Per Anhalter durch die Galaxis

Heute habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und mir Per Anhalter durch die Galaxis im Kino angeschaut – leider ging es nur auf Deutsch, die englische Version muss ich irgendwann noch mal nachholen – spätestens wenn es sie auf DVD gibt – allein schon wegen der unnachahmlichen Lexikon-Stimme von Stephen Fry. Bei der Gegenüberstellung der Encyclopaedia Galactica mit dem Anhalter-Lexikon (“Hitchhiker’s Guide”) muss man ja unwillkürlich an eine ungenannte Enzyklopädie im Verhältnis zur Wikipedia denken (die Grafiken im Film ähneln den unsrigen, das Preisverhältnis auch!).
Der Film ist ja unter Fans umstritten, aber ich denke, auch oder gerade da, wo er vom Buch abweicht, ist der Film besonders gut. Es ist schließlich ein perfekter Hollywood-Film geworden. Schon das Buch weicht vom ursprünglichen Hörspiel ab, weil es eben ein Buch ist; der Film wiederum muss eben auch von Buch und Hörspiel abweichen. Das hat seine Berechtigung in der unterschiedlichen „Medialität“, wenn ich mich mal so geschwollen ausdrücken darf.
Jedenfalls hat der Film Lust darauf gemacht, dass ich mir das Hörspiel mal wieder antue und mir auch das Buch wieder vornehme (beides zum dritten Mal). Wenn ich nur wüsste, wem ich das Hörspiel gerade geliehen habe… (bitte melden!)
Ob ich mir den Krieg der Welten antue, weiß ich noch nicht: erstens steh ich nicht so auf Tom Cruise, zweitens finde ich da – ähnlich wie beim Anhalter – die Hörspielfassung (von keinem Geringeren als Orson Welles) für ein wirkliches Meisterstück, das man nicht so ohne Weiteres überbieten kann. Dagegen verblasst sogar der Originalroman von H.G. Wells. Jetzt sagen viele Kritiker einhellig, der Originalroman sei besser als der neue Film, was nicht für letzteren spricht.

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