter.</p>
<p>Auf Youtube findet man die <a title="Vortrag: Die Koalition setzt sich aber aktiv und ernsthaft dafür ein“" href="http://www.youtube.com/watch?v=YCtpFKHrH_k" target="_blank">Video-Aufzeichnung des Vortrags.</a> Zum Nachlesen gibt es eine <a title="Sprachlicher Nebel in der Politik" href="http://www.maha-online.de/blog/wp-content/Nebel.pdf" target="_blank">Textfassung</a> mit den bibliografischen Angaben.</p>
<p>Das Video gibt es auch in HD-Qualität (H264):</p>
<ul>
<li><a title="Torrent" href="ftp://ftp.ccc.de:21//congress/28C3/mp4-h264-HQ/28c3-4675-de-politik_neusprech_2011_h264.mp4.torrent" target="_blank">torrent</a> (HD-Fassung)</li>
<li><a title="HQ-Fassung" href="ftp://ftp.ccc.de:21//congress/28C3/mp4-h264-HQ/28c3-4675-de-politik_neusprech_2011_h264.mp4" target="_blank">High-Definition-Fassung</a> auf ftp.ccc.de (bitte besser als Torrent laden)</li>
</ul>
<p>Natürlich würde ich mich freuen, wenn der Beitrag im <a title="Congress-Fahrplan" href="http://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/events/4675.en.html" target="_blank">Feedback-System</a> des 28C3 positiv bewertet wird.</p>
 <p><a href="http://www.maha-online.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=721&amp;md5=551835e5e4d76a96a330450f4abc91a4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.maha-online.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2012/01/01/sprachlicher-nebel-in-der-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kursivierung</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2011/06/20/kursivierung/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2011/06/20/kursivierung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 11:56:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[language]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/2011/06/20/kursivierung/</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem ich letztens ausführlich über Anführungszeichen gebloggt habe, sollte ich wohl noch etwas zur Kursivierung (Kursivschreibung) verfassen. Diese besteht darin, dass eine Schriftart durch eine leicht nach rechts geneigte ersetzt wird. Bei echten ] sehen manche Buchstaben auch tatsächlich anders aus (a, g); statt von unechten Kursiven spricht man auch von obliquen Schriften oder ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p>Nachdem ich letztens ausführlich über Anführungszeichen gebloggt habe, sollte ich wohl noch etwas zur Kursivierung (Kursivschreibung) verfassen. Diese besteht darin, dass eine Schriftart durch eine leicht nach rechts geneigte ersetzt wird. Bei echten <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Kursiv'>Kursiven</a> sehen manche Buchstaben auch tatsächlich anders aus (<em>a, g</em>); statt von <em>unechten Kursiven</em> spricht man auch von <em>obliquen Schriften</em> oder <em>Schrägschreibung</em>. Die nach links geneigte Kursivierung, die in der traditionellen Kartographie Gewässernamen kennzeichnet, wird heute leider kaum noch verwendet. Für das Gegenteil von <em>Kursiven</em> gibt es meines Wissens nur die Bezeichnung <em>Normalschrift</em>. Es ist wohl besser von Schriften ohne <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Schriftauszeichnung'>Auszeichnung</a> zu sprechen. Die Kursivschreibung ist natürlich nicht möglich, wenn man mit der Hand schreibt. Dann (und nur dann) wird ersatzweise unterstrichen. </p>
<h3>Was schreibt man kursiv?</h3>
<p>Die Kursivschreibung dient vor allem dazu, zwischen <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Metasprache'>Metasprache</a> und Objektsprache zu unterscheiden: Wenn ich einen Text verfasse, dann ist die Sprache des Textes die Metasprache, denn sie ist nicht Objekt (also Thema) meiner Ausführungen. Wenn ich allerdings Sprache im Text thematisiere, dann wird diese thematisierte Sprache zum Objekt meiner Ausführungen und das muss natürlich besonders angezeigt werden. So etwas geschieht zum Beispiel wenn ich über ein Wort schreibe. Hier ein Beispiel:</p>
<blockquote><p>
Das Wort <em>Kursivierung</em> ist in diesem Text gleichbedeutend mit <em>Kursivschreibung</em> oder <em>Kursivsetzung.</em>
</p></blockquote>
<p>Die Kursivierung erlaubt es übrigens auch am Satzanfang klein zu beginnen:</p>
<blockquote><p>
	<em>und</em> ist eine Konjunktion. Und wird zu häufig verwendet.
</p></blockquote>
<p>Das erste <em>und</em> ist objektsprachlich, das zweite metasprachlich.</p>
<p>Daneben kann mit der Kursivierung einfach etwas hervorgehoben werden:</p>
<blockquote><p>
Man sollte immer nur <em>eine</em> Schriftauszeichnung verwenden.
</p></blockquote>
<p>Hier wird angedeutet, dass <em>eine</em> besonders zu betonen ist, es sich also um das Zahlwort und nicht den unbestimmten Artikel handelt.</p>
<p>Die Titel selbstständiger Publikationen (Bücher, Zeitschriften Filme usw.) werden in der Regel auch durch Kursivierung gekennzeichnet, während unselbstständige (also zum Beispiele Artikel in Büchern) in Anführungszeichen stehen.</p>
<p>Wenn man innerhalb eines kursiven Textes wieder etwas hervorheben möchte, benutzt man einfach die Nicht-Kursiven.</p>
<h3>Kursivschreibung und Satzzeichen</h3>
<p>Endet die Kursivschreibung vor einem Satzzeichen, so gibt es zwei Möglichkeiten:</p>
<ul>
<li>die einfache: das Satzzeichen wird mit kursiviert (wie in dem Beispiel weiter oben),</li>
<li>die komplizierte: Wenn das Satzzeichen nicht einfach nur ein Punkt ist, sondern zum Beispiel ein Anführungszeichen oder eine Klammer, die aus logischen Gründen nicht zum kursivierten Text gehört (weil in der Klammer zum Beispiel auch nicht kursivierter Text steht), dann sollte das Satzzeichen nicht mit kursiviert werden; in dem Fall ist aber darauf zu achten, dass der letzte kursivierte Buchstabe nicht zu dicht an der Klammer steht. Dies geschieht durch das Einfügen eines festen (nicht dehnbaren) kleinen Zwischenraums (<a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Spatium'>Spatium</a>); in einem landläufigen Textverarbeitungssystem ist so etwas natürlich schwierig zu bewerkstelligen.</li>
</ul>
<p>Wer mehr über solche Feinheiten wissen will, kann sich <a href="http://www.belleslettres.eu/artikel/kursives-auszeichnen.php" title="Kursives Auszeichnen: Typografische Regeln">bei <em>Belles Lettres</em> ausführlicher informieren</a>.</p>
<h3>Herkunft</h3>
<p>Oft wird behauptet, die Kursivschreibung ginge auf die Schreibschrift zurück, zumal die Zeichen der Schreibschrift ähnlicher sind (besonders im Kyrillischen). Das ist natürlich Unsinn, denn jede Schrift geht letztlich auf eine Schreibschrift zurück, denn die Typografie gibt es ja erst seit es den Buchdruck gibt. Im Anfang des Buchdruckes war das handschriftliche Schreiben immer das Vorbild. Schriftsetzern aus Venedig gelang ziemlich früh die Erstellung von besonders eleganten Schriften, die als <em>italisch (italic)</em> bezeichnet wurden. Um Auszeichnungen vorzunehmen, wechselte man dann zwischen italisch und nicht-italisch.</p>
 <p><a href="http://www.maha-online.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=688&amp;md5=d2d51c7be040508491cab19fe5e43637" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.maha-online.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2011/06/20/kursivierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anführungszeichen</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2011/05/29/anfuhrungszeichen/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2011/05/29/anfuhrungszeichen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 May 2011 21:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[language]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/2011/05/29/anfuhrungszeichen/</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem mich eine Reihe von Leuten gebeten haben, mal wieder Rechtschreibungs- und Sprachtipps zu verfassen und insbesondere Fragen zu den ] kamen, will ich das Thema mal aufgreifen, obwohl die Wikipedia schon die wichtigsten Tipps zusammenfasst, aber natürlich kann ein Besserwisser immer noch mehr zu so einem Thema sagen. Die folgenden Ausführungen beziehen sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p>Nachdem mich eine Reihe von Leuten gebeten haben, mal wieder Rechtschreibungs- und Sprachtipps zu verfassen und insbesondere Fragen zu den <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Anführungszeichen'>Anführungszeichen</a> kamen, will ich das Thema mal aufgreifen, obwohl die Wikipedia schon die wichtigsten Tipps zusammenfasst, aber natürlich kann ein Besserwisser immer noch mehr zu so einem Thema sagen. Die folgenden Ausführungen beziehen sich nur auf das Deutsche. In anderen Sprachen gibt es andere Regeln und andere Anführungszeichen.</p>
<h3>Verwendung</h3>
<p>Anführungszeichen (Gänsefüßchen, Hochkommata) werden verwendet:</p>
<ul>
<li>um die wörtliche Rede zu kennzeichnen: <em>Er sagte: „Bis bald!“</em>,</li>
<li>um Zitate zu kennzeichnen: „Gallia est omnis divisa in partes tres.“ (C.&nbsp;Iulius Caesar: <em>De bello gallico</em> 1,1) und</li>
<li>zur Kennzeichnung von Ausdrücken, die nicht wörtlich zu nehmen sind oder die nicht zur Stilebene des Textes passen, z.B. für Umgangssprache in schriftsprachlichen Texten: <em>Auf der A1 ereignete sich ein „krasser“ Unfall.</em></li>
</ul>
<p>Nicht verwendet werden Anführungszeichen, wenn innerhalb eines Textes fremdsprachige Wörter verwendet werden oder auch Wörter der Sprache des Textes, die aber als <em>Wörter</em> thematisiert werden; in solchen Fällen wird kursiv geschrieben: So ist <em>krass</em> im obigen Beispiel ein umgangssprachliches Wort – ähnlich wie im Englischen <em>gross</em>. Bedeutungsangaben werden (zumindest in der Linguistik) in einfache Anführungszeichen gesetzt. Der obige lateinische Satz bedeutet: ‚Gallien wird insgesamt in drei Teile geteilt.‘</p>
<p>Einfache Anführungszeichen werden auch verwendet innerhalb von doppelten Anführungszeichen (also als Anführungszeichen der zweiten Ebene). Eine besondere Rolle spielen sie in der (klassischen) Philologie (und möglicherweise auch in der Rechtswissenschaft; ich konnte leider nicht herausfinden, ob dieser Gebrauch dort noch aktuell ist): Sie dienen zur ungefähren Wiedergabe eines Textes (z.B. als Übersetzung oder bei Gedächtniszitaten). Sonst wird im Deutschen bei nicht-wörtlicher Rede- oder Textwiedergabe die indirekte Rede verwendet (auch so ein Kapitel für sich).</p>
<p>Titel von Werken können in Anführungszeichen gesetzt oder kursiv geschrieben werden (nicht beides!), wobei in der Tendenz bei selbstständigen Werken (Büchern, Zeitschriften) Kursivschreibung bevorzugt wird, sonst (doppelte) Anführungszeichen (also z.B. bei Aufsatztiteln, einzelnen Gedichten, Manuskripttiteln).</p>
<h3>Form</h3>
<p>Die öffnenden Anführungszeichen sind im Deutschen unten und sehen aus wie Kommata oder kleine tiefgestellte Neunen (, bzw. „); die schließenden wie kleine hochgestellte Sechsen (‘ bzw. “) – womit sie sich eindeutig vom Apostroph (’) unterscheiden. Microsoft Word und Powerpoint haben da leider beim schließenden einfachen Anführungszeichen ein Problem und setzen dort ein Apostroph ein (das identisch mit dem englischen schließenden Anführungszeichen ist). Das sieht ziemlich schlimm aus, insbesondere bei Powerpoint-Präsentationen.</p>
<p>Alternativ werden im Deutschen auch umgekehrte französische Anführungszeichen (<em>guillemets</em>) verwendet: »…«. Allerdings sind die einfachen Varianten dazu selten. Bei einfachen Anführungszeichen werden gelegentlich auch die englischen Varianten verwendet, also eröffnend das Zeichen, das wie eine hochgestellte Sechs aussieht (‘) und im Deutschen sonst ein schließendes Anführungszeichen ist, und schließend das Anführungszeichen, das wie ein Apostroph aussieht (kleine Neun: ’). Diese Verwendung hilft, wenn Microsoftprodukte es anders nicht können; man sollte sie nur nicht mischen.</p>
<p>Jede Sprache hat ihre eigenen typographischen Traditionen für Anführungszeichen. Fürs Deutsche merke man sich einfach: <sub>99</sub>…<sup>66</sup>.</p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>Es ist nicht ganz klar, auf was die Anführungszeichen zurückgehen: möglicherweise auf das antike Absatzzeichen, die <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Diplé'>Diplé</a>. Aufgrund der Form könnte es sich auch um eine <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Abbreviatur_(Paläographie)'>Abbreviatur</a> handeln für lateinisch <em>quod</em> (‚was‘ bzw. ‚dass‘) bzw. <em>quot</em> (‚wieviel‘), woraus sich das englische Verb <em>to quote</em> entwickelt hat. Bei der Entstehung des Buchdrucks entstanden dann unterschiedliche Gepflogenheiten, wie dieses Zeichen genau auszusehen hat. Dabei wollten die Typographen besonders ungünstige Kombinationen vermeiden: So sind deutsche Anführungszeichen im Französischen unschön, weil es dort eine Reihe von nachgestellten Adjektiven gibt, die auf <em>-f</em> enden, wonach ein schließendes deutsches Anführungszeichen einfach schlecht aussieht. Im Deutschen sehen französische Guillemets (« + Leerzeichen) vor <em>T</em> schlecht aus wegen des großen Abstands, die umgekehrten französischen Anführungszeichen passen besser. So haben sich unterschiedliche Traditionen entwickelt, die leider in Zeiten schlechter Textverarbeitungssysteme leicht in Vergessenheit geraten.</p>
<h3>Anführungszeichen und weitere Satzzeichen</h3>
<p>Eine besondere Klippe des Deutschen ist die Kombination von Anführungszeichen mit anderen Satzzeichen. Unproblematisch ist: <em>Er sagte: „Bis bald!“</em>, aber was geschieht, wenn der Einleitungssatz nachgestellt wird? Eigentlich ist das ganz einfach: Nach der wörtlichen Rede steht ein Komma; ein Punkt am Ende der wörtlichen Rede wird weggelassen, nicht jedoch Frage- und Ausrufungszeichen: <em>„Bis bald!“, sagte er. „Der kommt nicht zurück“, meinte Helene.</em> Frage- und Ausrufungszeichen bleiben auch nach der wörtlichen Rede erhalten: <em>Hat Helene gesagt: „Der kommt nicht zurück“?</em>, so dass im Extremfall sogar vor und nach dem schließenden Anführungszeichen das gleiche Zeichen stehen könnte, was man aber vermeiden sollte.</p>
<p>Für weitere Auskünfte verweise ich auf das <a href="http://www.ids-mannheim.de/service/reform/" title="Dokumente zu den Inhalten der Rechtschreibreform">amtliche Regelwerk</a>. Zu den Anführungszeichen in anderen Sprachen schreibe ich vielleicht noch mal etwas mehr.</p>
 <p><a href="http://www.maha-online.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=682&amp;md5=eb9911ba48c4afe25699a3ea46e73aca" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.maha-online.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2011/05/29/anfuhrungszeichen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>22</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leidkultur und Leetkultur</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2011/03/12/leidkultur-und-leetkultur/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2011/03/12/leidkultur-und-leetkultur/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 22:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[art]]></category>
		<category><![CDATA[books]]></category>
		<category><![CDATA[cinema]]></category>
		<category><![CDATA[food & wine]]></category>
		<category><![CDATA[language]]></category>
		<category><![CDATA[life, the universe & everything]]></category>
		<category><![CDATA[music]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasting]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/2011/03/12/leidkultur-und-leetkultur/</guid>
		<description><![CDATA[In letzter Zeit sprechen viele Politiker wieder von Leidkultur. Ich schreibe das absichtlich mit d, denn was soll das anderes sein, als die Kultur, die uns der Deutschunterricht in der Schule verleidet hat? Eine Leitkultur mit t kann es nicht geben, denn Kultur ist immer vielfältig und es gibt keine „Kulturhierarchie“. Auch das Wort ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p>In letzter Zeit sprechen viele Politiker wieder von Leidkultur. Ich schreibe das absichtlich mit <em>d</em>, denn was soll das anderes sein, als die Kultur, die uns der Deutschunterricht in der Schule verleidet hat? Eine Leitkultur mit <em>t</em> kann es nicht geben, denn Kultur ist immer vielfältig und es gibt keine „Kulturhierarchie“. Auch das Wort Subkultur ist seltsam, denn wer entscheidet, was Leit- oder Sub- ist? </p>
<p>Zum Glück gibt es die selbsternannte Leetkultur (bzw. 1337kultur in <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Leetspeak'>Leetspeak</a>) als Gegenentwurf zum unsinnigen Konzept der Leidkultur; <em>leet</em> steht für <em>élite</em> und spielt mit dem elitären Kulturbegriff, denn Leetkultur ist eben nicht elitär, sondern Kultur aus der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd'>Nerd</a>-Perspektive. Es geht dabei darum, die Prinzipien der <a href="http://www.ccc.de/hackerethics?language=de" title="CCC | hackerethics">Hacker-Ethik</a> auf die (nicht nur technische) Kultur zu übertragen. Das könnte so aussehen:</p>
<ul>
<li>Der Zugang zu Kultur und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein.</li>
<li>Alle Informationen müssen frei sein.</li>
<li>Misstraue Autoritäten – fördere Dezentralisierung!</li>
<li>Beurteile einen Urheber nach dem, was er tut und nicht nach Kriterien wie Aussehen, Alter, Rasse, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung.</li>
<li>Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen.</li>
<li>Kultur kann dein Leben zum Besseren verändern.</li>
<li>Mülle nicht in den Daten anderer Leute.</li>
<li>Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.</li>
</ul>
<p>Ich habe hier lediglich zweimal Computer (im Plural) durch Kultur ersetzt und Hacker durch Urheber. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Über 1337kultur, also über Kultur aus dieser Perspektive plane ich, einen Podcast zu machen, der auch <a href="http://1337kultur.de/" title="1337 Kultur - Der Podcast über die Nerdkultur">1337kultur.de</a> heißt. Darin wird es über alle Arten von Kultur gehen: Bücher, Musik, Filme, Kunst, Sport usw. Die folgenden Themen stehen schon fest:</p>
<ol>
<li><em>Labsal Weltliteratur: Bücher, die wir kennen, aber nicht gelesen haben</em> (Folge 1)</li>
<li><em>Beredte Bilder: Comics und Comic-Verfilmungen</em> (Folge 2)</li>
</ol>
<p>Wem in den Titeln ungewöhnliche Wörter auffallen, soll sich bis zur Sendung gedulden; sie werden dort erklärt. Jedes Mal soll nämlich auch ein leider zu wenig verwendetes Wort vorgestellt werden, das ich auch immer versuche, in den Titel einzubauen. </p>
<p>Die Folgen will ich übrigens schon <a href="https://streams.xenim.de/1337kultur/">bei der Aufnahme streamen</a>, so dass die Möglichkeit besteht, über <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter'>Twitter</a>/<a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Identi.ca'>Identi.ca</a> und <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Relay_Chat'>Internet Relay Chat</a> mitzumachen. Die erste Folge wird am Sonntag 13.3.2011 um 13.37 Uhr gestartet, die zweite am gleichen Tag um 15.30 Uhr. Einige Tage später wird dann die erste Folge auch im Podcastfeed sein (technisch überarbeitet von Christopher Schirner, den aufmerksame Hörer schon vom <a href="http://klabautercast.de/" title="Klabautercast - Der Podcast der Piraten Oberfranken">Klabautercast</a> kennen), die zweite Folge noch ein paar Tage später. Für den Stream kann ich dankenswerterweise den Server von <a href="http://www.xenim.de/" title="www.xenim.de">xenim.de</a> nutzen. Dort gibt es auch ein Archiv, ich empfehle aber den Rückgriff auf die technisch bearbeiteten Podcastversionen unter <a href="http://1337kultur.de/" title="1337 Kultur - Der Podcast über die Nerdkultur">1337kultur.de</a>. </p>
<p>Der Podcast steht natürlich unter einer <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons'>Creative Commons</a>-Lizenz, nämlich <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" title="Creative Commons &mdash; Attribution-ShareAlike 3.0 Germany &mdash; CC-BY-SA 3.0">cc-by-sa</a> und darf entsprechend weiter- bzw. wiederverwendet und verbreitet werden – gern auch über Radio.</p>
<p><strong>Update:</strong> Das Streaming war eine interessante Erfahrung: im Chat haben so zwanzig bis dreißig Leute mitgemacht und der direkte Feedback war sehr hilfreich. Es sind auch gleich zwei Pads mit den Shownotes geschrieben worden, eins zu <a href="http://piratenpad.de/kTtJhXzHsU" title="PiratenPad: kTtJhXzHsU">Labsal Weltliteratur</a> und eins zu den <a href="http://piratenpad.de/BeredteBilder" title="PiratenPad: BeredteBilder">beredten Bildern</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2011/03/12/leidkultur-und-leetkultur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jahresrückblick 2010</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2011/01/19/jahresruckblick-2010/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2011/01/19/jahresruckblick-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 22:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[life, the universe & everything]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/?p=629</guid>
		<description><![CDATA[2010 war ein ertragreiches Jahr für mich, vor allem wissenschaftlich (wobei ich da noch von meinem Forschungssemester 2009 zehre): Ich habe mich wieder ausführlich der ] zugewandt und dabei zum Baskischen (wen wundert’s?) und zum Spanischen gearbeitet. Ende des Jahres erschien dann meine kleine Studie zu Modus und Modalität im Baskischen in: Mood in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p>2010 war ein ertragreiches Jahr für mich, vor allem wissenschaftlich (wobei ich da noch von meinem Forschungssemester 2009 zehre): Ich habe mich wieder ausführlich der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachtypologie'>Sprachtypologie</a> zugewandt und dabei zum Baskischen (wen wundert’s?) und zum Spanischen gearbeitet. Ende des Jahres erschien dann meine kleine Studie zu Modus und Modalität im Baskischen in: <a href="http://books.google.com/books?id=o3L8oKcbZtoC&amp;lpg=PP1&amp;dq=Thieroff%20Mood&amp;hl=de&amp;pg=PP1#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Mood in the Languages of Europe</a> (<a href="http://www.benjamins.com/cgi-bin/t_articles.cgi?bookid=SLCS%20120&amp;artid=279140538">genaue bibliografische Angabe zu meinem Beitrag</a>), eine Übersicht über die Typologie des Baskischen wird in Kürze erscheinen in: <a href="http://www.anglistik.uni-freiburg.de/seminar/abteilungen/sprachwissenschaft/ls_kortmann/WoL">The Languages and Linguistics of Europe — A Comprehensive Guide</a>. Ein paar Aspekte daraus gibt es schon <a title="Basque - ein Knol-Artikel von Martin Haase" href="http://knol.google.com/k/basque#">als Knol</a>, sozusagen als Appetithappen. Ein bisschen zwischen Wissenschaft und Politik ist mein Vortrag über <a href="http://www.martinhaase.de/FreiesWissen.pdf">freies Wissen</a> angesiedelt, den ich in etwas unterschiedlicher Fassung auf dem <a title="Homepage der Linux User Group Augsburg (LUGA) e.V.: 9. Augsburger Linux-Infotag 2010" href="http://www.luga.de/Aktionen/LIT-2010/">Linux-Infotag in Augsburg</a> und auf der <a title="OpenRheinRuhr" href="http://www.openrheinruhr.org/">OpenRheinRuhr in Oberhausen</a> hielt.</p>
<p>Auch politisch war das Jahr 2010 sehr interessant, obwohl es nur eine Wahl gab, nämlich in Nordrhein-Westfalen (wo ich mich dann auch aktiv einbringen konnte): Mit Unterstützung von zwei oberfränkischen Piraten startete ich Ende Februar den <a href="http://klabautercast.de/">Klabautercast</a>. Der Podcast brachte es 2010 auf stattliche fünfzig Folgen, also im Schnitt eine Folge pro Woche. Da mir das Podcasten viel Spaß macht, war mir gar nicht aufgefallen, wie viele Folgen es am Ende geworden sind. Natürlich habe ich nicht jede Woche gepodcastet, sondern zum Teil vorproduziert, insbesondere im verregneten August, als <a href="http://icmp5.de/">mein Urlaub</a> im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen war. Es wäre allerdings ohne die technische Unterstützung von <a title="Benutzer:Cschirner – Piratenwiki" href="http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Cschirner">Christopher Schirner</a> gar nicht möglich gewesen, den Podcast zu realisieren. Jede Folge wird ca. 2000x heruntergeladen, die Folge über das <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen'>Bedingungslose Grundeinkommen</a> brachte es auf über 15000 Downloads. So ein Erfolg inspiriert natürlich ungemein.</p>
<p>Neben der Beschäftigung mit freiem Wissen habe ich mich auch für einen Ausbau demokratischer Teilhabe stark gemacht, nämlich für die Verwendung von <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Liquid_Feedback'>Liquid Feedback</a> innerhalb der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Piratenpartei_Deutschland'>Piratenpartei Deutschland</a> (Vortrag: <a title="SIGINT10: Interaktive Demokratie mit LiquidFeedback (Vortrag)" href="http://events.ccc.de/sigint/2010/wiki/Fahrplan/events/3839.de.html">Interaktive Demokratie</a>). Ich bin mir sicher, dass dieses Projekt imstande ist, Politik nachhaltig zu verändern und bin gespannt, wie es damit weitergehen wird, weshalb ich auch für Anfang 2011 <a title="Tagungsplan und Update openliquid | Projektleitung – LiquidFeedback der Piratenpartei" href="http://blog.lqfb.piratenpartei.de/2011/01/tagungsplan-und-update-openliquid/">eine kleine Tagung zu dieser Thematik mit dem Titel OpenLiquid</a> initiiert habe und mit organisiere. Sie wird vom 28. bis 30. Januar in Neu-Anspach (bei Frankfurt/Main) stattfinden.</p>
<p>Eine sehr schöne Verbindung zwischen meinem fachlichen Interesse und meinem politischen ist das Blog <a href="http://neusprech.org/">neusprech.org</a>, das ich seit Frühjahr 2010 zusammen mit dem Journalisten Kai Biermann betreibe. Zum Start des Blogs gab es auch gleich eine schöne <a title="Rhetorik der Macht, Macht der Rhetorik: Victor Klemperer und die Sprachkritik | Kulturjournal | Bayern 2 | BR" href="http://www.br-online.de/bayern2/kulturjournal/victor-klemperer-sprachkritik-gesellschaft-ID1270023293663.xml">Sendung beim bayerischen Rundfunk</a> und bei <a title="Deutschlandradio Kultur - Thema - Von " href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1180446/">Deutschlandradio</a> samt <a title="Deutschlandradio Kultur - Thema - Der Widerspruch der alternativlosen Entscheidung" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1180776/">Interview</a> (außerdem kürze Beiträge beim Saarländischen Rundfunk und bei <a href="http://www.podcast.de/episode/1592302/Corsogespräch%3A_Prof._Martin_Haase_über_seinen_Blog_%22neusprech.org%22">Deutschlandfunk Corso</a>); zu <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech'>Neusprech</a> gibt es auch zwei neue Vorträge von mir: <a title="CCC-TV - Auf der Überholspur zum Stoppschild" href="http://media.ccc.de/browse/conferences/sigint10/sigint10_3882_de_auf_der_ueberholspur_zum_stoppschild.html">Auf der Überholspur zum Stoppschild – Politiker sprechen über Datenautobahnen</a> (<a title="YouTube - Martin Haase: Auf der Überholspur zum Stoppschild: Politiker sprechen über Datenautobahnen" href="http://www.youtube.com/watch?v=bO1hkjAckOQ">Fassung von der re:publica</a>, leider „out of sync“) und zum Jahresende <a title="CCC-TV - Ich sehe nicht, dass wir nicht zustimmen werden" href="http://media.ccc.de/browse/congress/2010/27c3-4089-de-ich_sehe_nicht_dass_wir_nicht_zustimmen_werden.html">Ich sehe nicht, dass wir nicht zustimmen – Die Sprache des politischen Verrats und seiner Rechtfertigung</a> (auch als <a href="http://events.ccc.de/congress/2010/Fahrplan/attachments/1797_Verrat-Paper.pdf">Textfassung</a>).</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2011/01/19/jahresruckblick-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>My 2010 Favorites</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2011/01/02/my-2010-favorites/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2011/01/02/my-2010-favorites/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 21:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[books]]></category>
		<category><![CDATA[cinema]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[language]]></category>
		<category><![CDATA[life, the universe & everything]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/2011/01/02/my-2010-favorites/</guid>
		<description><![CDATA[
	best movie I saw in 2010: ], mostly thanks to ]’s soundtrack,
	best TV series: ]: this is not a new series, but I came to know and appreciate it only in 2010,
	most interesting fiction book I read in 2010: ],
	best non-fiction book I read in 2010: Schwarzbuch Deutsche Bahn,
	best podcast in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><ul>
<li>best movie I saw in 2010: <a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/Inception_(film)'>Inception</a>, mostly thanks to <a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/Hans_Zimmer'>Hans Zimmer</a>’s soundtrack,</li>
<li>best TV series: <a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/Boston_Legal'>Boston Legal</a>: this is not a new series, but I came to know and appreciate it only in 2010,</li>
<li>most interesting fiction book I read in 2010: <em><a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/Watchmen'>Watchmen</a></em>,</li>
<li>best non-fiction book I read in 2010: <em><a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schwarzbuch-deutsche-bahn-enthuellungen-aus-einer-alten-welt-1.72545">Schwarzbuch Deutsche Bahn</a></em>,</li>
<li>best podcast in 2010 (I only discovered it on the last day of the year): <a href="http://www.raumzeit-podcast.de/">Raumzeit</a>,</li>
<li>most interesting language I studied in 2010: <a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/Toki_Pona'>toki pona</a>,</li>
<li>best music I re-discovered in 2010: songs by the Basque singer and song writer <a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/Mikel_Laboa'>Mikel Laboa</a>;</li>
<li>best gadget: in June 2010, I bought an <a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/iPad'>iPad</a>,</li>
<li>so here’s the best <a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/App_Store'>App</a> I found so far: <a class='wikilink' href='http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_notetaking_software'>iAnnotate</a>,</li>
<li>and here’s the best iPhone App I found in 2010: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FiZG-F-yPTM">CamScanner</a>.</li>
<p>.</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2011/01/02/my-2010-favorites/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neusprech</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2010/04/30/neusprech/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2010/04/30/neusprech/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 23:20:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/2010/04/30/neusprech/</guid>
		<description><![CDATA[Es freut mich natürlich, dass Leute mein Blog vermissen, und leider habe ich in den letzten zwei Monaten hier nichts geschrieben. Das liegt unter anderem an ein paar neuen Projekten, die ich hier vorstellen möchte: Das eine ist ein weiteres Weblog, an dem ich mich beteiligt habe, nämlich das Neusprechblog. Meine hinlänglich bekannte Beschäftigung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p>Es freut mich natürlich, dass Leute mein Blog vermissen, und leider habe ich in den letzten zwei Monaten hier nichts geschrieben. Das liegt unter anderem an ein paar neuen Projekten, die ich hier vorstellen möchte: Das eine ist ein weiteres Weblog, an dem ich mich beteiligt habe, nämlich das <a href="http://neusprech.org/">Neusprechblog</a>. Meine hinlänglich bekannte Beschäftigung mit <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech'>Neusprech</a> – zuletzt noch einmal beim <a title="Rhetorik der Macht, Macht der Rhetorik: Victor Klemperer und die Sprachkritik | Kulturjournal | Bayern 2 | BR" href="http://www.br-online.de/bayern2/kulturjournal/victor-klemperer-sprachkritik-gesellschaft-ID1270023293663.xml">Bayerischen Rundfunk</a> und auf der <a title="Auf der Überholspur zum Stoppschild: Politiker sprechen über Datenautobahnen : netzpolitik.org" href="http://www.netzpolitik.org/2010/auf-der-ueberholspur-zum-stoppschild-politiker-sprechen-ueber-datenautobahnen/">re:publica</a> (<a title="YouTube - Martin Haase: Auf der Überholspur zum Stoppschild: Politiker sprechen über Datenautobahnen" href="http://www.youtube.com/watch?v=bO1hkjAckOQ">YouTube-Video</a>)– mündeten dank der Initiative meines Mitstreiters <a title="tagebau.com" href="http://www.tagebau.com/">Kai Biermann</a> in diesem Gemeinschaftsprojekt. Wir möchten hier Wörter aus der Politiker-PR näher durchleuchten, um aufzuzeigen, was sie vorder- und hintergründig bedeuten. Das Projekt lässt sich gut an und wir sammeln immer mehr, so dass ich so optimistisch bin zu hoffen, dass sich über kurz oder lang (eher sogar über kurz) ein ansehnliches Wörterbuch erstellen lassen wird. Natürlich ist es hilfreich, wenn uns auffällige Wortschöpfungen genannt werden, denn wir können unsere Augen und Ohren ja nicht überall haben.</p>
<p>Die Artikel des Neusprechblogs sollen vor allem zum Nachdenken anregen. Daher halte ich mich mit sprachwissenschaftlichen Ausführungen zurück. Es fällt mir allerdings nicht leicht, populärwissenschaftlich zu schreiben; somit erweist sich die Zusammenarbeit mit Kai Biermann als Glücksfall, weil es ihm als professionellem Journalisten immer wieder gelingt, sehr griffige Formulierungen zu finden – hoffentlich zur Freude der Leser.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2010/04/30/neusprech/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sprache-Deutsch-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2009/01/24/sprache-deutsch-ausstellung-im-deutschen-historischen-museum/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2009/01/24/sprache-deutsch-ausstellung-im-deutschen-historischen-museum/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 22:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[language]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/2009/01/24/sprache-deutsch-ausstellung-im-deutschen-historischen-museum/</guid>
		<description><![CDATA[
	
		
Heute war ich in der Ausstellung Sprache Deutsch im ]. Die Ausstellung begann sehr interessant, nämlich mit der allgemeinen Sprachwissenschaft, hatte dann einen weniger gelungenen Mittelteil über alte Bücher und wurde schließlich sehr spannend, als es um die ], ] und das Deutsche der Gegenwart ging. 
Besonders unterhaltsam ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><table cellspacing="0" align="left" border="0" width="90" cellpadding="0">
<tr>
<td>
<a href="http://www.flickr.com/photos/maha-online/1361874993/" title="Helix"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1272/1361874993_fade1335d4_t.jpg" alt="Helix" align="left" /></a>		</td>
</tr>
</table>
<p>Heute war ich in der Ausstellung <a href="http://www.dhm.de/ausstellungen/sprache-deutsch/index.html">Sprache Deutsch</a> im <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Historisches_Museum'>Deutschen Historischen Museum</a>. Die Ausstellung begann sehr interessant, nämlich mit der allgemeinen Sprachwissenschaft, hatte dann einen weniger gelungenen Mittelteil über alte Bücher und wurde schließlich sehr spannend, als es um die <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Brüder_Grimm'>Brüder Grimm</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Duden'>Konrad Duden</a> und das Deutsche der Gegenwart ging. </p>
<p>Besonders unterhaltsam fand ich die Umfrage zum <a href="http://www.linguistik.hu-berlin.de/kooperationen/ddr-corpus">DDR-Wortschatz</a>. Das hätte eigentlich noch etwas vertieft werden müssen, zum Beispiel zur Frage der <a href="http://userpage.fu-berlin.de/~nordit/ostwest/sprachmauer.html">Sprachmauer</a>. Ein Aspekt fehlte völlig: <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech'>Neusprech</a>, also der Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Auch zur Mehrsprachigkeit hätte ich mir mehr gewünscht. Aber insgesamt ist es schon eine Ausstellung, die ich empfehlen kann. Der Katalog ist gut gemacht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2009/01/24/sprache-deutsch-ausstellung-im-deutschen-historischen-museum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auslassungspunkte und Schrägstrich</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2009/01/12/auslassungspunkte-und-schragstrich/</link>
		<comments>http://www.maha-online.de/blog/2009/01/12/auslassungspunkte-und-schragstrich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 16:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/2009/01/12/auslassungspunkte-und-schragstrich/</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin mal wieder mit Korrekturarbeiten beschäftigt, und da ein paar Fehler immer wieder auftreten, möchte ich hier noch mal ein paar Tipps zur Zeichensetzung abgeben. Dass in der deutschen Interpunktion Satzzeichen wie ], ], ], ], ] und ] direkt an das letzte Wort (also ohne Zwischenraum) angeschlossen werden, dürfte inzwischen ja ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p>Ich bin mal wieder mit Korrekturarbeiten beschäftigt, und da ein paar Fehler immer wieder auftreten, möchte ich hier noch mal ein paar Tipps zur Zeichensetzung abgeben. Dass in der deutschen Interpunktion Satzzeichen wie <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Punkt_(Satzzeichen)'>Punkt</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Komma'>Komma</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelpunkt'>Doppelpunkt</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Semikolon'>Semikolon</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Fragezeichen'>Fragezeichen</a> und <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Ausrufungszeichen'>Ausrufungszeichen</a> direkt an das letzte Wort (also ohne Zwischenraum) angeschlossen werden, dürfte inzwischen ja jedem klar sein. Ein falscher Zwischenraum vor dem Satzzeichen wird als <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Plenk'>Plenk</a> bezeichnet. Mit den <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Auslassungspunkte'>Auslassungspunkten</a> („…“) ist es da schon komplizierter. Sie stehen nur dann ohne Zwischenraum, wenn ein Wort unvollständig ist (<em>verfl…</em> statt <em>verflucht</em>). Wird ein ganzes oder mehrere Wörter ausgelassen, stehen die drei Punkte mit einem Leerzeichen: <em>Ich kam, sah …</em> für <em>Ich kam, sah, siegte.</em> Das Beispiel zeigt auch sehr schön, dass vor den drei Punkten kein Komma steht und danach kein zusätzlicher Punkt. </p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>Die drei Punkte sind eigentlich eine Abkürzung (<a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Abbreviatur_(Schreibkunst)'>Abbreviatur</a>) für <em>usw.</em> oder <em>etc.</em> Sie werden auch als „und so weiter“ vorgelesen (und nicht als „Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen“). Vor <em>usw.</em> bzw. <em>etc.</em> steht natürlich kein Komma und somit auch nicht vor den Auslassungspunkten, die übrigens ein eigenes typographisches Zeichen sind und nicht einfach die Kombination aus drei Punkten.</p>
<h2>Schrägstrich</h2>
<p>Wenn es irgend geht, sollte man den <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Schrägstrich'>Schrägstrich</a> vermeiden, denn da er (außer in einer besonderen Funktion) ohne Abstand stehen muss, ergibt sich oft eine lange ununterbrochene Zeichenfolge, die keinen <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Zeilenumbruch'>Zeilenumbruch</a> erlaubt. Unvermeidlich ist der Schrägstrich wohl in Ausdrücken wie <em>Wintersemester 2008/09</em> oder <em>Flughafen Münster/Osnabrück</em>. Viele Nutzer von Textverarbeitungsprogrammen schreiben <em>Münster/ Osnabrück</em>, was nicht nur schlecht aussieht, sondern schlicht falsch ist. Mit Abstand kann der Schrägstrich nur verwendet werden, wenn man Verse ohne Zeilenumbruch schreiben will: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / durch des Frühlings holden belebenden Blick / im Tale grünet Hoffnungsglück; / der alte Winter in seiner Schwäche, / …“ (Goethe).</p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>In den Beispielen <em>Wintersemester 2008/09</em> oder <em>Flughafen Münster/Osnabrück</em> ist der Schrägstrich ein mit dem <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Bindestrich'>Bindestrich</a> vergleichbares <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Satzzeichen'>Satzzeichen</a> und steht wie der Bindestrich ohne Abstand. Bei der Verstrennung handelt es sich um die Fortsetzung der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Virgel'>Virgel</a>, eines Trennzeichens, das auf mittelalterliche Handschriften zurückgeht. Hier ist es eine Vorlesehilfe, aber auch Abbreviatur für <em>et</em> ‚und‘; daher steht es frei. Aus der Virgel entsteht später das Komma, das dann als Satzzeichen wieder ohne Leerzeichen steht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.maha-online.de/blog/2009/01/12/auslassungspunkte-und-schragstrich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

