Lange Nacht der Museen

Es gab mal wieder eine Lange Nacht der Museen in Berlin, diesmal bereits zum 19. Mal. Diesmal bin ich mit fh unterwegs gewesen. Wir starteten beim Museum Kreuzberg-Friedrichshain, wo wir uns die Dauerausstellung und dann einen Film über die Geschichte der Blues-Messe in Berlin-Friedrichshain. Dieser Film wurde im Rahmen des Themenabends über Protestbewegungen gezeigt, zu denen es leider keine spezielle Ausstellung gab, wie ich erwartet hatte. Lediglich im Rahmen der Dauerausstellung wurde auch die Geschichte der Kreuzberger Hausbesetzungsszene aufgegriffen.
Anschließend fuhren wir zum Gesundbrunnen, um das Museum des Vereins Berliner Unterwelten anzusehen. Die Ausstellung ist sehr vielfältig und lohnt einen Besuch! Dann fuhren wir weiter zum Bahnhof Zoo, um im Museum für Fotografie die neueste Helmut Newton-Ausstellung zu sehen. Besonders gefallen hat mir der Film My Life über Helmut Newton von Gero von Boehm – sehr witzig und schön erzählt!
Von dort ging es weiter zum Internationalen Design Zentrum. Hier wollte ich gern den Vortrag „Typographie um Mitternacht“ hören. Das „Design Food“ und der Wein Errazuriz (baskisch: ‘mit weißem Rauch’) mundeten zwar, aber der Vortrag war schier unerträglich. Alles war sehr assoziativ und wenig witzig, die Fotos waren zum Teil ältere Schnappschüsse und um Typografie ging es fast gar nicht. Zudem hatte der ungeübte Sprecher ein erhebliches Zeitproblem und litt unter Selbstüberschätzung. Daher brachen fh und ich einmütig diese Erfahrung ab und machten uns noch auf zur Medizinhistorischen Sammlung der Charité. Die ist immer sehenswert, und um ein Uhr nachts ist es dort auch nicht mehr so voll.
Insgesamt war es eine interessante Nacht, nicht zuletzt auch dank der unterhaltsamen Begleitung. Eigentlich sollte die Lange Nacht der Museen länger dauern. Die nächste werde ich wahrscheinlich verpassen, weil sie genau in der Zeit liegt, in der Der Ring des Nibelungen in Bayreuth gegeben wird, was ich mir dank vorhandener Karten nicht entgehen lassen will.

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