Nass oder trocken?

Abgesehen von denjenigen, die aus Veranlagung oder auf Grund von Epilation haarlos sind, zerfällt die depilationswillige Männerwelt in drei Lager: Nassrasierer, Trockenrasierer und Wechselrasierer. Ich gehöre in die letzte Gruppe, weil ich als Technikbegeisterter natürlich beiden Rasur-Verfahren etwas abgewinnen kann: Für die Trockenrasur benötigt man ein Elektrogerät, hat also „Spaß am Gerät“, aber auch die Nassrasur ist technisch sehr interessant: Man denke allein an die Multifunktionalität von Rasierschaum:

  • Er verändert den pH-Wert der Haut, die normalerweise (pH-Wert bei etwa 5,5) runzelig, ist; sie wird bei einem ph-Wert > 9 (alkalisch) glatt und die Haarwurzel tritt hervor.
  • Das enthaltene Alaun fördert die Blutgerinnung bei kleinen Verletzungen.
  • Außerdem bildet der Rasierschaum einen Gleitfilm, der Verletzungen verhindert oder minimiert.

Das Design der Rasierklinge spielt eine wichtige Rolle. Bei einer Mehrfachklinge sorgt die erste dafür, dass sich das angeschnittene Haar aufrichtet, um von der zweiten richtig erfasst zu werden. Eine dritte Klinge kann dann für den Nachschnitt sorgen. Nach der Rasur hilft das Rasierwasser:

  • Die enthaltene Zitronensäure senkt den pH-Wert wieder und stellt somit den Säureschutz der Haut wieder her.
  • Eventuell enthaltener Alkohol desinfiziert und führt dazu, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Damit vermindern sich eventuelle Blutungen.

Besonders interessant werden dann natürlich die Kombigeräte, also elektrische Nassrasierer.

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