Einstein in Berlin

Anlässlich des Einsteinjahrs hat Stattreisen Berlin einen Rundgang zum Thema Einstein in Berlin ins Programm genommen, an dem ich heute teilgenommen habe. Er begann am Kronprinzenpalais, in dem noch bis Ende September eine Einsteinausstellung zu sehen ist. Von dort ging es über den Bebelplatz zur Humboldtuniversität. Auf dem Bebelplatz (vormals Opernplatz) wurden anlässlich der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland auch Einsteins Schriften verbrannt, hier befand sich bis nach dem ersten Weltkrieg auch die Verwaltung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die dabei mitgewirkt hatte, Einstein nach Berlin zu holen. Weiter ging es zur Staatsbibliothek zu Berlin, der ehemaligen Akademiebibliothek und zum ehemaligen Physikalisch-Chemischen Institut der Humboldtuniversität in der Bunsenstraße, neben dem ARD-Hauptstadtstudio. Der Zwischenhalt an dem nach Marie-Elisabeth Lüders benannten Gebäude des Bundestages sollte daran erinnern, dass Einstein mit ihr und anderen zusammen die Deutsche Demokratische Partei gegründet hatte. Dann ging es zum Theater am Schiffbauerdamm, um von Einsteins Verhältnis zu Brecht zu hören. Schließlich schloss der Rundgang im Scheunenviertel, wo Einstein als Jude thematisiert wurde. Die Führung, die von der Stadtführerin Barbara Müller geleitet wurde, war sehr interessant und gut ausgearbeitet – unvorteilhaft war der gelegentlich etwas feministische „Touch“ der Führung (Einstein als Macho, Physiker als Männerclub) und dass die Führerin darauf beharrte, dass Einstein „Ministerpräsident“ von Israel werden sollte, obwohl es um das Amt des Staatspräsidenten ging.
Nach der Tour bin ich in den Chaos Computer Club Berlin (auch so ein Männerclub, s.o.). Diesmal gab es dort nichts zu essen (jedenfalls nichts Gekochtes und die Küche lud nicht sehr zum Kochen ein), und so machten sich ein paar von uns auf, um im Tagore 2 am fernen Rosenthaler Platz indisch zu essen. Das ist ein günstiges, aber leckeres Indisches Restaurant. Auf dem Weg zurück kamen wir dann noch bei Newthinking vorbei; der Laden war zwar geschlossen, aber durch das Schaufenster sahen wir Markus Beckedahl dort sitzen, der uns hineinließ. Wir plauderten dort noch ein wenig und tranken eine Club-Mate. Es war mein erster Besuch bei Newthinking und fand die Räumlichkeiten ganz schön. Anschließend ging es zurück in den Club, wo wir unter anderem Musik von Meiko Kaji hörten.

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