Ärger mit 1&1

Dass einem der Internet-Provider 1&1 die Kündigung schwer macht, hatte ich schon berichtet. Die Sache hatte aber noch ein Nachspiel: Vor drei Wochen etwa teilte mir 1&1 mit, dass ich ggf. mit der Kündigung meinen DSL-Zugang verliere, wenn er auch über 1&1 bereitgestellt werde. Das sollte mich wohl verunsichern und mich dazu bewegen, meine Kündigung zurückzuziehen, was in dem Schreiben auch vorgeschlagen wurde. Und in der Tat: ich war verunsichert und im Zweifel, kramte noch mal alle Unterlagen hervor und konnte zweifelsfrei feststellen, dass ich einen ganz normalen T-DSL-Zugang habe, also eigentlich nichts zu befürchten war.

So lief der Umstieg auf die neue Flatrate von congster.de auch völlig unproblematisch. Dafür schlug 1&1 jetzt zurück. Gestern flatterte mir eine Abschlussrechnung von 1&1 ins Haus, in der man mir fast 300 Euro in Rechnung stellt, und zwar für Mehrfacheinwahlen. Wie 1&1 auf diese Idee kommt, lässt sich leicht erklären: Ich hatte dort einen Volumentarif, den ich in meinen beiden Wohnungen nutzte. Die Nutzungsmöglichkeit an zwei Standorten war übrigens der Grund, warum ich seinerzeit (vor mehr als fünf Jahren) den Volumentarif von 1&1 gewählt hatte. Da ich ja nicht an zwei Orten gleichzeitig sein konnte und eh einen Volumentarif hatte, schien das für 1&1 kein Problem zu sein. Dann schrieben sie mich im Februar an, dass ich die Einwahl von zwei Standorten unterlassen solle oder in Zukunft eine gesonderte Gebühr dafür zu zahlen hätte. Daraufhin kündigte ich den Vertrag, was aber erst zum 30.4. möglich war wegen der langen Kündigungsfrist. 1&1 argumentierte zwar, dass sie doch die billigsten Anbieter seien, aber ich ließ mich zum Glück nicht von meiner Kündigung abbringen. Nun wurde einfach der ganze April (in dem ich zudem in Urlaub unter anderem beim Easterhegg war) einfach in Minuten umgerechnet und mit 1,2 Cent tarifiert. So darf ich dafür, dass ich den Zugang in der fraglichen Zeit kaum genutzt habe, gleich soviel zahlen wie 60 Monate Flatrate. Und das Schlimmste: Vermutlich ist 1&1 damit sogar noch im Recht! So bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als zu zahlen, zumal die Firma sowieso eine Einzugsermächtigung hat.

Das ist das eigentlich Schlimme an der Angelegenheit: Man weiß, dass man zuviel zahlen muss und der Profiteur auch noch im Recht ist. Irgendwie komme ich mir vor wie das Opfer nach einem Hütchenspiel

3 Gedanken zu „Ärger mit 1&1“

  1. so wie Du das schreibst, bewegt sich 1&1 auf einem schmalen Brett. Du warst lediglich mit der einseitigen Vertragsänderung nicht einverstanden (plötzlich keine zwei Einwahlstandorte mehr …) und hast deshalb daraufhin gekündigt.
    Hol das Geld lieber zurück, und teile Deiner Bank gleich mit, dass 1&1 keine Einzugsermächtigung mehr hat. Dann mit 1&1 kommunizieren, muss auch nicht freundlich sein, für die bist Du eh schon verlorener Kunde.
    Ich hab das mal bei den T-Komikern erlebt, die haben auch versucht, nochmal draufzuhaun, als das mit der Kündigung klar war.

    IANAL, nur gesunder Menschenverstand! Wünsche viel Glück,

  2. Im Recht sind sie nur, wenn du den Zugang wirklich *gleichzeitig* an zwei Orten genutzt hast, sonst würde ich widersprechen und nicht zahlen.

    Die Preisliste wies aber m.W. eindeutig aus, dass eine zweite gleichzeitige Einwahl (“Mitbenutzer”) 1,2 Ct./Min. kostet. Dies kann z.B. passieren, wenn man einen Router hat, der sich von alleine einwählt. Sollte dies der Fall gewesen sein, *dann* wäre 1&1 im Recht.

    Liebe Grüße, Keks
    http://www.blitztarif.de/

  3. Ich habe bei 1und1 gekündigt, auch die DOMAINS.
    Das 1und1 nicht in der Lage ist mir meine FTP-Daten zukommen zu lassen, weil ich meine domains gekündigt habe, das ist ein Armutszeugnis. Dafür soll ich dann eine neue Domain anlegen?? Man kann keinen FTP-Zugang temporären bei 1und1 anlegen, damit ich meine Daten auf einen neuen Server sichern kann, NEIN DAS GEHT NICHT

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