Archive for the ‘cinema’ Category

My 2007 favorites

Friday, January 11th, 2008

2007 was a very busy year for me; nevertheless, I managed to read some books, watch movies, listen to music and go to the theater. Here are my last year’s favorites:

And please, let me know what you liked in 2007.

Sterben für Anfänger

Monday, December 17th, 2007

Gestern habe ich den Film Sterben für Anfänger (Death at a Funeral) von Frank Oz gesehen. Es ist eine schwarze Komödie mit ziemlich viel britischem Humor, der Deutschen ja immer recht schwer fällt. Ich muss allerdings gestehen, dass mir der Film außerordentlich gut gefallen hat. Besonders schön ist die Szene, in der Daniel und Peter in das Arbeitszimmer des Vaters gehen. Die seltsamen Kunstwerke fielen mir sofort auf, und ich konnte mir gleich einen Reim darauf machen; später werden sie dann durch die Kameraführung noch mal so richtig in Szene gesetzt.Wer bissigen britischen Humor mag, sollten den Film nicht verpassen. Eine schöne Abendunterhaltung!

Spaß mit Clerks

Saturday, December 15th, 2007

Heute habe ich zum ersten mal den Film Clerks von Kevin Smith gesehen und mich köstlich amüsiert. Besonders gut sind die bildungsorientierten Zwischentitel, für die ich zweimal sogar zu leo.org greifen musste.

Kevin Smith versteht es wunderbar mit den Erwartungen der Zuschauer zu spielen. So hatte ich schon erwartet, dass der alte Mann auf der Toilette dort noch verblieben war, aber dann gab es ja gleich eine doppelte Wende, die nun wirklich nicht erwartbar war.

Ganz großes Kino!

Schwarze Schafe

Monday, December 3rd, 2007

Da ich gestern auf den üblichen sonntäglichen Videoabend verzichten musste, habe ich stattdessen mal das E-Werk-Kino in Erlangen besucht und dort den Berlinfilm Schwarze Schafe gesehen. Der Film ist in Ansätzen ganz interessant, besonders den Zeitraffer und das Spiel mit Schwarzweiß und Farbe fand ich vielversprechend, aber so richtig gefallen hat er mir nicht. Eigentlich war ich sogar enttäuscht. Das liegt wohl vor allem am Drehbuch: Fehlende Pointen werden durch überflüssige Entgleisungen kompensiert. Fäkales, Anales und Abgeschmacktes passen vielleicht in einen Film wie Trainspotting oder ein Theaterstück wie Shopping and Fucking, aber nicht in einen Film, der als Komödie und Berlin-Hommage angelegt ist. Als Berliner merkt man übrigens deutlich, wie ahnungslos die Filmemacher von Berlin sind. Dafür kann man sich als Kenner der Stadt die Zeit damit vertreiben, die Orte zu erraten, wo sich die Szene gerade abspielt. Ich denke mal, ein echter Berliner Filmemacher wie Christoph Miera hätte das besser hinbekommen – vor allem mit den Schauspielern.

Prestige und Simpsons

Saturday, December 1st, 2007

Endlich habe ich den Film The Prestige gesehen und ich war – wie ein paar Leute vorhergesehen haben – ziemlich begeistert. Der Film hat mir natürlich vor allem aufgrund der nicht-linearen Erzählstruktur gefallen, die wir ja von Christopher Nolan schon aus Memento kennen (kürzlich habe ich übrigens die Kurzgeschichte Memento Mori gelesen, auf der der Film Memento beruht).

Die Geschichte ist etwas seltsam, aber sehr gut erzählt und enthält bis zum Schluss noch Überraschungen, die den Zuschauer verblüffen. Der Regisseur arbeitet sehr schön mit dem, was der Zuschauer sehen bzw. nicht sehen kann. Der Film ist eben wirklich als Film gut. Überrascht hat mich David Bowie in der Rolle des Nikola Tesla, denn er sieht doch sehr un-bowie-mäßig aus. Auch der Soundtrack, an dem Hans Zimmer mitgewirkt hat, ist hörenswert.

Hans Zimmer zeichnet ja auch für die Musik von Die Simpsons – Der Film verantwortlich. Auch da ist die Musik sehr gut, aber sonst hat mir dieser Film weniger gefallen. Er ist doch nicht mehr als eine lange Simpsons-Folge, und das ist dann doch zu wenig. Der Simpsons-Film ist nicht schlecht, aber eben auch nicht wirklich herausragend – trotz des Soundtracks!

Erst mal sollte man also The Prestige sehen und später dann vielleicht noch den Simpsons-Film.

Schlechter Film von gutem Deutschen

Monday, November 26th, 2007

Von dem neuen Film noir The Good German hatte ich mir eigentlich viel versprochen: George Clooney, Cate Blanchett, Tobey Maguire und der nicht unattraktive Christian Oliver, das Ganze in den Ruinen von Berlin, das konnte eigentlich nur gut werden! Wurde es aber nicht: Die ganze Handlung ist unrund! Zunächst wird der Fahrer (Tobey Maguire) als zweite Hauptfigur aufgebaut, um dann plötzlich zur Nebenfigur zu mutieren und durch einen anderen Fahrer ersetzt zu werden, obwohl es viel logischer gewesen wäre, wenn er später an entscheidender Stelle zur Waffe gegriffen hätte. Außerdem ist es völlig unplausibel, dass die weibliche Hauptperson auch vor Mord nicht zurückschreckt, um jemanden zu schützen, den sie eigentlich gar nicht schützen will, und dabei dann noch auf das Geld verzichtet, das sie dringend benötigt. Möglicherweise hat hier jemand nachträglich im Drehbuch herumgepfuscht. Anders lassen sich die Brüche wohl kaum erklären.

Die Geschichte geht überhaupt nicht auf! Sie ist im Grunde eine Mischung aus Casablanca und The Third Man; Casablanca wird am Ende sogar filmisch zitiert, möglicherweise um davon abzulenken, dass große Teile der Handlung aus The Third Man abgekupfert wurden, wobei der Film immer dann an Plausibilität verliert, wenn er von der Vorlage abweicht.

Ich kann nur allen empfehlen, diesen Film getrost zu ignorieren und stattdessen noch einmal The Third Man zu sehen. Vorher sollte man vielleicht die Doku zu den Wiener Örtlichkeiten noch lesen, dann kann man den Film ganz problemlos als Google Video genießen – am besten gefolgt von Citizen Kane (als Google Video), in dem Multitalent Orson Welles nicht nur eine Nebenrolle spielt, sondern die Hauptrolle und dazu noch Regie führt.

Meine erste Filmrolle

Monday, November 26th, 2007

Manchmal werde ich gefragt, was ich an Berlin so toll finde, dass ich dort gar nicht wegziehen will. Ein wichtiger Grund ist der kulturell-kreative Nährboden, der immer wieder für Überraschungen sorgt. So fragte mich neulich ein befreundeter Filmemacher, ob ich in seinem neuen Kurzfilm „Das Andere“ eine Mini-Rolle übernehmen wolle. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Der Auftritt ist nur wenige Sekunden lang: mein Text beschränkt sich auf den denkwürdigen Satz: „Das war ja mal wieder nichts, sechs!“ Aber ein durchgeknallter Lehrer ist auch schon mit wenigen Sekunden eine Traumrolle. :-) Jetzt wünsche ich dem Regisseur alles Gute, dass ihm der sicher sehr lustige Film die Aufnahme an eine Filmhochschule verschafft. Dann wird er sicher noch berühmt! Sein letzter Kurzfilm „Fremdkörper” war auch schon eine stattliche Leistung.

Für mich war die Filmerfahrung recht interessant. Ich glaube aber, dass Filmproduktion auf die Dauer nichts für mich wäre. Ich finde, es dauert einfach viel zu lang, ein paar Sekunden Film in den Kasten zu bekommen. Wir haben fast zwei Stunden für nicht mal zehn Sekunden gebraucht. Bei einer größeren Produktion ist es wahrscheinlich die Hauptaufgabe der Mitwirkenden zu warten. Da helfen ein gutes Buch und/oder ein iPod.

An diesem Wochenende habe ich auch eine neue Band entdeckt, die chillige Elektromusik mit Gesang macht, nämlich: Everything but the Girl. Sehr zu empfehlen ist ihr Album Like the Deserts Miss the Rain, das mir am Wochenende unterkam – das Richtige für Winterabende am heimischen Lagerfeuer!

This Is England

Tuesday, November 6th, 2007

This Is England (imdb) is a new British film that I watched last Sunday. It is about Margaret Thatcher’s England, the Falklands War, the Skinhead Movement and the British National Front. The film is not easy at all, but it gives a good insight into the England of the the ’80s (with a suitable soundtrack and British accents which are difficult to understand, if you aren’t used to them).

Fracture

Monday, October 22nd, 2007

Am Sonntag gab es wieder einen gelungenen Videoabend: wuerfel hatte falschen Hasen ;-) gekocht, dazu gab es einen Corvo aus dem Jahr 2000 und anschließend einen ganz tollen Film, nämlich Fracture, auf Deutsch Das perfekte Verbrechen. Der Titel ist mal wieder keine besonders gelungene Übersetzung, aber „Bruch“ wäre auch nicht besser gewesen.

Der Film glänzt vor allem durch zwei exzellente Schauspieler: Ryan Gosling und vor allem durch den großartigen Anthony Hopkins. Die Dialoge sind meist kurz und pointiert und sehr hintergründig. Die kleinen Feinheiten der Dialoge sind ein Genuss – und dazu die geschickt erzählte Geschichte: Es ist kein Whodunit, denn der Mörder steht von Anfang an fest. Die Frage ist bloß: Wie kann sich der Mörder aus der Schlinge ziehen? Und da kommt Spannung auf! Der Plan ist sehr raffiniert und dem Zuschauer wird immer wieder Gelegenheit gegeben, das Spiel zu durchschauen. Als sich der Mörder und der Inspektor unmittelbar nach dem Mord durch die Tür unterhielten, hatte ich schon so eine Ahnung bezüglich des Plans, die sich später als richtig erwies. Es kommt eben auf die Details an. Das sagt die Hauptfigur dann auch an einer Stelle. Ich habe den Film jedenfalls sehr genossen und kann ihn sehr empfehlen! Oskarverdächtig!

Meier & Chaosradio Express

Tuesday, October 16th, 2007

Am Sonntag habe ich die deutsche Komödie Meier von Peter Timm gesehen. Der Film von 1986 spielt im geteilten Berlin und zeigt, wie absurd das Leben in der geteilten Stadt war – zumindest aus heutiger Sicht, aber der Film ist ja 1986 gedreht worden, allerdings teilweise in Westberlin. So wird der Hauptgebäude-Neubau der TU Berlin kurzerhand zum Eingangsbereich am Flughafen Berlin-Schönefeld. Die Ähnlichkeit ist verblüffend und zeigt, dass auch der Westen an Geschmacksverirrung gelitten hat. Richtig gut sind die DDR-Mustertapeten. Aber ist spießige Raufasertapete wirklich besser?

Empfohlen wurde mir der Film von Tim Pritlove, der nach mehrmonatiger Pause nun wieder mit Chaosradio-Express angefangen hat – und das gleich richtig intensiv! Das freut mich sehr, zumal die Kürzung der „Muttersendung“ Chaosradio das Bedürfnis nach zusätzlichen Sendungen umso größer macht.