Weinabend

Gestern abend war ich bei Freunden, mit denen ich immer bei einem Großhändler Wein bestelle, um bessere Preise zu bekommen. Mit mehreren Interessenten haben wir eine so genannte „Weinbruderschaft“ gegründet. Ich hatte noch eine Kiste mit kleinen („halben“) Flaschen Champagner aus dem Hause Taittinger bestellt, und die galt es abzuholen. Man darf die Champagnermarke ruhig deutsch aussprechen, weil die Familie Taittinger aus Deutschland kommt, aber die französische Aussprache passt natürlich besser zum Champagner.
Warum kleine Flaschen? Qualitativ hochwertiger Champagner (« réserve ») ist derart teuer, dass es zu schade ist, wenn eine Flasche nicht vollends geleert werden kann und übrig bleibt. Das kann man bei der kleinen Portionierung vermeiden. Außerdem wäre der Konsum größerer Mengen Champagners auch nicht „amtsangemessen“. 🙂
„Zufälligerweise“ gab es ein sehr leckeres Steak mit noch leckerem Salat und dazu zwei ausgesuchte Weine: einen Ribera del Duero aus dem Hause Condado de Haza (2001) und einen Cabernet Sauvignon aus dem Haut-Médoc (Château Lamothe-Cissac 2000). Beide waren hervorragend! Ich bin bei Bordeaux-Weinen ja immer etwas skeptisch wegen der maschinellen Ernte und wegen des Cuvée-Praxis, aber dieser war wirklich ausgezeichnet, obwohl die Gastgeberin den Ribera del Duero besser fand. Probiert haben wir auch noch einen roten Burgunder aus dem Hause Bouchard, der aber nicht wirklich erwähnenswert ist.
Bei soviel Speis und Trank wäre ich gern mit dem Fahrrad gefahren, damit ich auch etwas Bewegung zum Ausgleich bekomme, aber leider ging das mal wieder nicht. Ich hatte zum dritten Mal in kurzer Folge einen Platten – und das trotz der vielgepriesenen „Big Apple“-Reifen von Schwalbe. (Dafür konnte ich dann etwas ungebremster dem Wein zusprechen.) Beim Radladen will man mir jetzt noch einen Schutz gegen Reifenpannen in den Reifenmantel einsetzen. Mal sehen, ob das hilft…

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