Filmempfehlung: Ray

Ich muss gleich wieder einen Film empfehlen, nämlich Ray, einen biographischen Film über den blinden Musiker Ray Charles (mit viel guter Musik, imdb), für dessen Überlänge man allerdings etwas Zeit mitbringen sollte. Ich habe den Film durch einen dummen Zufall entdeckt, denn eigentlich wollte ich aus der Videothek meines Vertrauens den Film Red Eye ausleihen, bekam aber stattdessen – ohne es zu merken – den Film Ray. Normalerweise kontrolliere ich immer, ob ich den richtigen Film habe. Diesmal habe ich den Kontrollblick vergessen und hatte prompt den falschen. Möglicherweise ist es auch der Typ in der Filmgalerie in Schuld gewesen, weil er mir einen möglicherweise deutlich schlechteren Film ersparen wollte oder weil ich ihm zu tief in die Augen geschaut hatte.

Der Film ist sehr mitreißend und vermittelt einen deutlichen Eindruck in das Verhältnis zwischen Weißen und Afro-Amerikanern im Amerika der 1950er und 60er Jahren – letztlich auch noch aus einer Zeit (60er), in der ich schon auf der Welt war. Das ist sehr beeindruckend. Leider musste ich ja kürzlich erfahren, dass es zwar keine offizielle Diskriminierung mehr gibt, dass aber das Problem immer noch nicht überwunden ist. So wirkte der Film, der zum Teil in Houston spielt, noch stärker auf mich. Vielen Dank also an den unbekannten Mitarbeiter der Filmgalerie!

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