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	<title>maha’s blog &#187; Rechtschreibung, Sprache</title>
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	<description>What I’m doing and thinking, mostly in German – Martin Haase’s personal weblog</description>
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		<title>Neusprech</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 23:20:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>

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		<description><![CDATA[Es freut mich natürlich, dass Leute mein Blog vermissen, und leider habe ich in den letzten zwei Monaten hier nichts geschrieben. Das liegt unter anderem an ein paar neuen Projekten, die ich hier vorstellen möchte: Das eine ist ein weiteres Weblog, an dem ich mich beteiligt habe, nämlich das Neusprechblog. Meine hinlänglich bekannte Beschäftigung mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es freut mich natürlich, dass Leute mein Blog vermissen, und leider habe ich in den letzten zwei Monaten hier nichts geschrieben. Das liegt unter anderem an ein paar neuen Projekten, die ich hier vorstellen möchte: Das eine ist ein weiteres Weblog, an dem ich mich beteiligt habe, nämlich das <a href="http://neusprech.org/">Neusprechblog</a>. Meine hinlänglich bekannte Beschäftigung mit <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech'>Neusprech</a> – zuletzt noch einmal beim <a title="Rhetorik der Macht, Macht der Rhetorik: Victor Klemperer und die Sprachkritik | Kulturjournal | Bayern 2 | BR" href="http://www.br-online.de/bayern2/kulturjournal/victor-klemperer-sprachkritik-gesellschaft-ID1270023293663.xml">Bayerischen Rundfunk</a> und auf der <a title="Auf der Überholspur zum Stoppschild: Politiker sprechen über Datenautobahnen : netzpolitik.org" href="http://www.netzpolitik.org/2010/auf-der-ueberholspur-zum-stoppschild-politiker-sprechen-ueber-datenautobahnen/">re:publica</a> (<a title="YouTube - Martin Haase: Auf der Überholspur zum Stoppschild: Politiker sprechen über Datenautobahnen" href="http://www.youtube.com/watch?v=bO1hkjAckOQ">YouTube-Video</a>)– mündeten dank der Initiative meines Mitstreiters <a title="tagebau.com" href="http://www.tagebau.com/">Kai Biermann</a> in diesem Gemeinschaftsprojekt. Wir möchten hier Wörter aus der Politiker-PR näher durchleuchten, um aufzuzeigen, was sie vorder- und hintergründig bedeuten. Das Projekt lässt sich gut an und wir sammeln immer mehr, so dass ich so optimistisch bin zu hoffen, dass sich über kurz oder lang (eher sogar über kurz) ein ansehnliches Wörterbuch erstellen lassen wird. Natürlich ist es hilfreich, wenn uns auffällige Wortschöpfungen genannt werden, denn wir können unsere Augen und Ohren ja nicht überall haben.</p>
<p>Die Artikel des Neusprechblogs sollen vor allem zum Nachdenken anregen. Daher halte ich mich mit sprachwissenschaftlichen Ausführungen zurück. Es fällt mir allerdings nicht leicht, populärwissenschaftlich zu schreiben; somit erweist sich die Zusammenarbeit mit Kai Biermann als Glücksfall, weil es ihm als professionellem Journalisten immer wieder gelingt, sehr griffige Formulierungen zu finden – hoffentlich zur Freude der Leser.</p>
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		<title>Auslassungspunkte und Schrägstrich</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2009/01/12/auslassungspunkte-und-schragstrich/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 16:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin mal wieder mit Korrekturarbeiten beschäftigt, und da ein paar Fehler immer wieder auftreten, möchte ich hier noch mal ein paar Tipps zur Zeichensetzung abgeben. Dass in der deutschen Interpunktion Satzzeichen wie Punkt, Komma, Doppelpunkt, Semikolon, Fragezeichen und Ausrufungszeichen direkt an das letzte Wort (also ohne Zwischenraum) angeschlossen werden, dürfte inzwischen ja jedem klar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mal wieder mit Korrekturarbeiten beschäftigt, und da ein paar Fehler immer wieder auftreten, möchte ich hier noch mal ein paar Tipps zur Zeichensetzung abgeben. Dass in der deutschen Interpunktion Satzzeichen wie <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Punkt_(Satzzeichen)'>Punkt</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Komma'>Komma</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelpunkt'>Doppelpunkt</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Semikolon'>Semikolon</a>, <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Fragezeichen'>Fragezeichen</a> und <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Ausrufungszeichen'>Ausrufungszeichen</a> direkt an das letzte Wort (also ohne Zwischenraum) angeschlossen werden, dürfte inzwischen ja jedem klar sein. Ein falscher Zwischenraum vor dem Satzzeichen wird als <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Plenk'>Plenk</a> bezeichnet. Mit den <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Auslassungspunkte'>Auslassungspunkten</a> („…“) ist es da schon komplizierter. Sie stehen nur dann ohne Zwischenraum, wenn ein Wort unvollständig ist (<em>verfl…</em> statt <em>verflucht</em>). Wird ein ganzes oder mehrere Wörter ausgelassen, stehen die drei Punkte mit einem Leerzeichen: <em>Ich kam, sah …</em> für <em>Ich kam, sah, siegte.</em> Das Beispiel zeigt auch sehr schön, dass vor den drei Punkten kein Komma steht und danach kein zusätzlicher Punkt. </p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>Die drei Punkte sind eigentlich eine Abkürzung (<a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Abbreviatur_(Schreibkunst)'>Abbreviatur</a>) für <em>usw.</em> oder <em>etc.</em> Sie werden auch als „und so weiter“ vorgelesen (und nicht als „Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen“). Vor <em>usw.</em> bzw. <em>etc.</em> steht natürlich kein Komma und somit auch nicht vor den Auslassungspunkten, die übrigens ein eigenes typographisches Zeichen sind und nicht einfach die Kombination aus drei Punkten.</p>
<h2>Schrägstrich</h2>
<p>Wenn es irgend geht, sollte man den <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Schrägstrich'>Schrägstrich</a> vermeiden, denn da er (außer in einer besonderen Funktion) ohne Abstand stehen muss, ergibt sich oft eine lange ununterbrochene Zeichenfolge, die keinen <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Zeilenumbruch'>Zeilenumbruch</a> erlaubt. Unvermeidlich ist der Schrägstrich wohl in Ausdrücken wie <em>Wintersemester 2008/09</em> oder <em>Flughafen Münster/Osnabrück</em>. Viele Nutzer von Textverarbeitungsprogrammen schreiben <em>Münster/ Osnabrück</em>, was nicht nur schlecht aussieht, sondern schlicht falsch ist. Mit Abstand kann der Schrägstrich nur verwendet werden, wenn man Verse ohne Zeilenumbruch schreiben will: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / durch des Frühlings holden belebenden Blick / im Tale grünet Hoffnungsglück; / der alte Winter in seiner Schwäche, / …“ (Goethe).</p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>In den Beispielen <em>Wintersemester 2008/09</em> oder <em>Flughafen Münster/Osnabrück</em> ist der Schrägstrich ein mit dem <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Bindestrich'>Bindestrich</a> vergleichbares <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Satzzeichen'>Satzzeichen</a> und steht wie der Bindestrich ohne Abstand. Bei der Verstrennung handelt es sich um die Fortsetzung der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Virgel'>Virgel</a>, eines Trennzeichens, das auf mittelalterliche Handschriften zurückgeht. Hier ist es eine Vorlesehilfe, aber auch Abbreviatur für <em>et</em> ‚und‘; daher steht es frei. Aus der Virgel entsteht später das Komma, das dann als Satzzeichen wieder ohne Leerzeichen steht.</p>
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		<title>Neusprech im Bayerischen Rundfunk</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2009/01/11/neusprech-im-bayerischen-rundfunk/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 19:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern (Freitag, 9. Januar) brachte der Bayerische Rundfunk einen Beitrag über Neusprech. Der Beitrag ist sehr professionell gemacht. Erklärungen der Sprecherin und Interview sind gut aufeinander abgestimmt. Was ich besonders erfreulich finde (und beim Bayerischen Rundfunk kaum erwartet hatte), ist folgende Beobachtung: Dass das BKA-Gesetz problematisch ist, wird als gegeben angesehen. Das ist unter Journalisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern (Freitag, 9. Januar) brachte der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerischer_Rundfunk'>Bayerische Rundfunk</a> einen <a href="http://www.br-online.de/bayern2/zuendfunk/zuendfunk-kolumne-radio-alice-online-ueberwachung-ID1231515017842.xml">Beitrag über Neusprech</a>. Der Beitrag ist sehr professionell gemacht. Erklärungen der Sprecherin und Interview sind gut aufeinander abgestimmt. Was ich besonders erfreulich finde (und beim Bayerischen Rundfunk kaum erwartet hatte), ist folgende Beobachtung: Dass das <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/BKA-Gesetz'>BKA-Gesetz</a> problematisch ist, wird als gegeben angesehen. Das ist unter Journalisten sicher keine Minderheitenmeinung. Schade ist, dass es auf den Seiten des Bayerischen Rundfunks den Beitrag nicht zum Hören gibt. Falls ihn doch jemand findet, der Beitrag kommt erst in der zweiten Hälfte der Sendung (nach den 20 Uhr-Nachrichten).</p>
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		<title>12 Konsonanten</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 00:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[linguistics]]></category>

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		<description><![CDATA[Angstschweiß gilt bekanntlich unter Deutschlernenden als sehr schwieriges Wort, das so manchem tatsächlich den Angstschweiß auf die Stirn treibt, denn es enthält acht Konsonantenbuchstaben in Folge. Rein phonetisch betrachtet sind es natürlich nur fünf, denn &#60;ng&#62; ist ein Digraph  und &#60;sch&#62; ein Trigraph, also ein Laut, dessen graphische Darstellung sich aus mehreren Buchstaben zusammensetzt. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Angstschweiß</em> gilt bekanntlich unter Deutschlernenden als sehr schwieriges Wort, das so manchem tatsächlich den Angstschweiß auf die Stirn treibt, denn es enthält acht Konsonantenbuchstaben in Folge. Rein phonetisch betrachtet sind es natürlich nur fünf, denn &lt;ng&gt; ist ein <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Digraph_(Linguistik)'>Digraph</a>  und &lt;sch&gt; ein <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Digraph_(Linguistik)#Trigraph,_Tetragraph...'>Trigraph</a>, also ein Laut, dessen graphische Darstellung sich aus mehreren Buchstaben zusammensetzt. So ergeben sich lediglich 5 aufeinander folgende <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Phonem'>Phoneme</a> in /<a title="Ungerundeter offener Vorderzungenvokal" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ungerundeter_offener_Vorderzungenvokal"></a><a title="Liste der IPA-Zeichen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen"><span title="Aussprache, IPA"><strong>ˈ</strong></span></a><a title="Ungerundeter offener Vorderzungenvokal" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ungerundeter_offener_Vorderzungenvokal"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">a</span></a><a title="Stimmhafter velarer Nasal" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhafter_velarer_Nasal"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">ŋ</span></a><a title="Stimmloser alveolarer Frikativ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_alveolarer_Frikativ"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">s</span></a><a title="Stimmloser alveolarer Plosiv" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_alveolarer_Plosiv"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">t</span></a><a title="Stimmloser postalveolarer Frikativ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_postalveolarer_Frikativ"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">ʃ</span></a><a title="Stimmhafter labiodentaler Frikativ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhafter_labiodentaler_Frikativ"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">v</span></a><a title="Ungerundeter offener Vorderzungenvokal" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ungerundeter_offener_Vorderzungenvokal"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">a</span></a><a title="Ungerundeter zentralisierter fast geschlossener Vorderzungenvokal" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ungerundeter_zentralisierter_fast_geschlossener_Vorderzungenvokal"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">ɪ</span></a><a title="Stimmloser alveolarer Frikativ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_alveolarer_Frikativ"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">s</span></a><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">/, was  natürlich schon eine  Herausforderung darstellt.</span></p>
<p>Im <a title="Label 205" href="http://www.label205.de/">Label 205</a> hatte ich heute ausführlichGelegenheit über Konsonantenhäufungen zu diskutieren, als mir plötzlich durch eine zufällige Gedankenassoziation ein Wort durch den Kopf ging, das immerhin zwölf Konsonantenzeichen enthält, nämlich: <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Borschtsch'>Borschtschschlürfer</a>, und das noch dazu ein Doppel-<em>sch </em>aufweist. Allerdings handelt es sich bei &lt;rschtschschl&gt; auch nur um fünf Konsonantenphoneme, nämlich /<a title="Stimmhafter alveolarer Vibrant" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhafter_alveolarer_Vibrant"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">r</span></a><a title="Stimmloser postalveolarer Frikativ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_postalveolarer_Frikativ"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">ʃ</span></a><a title="Stimmlose postalveolare Affrikate" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmlose_postalveolare_Affrikate"><span class="IPA" title="Representation in the International Phonetic Alphabet (IPA)">ʧ</span></a><a title="Stimmloser postalveolarer Frikativ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_postalveolarer_Frikativ"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">ʃ</span></a><a title="Stimmhafter labiodentaler Frikativ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhafter_labiodentaler_Frikativ"></a><a title="Stimmhafter lateraler alveolarer Approximant" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhafter_lateraler_alveolarer_Approximant"><span class="IPA" style="text-decoration: none ! important;">l</span></a>/; wahrscheinlich ist das die Obergrenze. Dennoch ist Borschtschschlürfer zumindest für heute mein Wort des Tages.</p>
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		<title>Rechtschreibung: Und was kommt jetzt?</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2006/03/03/rechtschreibung-und-was-kommt-jetzt/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Mar 2006 18:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Soeben hat die Kultusministerkonferenz den Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung zugestimmt, und somit gibt es wieder eine Reform der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 – bekanntlich nicht die erste „Reformreform“ in dieser Angelegenheit. Jetzt scheint aber alles gut zu werden, denn das Wesentliche an der Reformreform ist, dass nun wieder zusammengeschrieben wird, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben hat die <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Kultusministerkonferenz'>Kultusministerkonferenz</a> den Empfehlungen des <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Rat_für_deutsche_Rechtschreibung_(Kommission)'>Rates für deutsche Rechtschreibung</a> zugestimmt, und somit gibt es wieder eine Reform der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Reform_der_deutschen_Rechtschreibung_von_1996'>Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996</a> – bekanntlich nicht die erste „Reformreform“ in dieser Angelegenheit.</p>
<p>Jetzt scheint aber alles gut zu werden, denn das Wesentliche an der Reformreform ist, dass nun wieder zusammengeschrieben wird, was zusammengehört. <img src='http://www.maha-online.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.maha-online.de/blog/2005/10/03/rechtschreibtipp-zusammen-oder-getrennt-iii-adjektiv-verb/">Wir erinnern uns:</a> Die Reform favorisierte im Verbalbereich die Auseinanderschreibung auf Biegen und Brechen. Man sollte also immer <em>wieder vereinigen, sitzen bleiben, Rad fahren, Eis laufen</em> usw. schreiben, obwohl es natürlich Unterschiede gibt zwischen dem Sitzenbleiben in der Schule und dem Sitzenbleiben auf einem Stuhl gibt und <em>Eis</em> kein Objekt von <em>laufen</em> ist. Auch der Unterschied zwischen den folgenden Sätzen war durch die exzessive Auseinanderschreibung verwischt worden: <em>Sie ist mir wohl (= vielleicht) bekannt.</em> und <em>Sie ist mir wohlbekannt.</em> (= ich kenne sie gut), denn es sollte immer <em>wohl bekannt</em> geschrieben werden, obwohl sich die beiden Sätze auch durch ihre Betonung unterscheiden.</p>
<p>Nun hat alles wieder seine Ordnung. Dinge dürfen uns wieder <em>schwerfallen</em>, ohne dass wir <em>schwer fallen </em>müssen. Und die Parteien für und gegen die <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Rechtschreibung'>Neue Rechtschreibung</a> (jetzt auch mit Recht mit großem <em>N</em>) können sich <em>näherkommen</em>, um dem Ziel einer geeigneten Rechtschreibung <em>näher</em> <em>kommen </em>zu können.</p>
<p>Es gibt noch ein paar kleinere Reförmchen, die aber <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5290632_REF1_NAV_BAB,00.html">andere besser referieren können</a> als ich.</p>
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		<title>Sprachtipp: Plural der Substantive auf -el</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2005/11/18/sprachtipp-plural-der-substantive-auf-el/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2005 10:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.maha-online.de/blog/2005/11/18/sprachtipp-plural-der-substantive-auf-el/</guid>
		<description><![CDATA[Kürzlich habe ich in einer renommierten Zeitschrift einen Artikel über ein „Nano Zentrum“ gelesen (wir wissen inzwischen, dass die Schreibung Nano-Zentrum richtig wäre). Dort wurde über verschiedene „Partikel“ berichtet, die das Zentrum erforscht. Es muss in der deutschen Standardsprache allerdings Partikeln heißen. Hier die Regel: Bei maskulinen Substantiven auf -el wird der Plural (außer im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich habe ich in einer <a href="http://www.forschung-und-lehre.de/cms/">renommierten Zeitschrift</a> einen Artikel über ein „Nano Zentrum“ gelesen (<a href="http://www.maha-online.de/blog/2005/09/08/rechtschreibtipp-zusammen-oder-getrennt-i-substantive/">wir wissen inzwischen</a>, dass die Schreibung <em>Nano-Zentrum</em> richtig wäre). Dort wurde über verschiedene „Partikel“ berichtet, die das Zentrum erforscht. Es muss in der deutschen Standardsprache allerdings <em>Partikeln</em> heißen. Hier die Regel:</p>
<blockquote><p>Bei maskulinen <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Substantiv'>Substantiven</a> auf <em>-el</em> wird der Plural (außer im <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Dativ'>Dativ</a>) ohne <em>-n</em> gebildet, bei femininen mit <em>-n</em>.</p></blockquote>
<p>Beispiele: <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Maskulinum'>Maskulinum</a>: <em>der Apfel</em> > <em>die Äpfel</em>, <em>der Knödel</em> > <em>die Knödel</em> (außer – <a href="http://www.maha-online.de/blog/2005/11/13/semmelnknodeln/">wie schon berichtet</a> – bei <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Valentin'>Karl Valentin</a>), <em>der Artikel</em> > <em>die Artikel</em>; <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Femininum'>Femininum</a>: <em>die Regel</em> > <em>die Regeln</em>, <em>die Partikel</em> > <em>die Partikeln</em> usw.</p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>Diese Regel ist einmal willkürlich festgelegt worden, um <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Singular'>Singular</a> und <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Plural'>Plural</a> bei den Feminina besser unterscheiden zu können, sonst würden nämlich Artikel und Substantiv die gleiche Form haben, und man wüsste nicht, ob von einer Partikel oder von mehreren Partikeln die Rede ist. Beim Maskulinum stellt sich das Problem aufgrund der unterschiedlichen Artikelformen nicht. Da aber <em>Partikel</em> so ähnlich klingt wie <em>Artikel</em>, dessen Plural eben ohne <em>-n</em> gebildet wird, kommt es hier häufig zu Fehlern.</p>
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		<title>Rechtschreibtipp: ß</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2005/10/18/rechtschreibtipp-s/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2005 17:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich gar nicht über die (neue) ß-Regel schreiben, weil ich dachte, sie sei allgemein bekannt und völlig unproblematisch. Die Lektüre der letzten Tage hat mich allerdings eines Besseren belehrt. Hier also noch einmal die Regel: Ein „scharfes“, also stimmloses [s] wird nach kurzem Vokal mit ss orthografisch wiedergegeben, nach langem Vokal oder Diphthong [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich gar nicht über die (neue) <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/ß'>ß</a>-Regel schreiben, weil ich dachte, sie sei allgemein bekannt und völlig unproblematisch. Die Lektüre der letzten Tage hat mich allerdings eines Besseren belehrt. Hier also noch einmal die Regel:</p>
<blockquote><p>Ein „scharfes“, also <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmlosigkeit'>stimmloses</a> [s] wird nach kurzem <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Vokal'>Vokal</a> mit <em>ss</em> orthografisch wiedergegeben, nach langem Vokal oder <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Diphthong'>Diphthong</a> mit <em>ß</em>.</p></blockquote>
<p>Beispiele: kurzer Vokal vor <em>ss</em>: <em>Kuss, Fässer, Masse</em>; langer Vokal vor <em>ß</em>: <em>Fuß, Maße</em>, Diphthong vor <em>ß</em>: <em>weiß, außer</em> (häufig sieht man falsches <em>*ausser</em>).<br />
Eigentlich eine einfache Regel, wenn einem der Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen klar ist. Für die meisten deutschen Muttersprachler dürfte das aber kein Problem sein.<br />
Schwierigkeiten ergeben sich am Wortende: Da dort wegen der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Auslautverhärtung'>Auslautverhärtung</a> das <em>s</em> immer stimmlos ist, stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht ein einfaches <em>s</em> reicht: Schreibt man <em>Fleis?</em> – oder <em>Fleiß?</em> <em>Vlies</em> oder <em>Vließ?</em> <em>Mus</em> oder <em>Muß?</em> Das „Verlängern“ des Wortes hilft, wo dies möglich ist: <em>fleißig</em>, also <em>Fleiß</em>, <em>Vliese</em> oder <em>Vließe</em>, also beides (<em>Vließ</em> ist eher süddeutsch/österreichisch); <em>Mus</em> lässt sich schlecht verlängern, der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Plural'>Plural</a> müsste <em>Muse</em> sein, also ist <em>Mus</em> richtig (vgl. auch <em>Gemüse</em>, mit dem <em>Mus</em> entfernt verwandt ist). Übrigens ist <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Müsli'>Müsli</a> ein <em>Müslein</em> und wird daher nicht mit <em>ß</em> geschrieben – wie auf mancher Speisekarte zu sehen.<br />
Ganz trickreich ist das <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Suffix'>Suffix</a> <em>-nis</em>: Da der Plural <em>-nisse</em> lautet, würde man für den <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Singular'>Singular</a> <em>*-niss</em> erwarten, aber man schreibt seit der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Reform_der_deutschen_Rechtschreibung_von_1901'>Reform der deutschen Rechtschreibung von 1901</a> <em>-nis</em> im Singular.</p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>Das <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Latein'>Latein</a> kannte nur ein stimmloses <em>s</em>, das in der Schreibung des Deutschen für <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhaftigkeit'>stimmhaftes</a> <em>s</em> (<a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Internationales_Phonetisches_Alphabet'>IPA</a> [z]) übernommen wurde. Stimmloses <em>s</em> wurde durch Doppelschreibung bzw. <em>ß</em> angezeigt, wobei <em>ß</em> eine <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Ligatur_(Typografie)'>Ligatur</a> für <em>ss</em> war (in der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Typografie'>Typografie</a>). Später wurde dann die typografische Regel zu einer orthografischen: Nach kurzem Vokal wurde <em>ss</em> geschrieben, wenn das (Teil-) Wort nicht zuende ist und kein <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Konsonant'>Konsonant</a> folgt (<em>Flüs-se</em>), sonst (<em>Fluß-u-fer</em>). Die neue Regel mit der Vokallänge ist einfacher und passt besser in das Grundprinzip der deutschen Orthografie, dass Vokalkürze durch Doppelkonsonanten gekennzeichnet wird. Die neue <em>ss/ß</em>-Regel ist eine der wenigen überzeugenden Verbesserungen der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_deutsche_Rechtschreibung'>neuen deutschen Rechtschreibung</a>.<br />
Die Schreibung <em>-nis</em> mit einfachem <em>s</em> wurde übrigens damit begründet, dass dieses Suffix immer unbetont ist. Die Begründung ist nicht wirklich überzeugend. </p>
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		<title>Rechtschreibtipp: Zusammen oder getrennt? (III) Adjektiv + Verb</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2005 00:01:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon bei den Zusammensetzungen von Substantiv + Verb gilt auch bei Adjektiv + Verb, dass sie seit der Rechtschreibreform von 1996 (amtliches Regelwerk) in vielen Fällen getrennt geschrieben werden, obwohl sie eine Akzenteinheit bilden (der Hauptakzent also auf dem Adjektiv liegt). Faustregel Eine Faustregel kann wie folgt formuliert werden: Wann immer ein Adjektiv als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon bei den Zusammensetzungen von <a href="http://www.maha-online.de/blog/2005/09/13/rechtschreibtipp-zusammen-oder-getrennt-ii-substantiv-verb/">Substantiv + Verb</a> gilt auch bei <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Adjektiv'>Adjektiv</a> + <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Verb'>Verb</a>, dass sie seit der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtschreibreform_von_1996'>Rechtschreibreform von 1996</a> (<a href="http://www.ids-mannheim.de/reform/#B">amtliches Regelwerk</a>) in vielen Fällen getrennt geschrieben werden, obwohl sie eine Akzenteinheit bilden (der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Akzent_(Linguistik)'>Hauptakzent</a> also auf dem Adjektiv liegt). </p>
<h3>Faustregel</h3>
<p>Eine Faustregel kann wie folgt formuliert werden:</p>
<blockquote><p>
Wann immer ein Adjektiv als eigenständig angesehen werden kann, wird es auch getrennt vom Verb, zu dem es gehört, geschrieben. Die Auseinanderschreibung gilt immer für Adjektive auf <em>-ig, -lich, -isch</em>.
</p></blockquote>
<p>Hier ein paar Beispiele: <em>nahe liegen, übrig bleiben, heilig sprechen, lächerlich machen</em> usw.<br />
Ein Kriterium für diese Eigenständigkeit ist die <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Komparation'>Steigerbarkeit</a> des Adjektivs: zum Beispiel <em>näher liegen</em>, die aber nicht notwendig ist (vergleiche <em>übrig bleiben</em>). Ist ein Adjektiv im gegebenen Kontext nicht steigerbar, so ist Zusammenschreibung angesagt: <em>krankschreiben, fernsehen, totschweigen &#8230;</em></p>
<h3>Problem und Reform der Reform der Reform &#8230;</h3>
<p>Leider ergibt sich eine Schwierigkeit bei dieser Regelung: Bedeutungs- und Betonungsunterschiede gehen verloren, wie <a href="http://forum.tagesschau.de/showthread.php?t=5886">eine Reihe von Beispielen</a> zeigen. Dies ist auch einer der Gründe für die <a href="http://won.mayn.de/rechtschreibreform/b-kmk-2004-02.html">Reform der Reform</a> (als <a href="http://www.bildung.bremen.de/sfb/sprachreport_kurz.pdf">PDF</a>), in der verschiedene Auseinanderschreibungen zurückgenommen wurden. Ich nehme allerdings an, dass die Reform weiter reformiert werden wird. Das Ende der Reform wird wohl sein, die Zusammen- und Getrenntschreibung von Adjektiv + Verb freizustellen. </p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>Die Reformer wollten mit der Nicht-Steigerbarkeit offenbar ein klares Kriterium für die Zusammenschreibung einführen. Dem liegt die irrige Annahme zugrunde, dass nur die Zusammenschreibung zu regeln sei, da die Auseinanderschreibung den Normalfall darstelle. Das ignoriert die akzentuellen Gegebenheiten und die <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Semantik'>semantischen</a> Unterschiede zwischen einem eigenständigen Wort und einem <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Komposition'>Kompositionsglied</a>; man vergleiche: <em>Der Torwart hat den Ball sauber gehalten.</em> <strong>vs.</strong> <em>Er hat das Auto sauber gehalten</em> früher hier: <em>saubergehalten</em>. Im ersten Fall hat <em>sauber</em> metaphorische Bedeutung, die es im zweiten Beispiel nicht haben kann.<br />
Ich halte es für sinnvoll, dass sich eine Orthografie an den <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Phonologie'>phonologischen</a> Gegebenheiten einer Sprache orientiert (hier also an der Akzentsetzung), daher ist eine Zusammenschreibung von Adjektiv + Verb weiterhin empfehlenswert, zumal wenn es zudem Bedeutungsunterscheidungen gibt.</p>
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		<title>Rechtschreibtipp: Zusammen oder getrennt? (II) Substantiv + Verb</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2005/09/13/rechtschreibtipp-zusammen-oder-getrennt-ii-substantiv-verb/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2005 19:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Während die Faustregel für zusammengesetzte Substantive lautete, diese immer zusammenzuschreiben oder einen Bindestrich zu verwenden, heißt es bei der Kombination von Substantiv und Verb seit der Rechtschreibreform von 1996 (Kurzfassung der Reform): In der Regel werden sie auseinandergeschrieben, also: Rad fahren (als Substantiv allerdings: das Radfahren), Recht haben, Essen fassen (als Substantiv das Essenfassen) usw. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Faustregel für <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Komposition_(Grammatik)'>zusammengesetzte</a> <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Substantiv'>Substantive</a> lautete, diese immer zusammenzuschreiben oder einen <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Bindestrich'>Bindestrich</a> zu verwenden, heißt es bei der Kombination von Substantiv und <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Verb'>Verb</a> seit der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtschreibreform_von_1996'>Rechtschreibreform von 1996</a> (<a href="http://www.neue-rechtschreibung.de/10regeln.htm">Kurzfassung der Reform</a>): In der Regel werden sie auseinandergeschrieben, also: <em>Rad fahren</em> (als Substantiv allerdings: <em>das Radfahren</em>), <em>Recht haben</em>, <em>Essen fassen</em> (als Substantiv <em>das Essenfassen</em>) usw. Es gibt eine Ausnahme, nämlich bei so genannten verblassten Substantiven: <em>preisgeben</em>, <em>teilnehmen</em> usw. (<em>preis-</em> hat nicht mehr viel mit <em>Preis</em> zu tun, <em>teil-</em> wenig mit <em>Teil</em>). Natürlich entstehen bei der Abgrenzung von verblassten und nicht-verblassten Substantiven Probleme: so schreibt man <em>Acht geben</em>, obwohl <em>Acht</em> mindestens so verblasst ist wie <em>preis-</em>. Im Zweifelsfall würde ich die Wörter eher zusammenschreiben.</p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>Natürlich handelt es sich auch bei Substantiv + Verb um eine <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Komposition_(Grammatik)'>Komposition</a> – wie bei Substantiv + Substantiv. Die <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Wortakzent'>Akzentuierung</a> von <em>Essen fassen</em> und <em>Essenfassen</em> ist gleich und es liegt die gleiche <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Semantik'>semantische</a> Modifikation vor. Die Entscheidung für die Auseinanderschreibung beim Verb liegt in einer besonderen Eigenschaft des Deutschen: Bei der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Flexion'>Flexion</a> eines Verbs (<em>ich fahre Rad, ich fasse Essen</em> wird das zusammengesetzte Verb getrennt. Das ist zwar nicht spektakulär, denn es geschieht auch bei Verben, deren Erstglied eine betonte <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Partikel_(Grammatik)'>Partikel</a> ist (<em>nachfragen: ich frage nach</em>). Würde <em>Rad fahren</em> <em>radfahren</em> geschrieben (wie nach alter Orthografie üblich), müsste man auch <em>ich fahre rad</em> (wie <em>ich nehme teil</em>). Das wollten die Reformer wohl vermeiden.<br />
Nun zum Thema <em>Verblassung</em>: Der unterschiedliche Status von <em>Acht geben</em> und <em>teilnehmen</em> ist eigentlich <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Syntax'>syntaktisch</a>: Man kann <em>Acht</em> syntaktisch erweitern: <em>Ich muss Acht auf meinen Hund geben.</em> ist ein möglicher Satz, während <em>*Ich muss Teil an dem Treffen nehmen.</em> kaum möglich ist.</p>
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		<title>Rechtschreibtipp: Zusammen oder getrennt? (I) Substantive</title>
		<link>http://www.maha-online.de/blog/2005/09/08/rechtschreibtipp-zusammen-oder-getrennt-i-substantive/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2005 16:14:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung, Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde zunächst über die Zusammen- bzw. Getrenntschreibung von zusammengesetzten Substantiven schreiben, denn bei den Verben gibt es immer noch ein heilloses Durcheinander, zu dem ich später ausführlicher Stellung nehmen werde. Das wird dann kompliziert! Mit den Substantiven sollte man aber keine Schwierigkeiten haben, denn im Gegensatz zu anderen Sprachen, ist es im Deutschen ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde zunächst über die Zusammen- bzw. Getrenntschreibung von zusammengesetzten <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Substantiv'>Substantiven</a> schreiben, denn bei den <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Verb'>Verben</a> gibt es immer noch ein heilloses Durcheinander, zu dem ich später ausführlicher Stellung nehmen werde. Das wird dann kompliziert! Mit den Substantiven sollte man aber keine Schwierigkeiten haben, denn im Gegensatz zu anderen Sprachen, ist es im Deutschen ganz einfach: Zusammengesetzte Substantive, auch <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Komposition_(Grammatik)'>Komposita</a> genannt, werden zusammengeschrieben, oder – wenn es die Lesbarkeit erhöht – werden die Bestandteile mit einem Bindestrich verbunden: Man schreibt also <em>Parkkolonnade</em> (oder <em>Park-Kolonnade</em>) und nicht (wie am <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Potsdamer_Platz'>Potsdamer Platz</a> zu sehen): <em>*Park Kolonnade</em>; eben wie man auch <em>Parkbank</em> zusammenschreibt. Das gleiche gilt für das <em>DB-Hochhaus</em> am gleichen Ort.<br />
Werden die Bestandteile eines zusammengesetzten Substantivs durch ein Leerzeichen getrennt, spricht man auch von einem <a href="http://www.deppenleerzeichen.de/">Deppenleerzeichen</a> oder gebildeter von einem <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Agovis'>Agovis</a>. Beispiele gibt es unter den angegebenen Links mehr als genug.<br />
Lediglich zusammengesetzten Wörter, die als ganze aus einer anderen Sprache entlehnt werden, dürfen auch so wie in der Gebersprache geschrieben werden: also <em>Blue Jeans</em> (die Großschreibung ist allerdings deutsch) neben <em>Bluejeans</em> oder <em>Pommes Frites</em> (auch hier ist die Großschreibung deutsch, und die Aussprache weicht vom Französischen mehr oder weniger ab).<br />
Wenn nur der erste Teil des Wortes ein Fremdwort oder Eigenname ist, greift natürlich wieder die Zusammenschreibregel, also: <em>Multimedia-Anwendungen</em>, <em>Windows-Betriebssystem</em>, <em>Curry-Huhn</em>, <em>Intel-Prozessor</em> (alle diese Beispiele habe ich in den letzten Tagen falsch geschrieben gesehen). Besonders gern falsch geschrieben werden Komposita, deren erster Bestandteil eine Abkürzung ist. Richtig ist in diesem Fall die Schreibung mit einem Bindestrich: <em>Mac-OSX-Plattform</em>, <em>DB-Hochhaus</em>, <em>DDR-Bürgerrechtler</em> usw. Auch bei mehrgliedrigen Namen empfiehlt sich der Bindestrich: <em>Rosa-Luxemburg-Gedenkstätte</em> oder <em>Carl-von-Ossietzky-Universität</em>, die sich allerdings nicht entblödet hat, gegen die Rechtschreibung und für das Deppenleerzeichen zu optieren, und deshalb <a href="http://www.uni-oldenburg.de/">Carl von Ossietzky Universität</a> heißt. Die <a href="http://www.sub.uni-hamburg.de/">Hamburger Uni-Bibliothek</a> hat sich da besser aus der Affäre gezogen; sie heißt offiziell: <em>Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Ossietzky'>Carl von Ossietzky</a></em>, denn nachgestellte Namen gehören nicht mehr zum Substantiv und können daher unverändert hinzugefügt werden, also auch in <em>das Betriebssystem Windows XP</em> oder <em>die Firma AMD</em> usw. </p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>In einem Kompositum gibt der erste Teil eine Zusatzinformation zum zweiten Teil: Eine <em>Parkbank</em> ist eine &#8216;Bank im Park&#8217;; man sagt: das erste Kompositionsglied (von Grammatikern auch „Determinans“  oder „Modifikans“ genannt) modifiziert <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Semantik'>semantisch</a> das zweite (auch „Determinatum“ oder „Modifikatum“ genannt). Das <em>Damen-WC</em> ist ein &#8216;WC für Damen&#8217;, während die <em>WC-Damen</em> die &#8216;Damen des WCs&#8217; sind (zum Beispiel diejenigen, die sich um die WCs kümmern – im <a href="http://www.q205.com/">Quartier 205</a> auf der <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrichstraße_(Berlin)'>Friedrichstraße</a> in Berlin kann man es genau umgekehrt sehen. Außerdem erhält der erste Teil des Kompositums den Hauptakzent. Die semantische Modifikation und die Akzentuierung werden durch die Zusammenschreibung bzw. den Bindestrich angezeigt. So ist das <em>DB-Netz</em> (auf <em>DB</em>), das (Schienen-) Netz der Deutschen Bahn, während die <em>DB Netz</em> (jetzt hinten betont) eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn ist (auch <a class='wikilink' href='http://de.wikipedia.org/wiki/DB_Netz_AG'>DB Netz AG</a>), es handelt sich bei diesem Eigennamen also nicht um ein Kompositum.</p>
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