Im Würzburger Chaos

Montag und Dienstag musste ich dienstlich in an einer Tagung über die Vergabe von Leistungspunkten an europäischen Unis teilnehmen. Das konnte ich natürlich schick mit einem touristischen Besuch verbinden. Am Sonntag erklomm ich also die Festung Marienberg, die ich Dank meiner Jahreskarte für bayerische Schlösser ohne weitere Kosten, dafür aber mit Führung besichtigen konnte. Da das Wetter dann plötzlich kalt und nass wurde, besuchte ich noch eine Sauna. Von dort war es dann nicht weit zu dem Lokal, wo sich der Würzburger Chaostreff sonntagsabends zusammenfindet. Dort gab es sogar Club-Mate, allerdings zum Rekordpreis von 2,5o Euro. Dafür kann man allerdings mit dem Kellner würfeln. Wenn man mehr Augen auf den beiden Würfeln hat als der Kellner, zahlt man nicht. Besser wäre es allerdings, wenn ohne das Würfeln die Mate an sich billiger wäre…
Am Montag und Dienstag musste ich dann angestrengt tagen. Es war zwar interessant, aber doch anstrengend. Zudem war das Mercure-Hotel außer teuer eher schlecht. Man hörte das Schnarchen der Zimmernachbarn, in meinem Zimmer war noch ein gebrauchtes Handtuch des Vorgastes, und beim Checkin wurde eine Kreditkarte als Absicherung für die Minibar verlangt. Das habe ich noch nie erlebt.
Am Montag blieb zwischendurch noch etwas Zeit für die Besichtigung der Würzburger Residenz. Die ist wirklich beeindruckend! Die Tiepolo-Fresken sind atemberaubend! Im Rahmenprogramm der Tagung gab es noch eine sehr interessante Führung durch den staatlichen Hofkeller unter der Residenz, bei der ich einiges über Wein lernen konnte, so wurde unter anderem das Geheimnis des Müller-Thurgaus gelüftet und ich erfuhr, was Malolaktik ist (demnächst mehr davon in der Wikipedia).

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