Harry Potter 6

Habe gerade habe ich Harry Potter and the Half-Blood Prince ausgelesen. Leider war dieser Band der Harry-Potter-Reihe auch derjenige, der mir am wenigsten gefallen hat. Dafür gibt es vor allem drei Gründe:

  1. Es gibt ein paar Wiederholungen (so das helfende Buch, das etwas an das Tagebuch von Tom Riddle aus Harry Potter und die Kammer des Schreckens erinnert; es ist auch leicht durchschaubar, wer der Autor ist; die schmollende Hermione, das Pensieve und anderes).
  2. Die Liebesgeschichte zwischen Harry und Ginny wirkt aufgesetzt (vielleicht zu britisch?). Das Buch verliert sich überhaupt sehr in Nebenhandlungen.
  3. Das Buch hat kein richtiges Ende; man hat den Eindruck, der sechste und der siebte Teil seien einfach auf zwei Bücher verteilt worden. Es bleibt eine Menge offen: so ist immer noch nicht klar, ob Snape wirklich böse ist, da er ja auf Grund des unbrechbaren Schwures gezwungen war, so zu handeln, wie er es tat. Dass der Leser hier endlos hingehalten wird, ist recht ärgerlich. Ich hatte überhaupt in diesem Band die ganze Zeit das Gefühl, endlos hingehalten zu werden.

Hier meine Hitliste der Harry-Potter-Romane (nicht der Filme!):

  1. Harry Potter und die Kammer des Schreckens: Der zweite ist mit Abstand der beste Harry Potter!
  2. Harry Potter und der Stein der Weisen: der erste Harry Potter
  3. Harry Potter und der Orden des Phönix: zwar einer der neusten (5), aber sehr gut; vor allem weil es kein Kinderbuch mehr ist
  4. Harry Potter und der Gefangene von Askaban (3)
  5. Harry Potter und der Feuerkelch (4): Einerseits wirkt der Versuch, vom Schulroman etwas abzurücken, auf mich etwas verkrampft, andererseits ist das Tournier am Ende etwas zu ereignisreich und überfordert den Leser – jedenfalls mich!
  6. Harry Potter und der Halbblutprinz (6)

Der einzige sehenswerte Harry-Potter-Film ist der dritte (Harry Potter und der Gefangene von Askaban).

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