Linux in Berlin und Lawrence Lessig

Gestern war so ein richtiger Open-Source-Aktionstag in Berolinum. Am Nachmittag bin ich ins Spreepalais in der Nähe der Museumsinsel. Dort fand eine Veranstaltung des Newthinking-Stores statt mit dem Titel: „Linux in Berlin“. Es ging natürlich um die Förderung von Linux in Berlin. Neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen gab es – ähnlich wie auf dem Linuxtag – Stände der im Bereich quelloffener Software und freier Inhalte aktiven Gruppen. Als Wikipedianer war ich zur Unterstützung des Wikipedia-Standes auch eingeladen. Interessanterweise traf ich gleich beim Einlass einen alten Bekannten: einen Linguisten namens Karsten, den ich vor einiger Zeit mal über einen anderen Linguisten kennengelernt hatte. Er hat die Linguistik aufgegeben und arbeitet jetzt für Newthinking. Offensichtlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Linguistik und Linux.
Die Vorträge waren eigentlich nicht interessant, dafür habe ich mich bei den einzelnen Ständen umgesehen: So konnte ich mich über die neuere Entwicklung bei OpenOffice informieren: OpenOffice/StarOffice hat inzwischen einen Marktanteil von 7%. Das ist angesichts der Übermacht von Microsoft schon ein sehr gutes Ergebnis. Zu sehen war bereits OpenOffice 2.0 als Beta-Version. Außerdem erwarb ich ein paar Open-Source-„Devotionalien“ am Newthinking-Stand.
Am Abend ging es dann weiter zum DBB-Forum (DBB steht offensichtlich für den Deutschen Beamtenbund), wo die Bundeszentrale für politische Bildung zu einem Vortragsabend mit Lawrence Lessig eingeladen hatte. Der Vortrag war vor allem wegen des überzeugenden Vortragsstils von Lessig interessant. Wer noch nicht von Creative Commons-Lizenzen überzeugt war, war es spätestens nach diesem Vortrag. Ich habe auch ein paar Tipps für meine eigenen Vorträge mitnehmen können. Da wird sich einiges ändern!
Es gab im Anschluss an den Vortrag noch einen „Empfang“, der es mir ermöglichte, auch noch persönlich mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. Schließlich fuhr ich mit Martina und Kurt noch in den CCCB, wo wir den Abend bzw. die Nacht noch gemütlich bei einer Flasche Wein ausklingen ließen.
Fotos von diesem Tag gibt’s übrigens auf Sven Guckes’ Seite.

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