Lob des Chaos

Heute hat Hukl geschrieben, warum er den Chaos Computer Club Berlin mag und Tim hat gleich zugestimmt. Da will ich nicht nachstehen und mich meinen Vorbloggern anschließen:
Ich bin ja im CCCB eher ein Newcomer, aber auch ich genieße die Berliner Clubatmosphäre sehr. Es ist immer sehr anregend, hier zu sein, denn immer entdecke ich Neues, und jeder Besuch ist eine Horizonterweiterung. Ich fühle mich hier sehr wohl! Da man praktisch immer irgendwelche Leute hier antrifft, erfüllt der CCCB eigentlich die Grundidee eines Clubs – so wie man sie manchmal in der britischen Literatur oder in britischen Filmen zu sehen bekommt (siehe Club in der englischen Wikipedia). Man kommt einfach rein und ist gleich zuhause. Besonders schön ist die Mischung aus Technik, Kultur (Filmabende!), Küche, Spaß und Politik (zum Beispiel: epass). Gerade die gesellschaftskritische Haltung liegt mir sehr. Kurz gesagt: Der Club ist intellektuell anregend in jeder Beziehung.
Um Entzugserscheinungen entgegenzuwirken, gibt es zum Glück den Chaos Computer Club auch in anderen Städten. Mir gefällt der Chaos Computer Club Cologne sehr gut, weil es dort auch sehr schöne Klubräume gibt. Die Atmosphäre dort ist ganz anders, aber auf ihre Art auch sehr schön, vielleicht sogar kommunikativer als die Berliner (aber weniger clubartig). Man kann die beiden nur schwer vergleichen. Noch anders ist die Situation im Erlanger Club oder im Würzburger Chaostreff. Beide sind auch wieder sehr unterschiedlich. Ich mag den Erlanger Club auch sehr gern, weil dort ein paar sehr nette Leute aktiv sind. Allerdings ist Erlangen sehr viel technischer als der Berliner (oder auch der Kölner) Club.
Um gleich ein aktuelles Beispiel für die Horizonterweiterung im Club zu berichten: Heute hat mich hukl zum Beispiel auf Seinfeld hingewiesen, und ich habe mir eine Folge angesehen (“The Marine Biologist”). Sehr witzig! Ich mag es, wenn sich absurde Situationen aufbauen, so dass alles schiefgehen muss, und die Spannung in der Frage besteht, wie sich alles wohl wieder auflösen wird. Als „Nicht-Fernseher“ wäre mir diese Serie völlig entgangen.
Außerdem habe ich dazu Eierschaum mit Zimt an Vanillesauce genießen dürfen, eine Kreation von Club-Mitglied Wuerfel. Auch diese kulinarische Horizonterweiterung soll nicht unerwähnt bleiben! Wie Antenne so treffend sagte, als ich mit dem Fahrrad beim Club ankam und sie mich erst nicht erkannt hatte: „Ich dachte, du wärst ein Hausbewohner, obwohl… bist du ja eigentlich auch – irgendwie…“ – Chaos Computer Club: Willkommen zuhause!

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