Eröffnung des Hauptbahnhofs mit Abenteuer

Berlin Central Station on the river Spree

Gestern abend war ich zunächst auf der Eröffnung von ph-neutral, aber ich wollte dann doch noch einen Blick auf den neuen Hauptbahnhof werfen, der zur Feier seiner Eröffnung ziemlich eindrucksvoll beleuchtet war.

Dummerweise hatte ich das Auto genommen und erlebte daher das Feuerwerk im Stau, aber es war eh nicht so berauschend, weil das helle Licht den Effekt des Feuerwerks etwas schmälerte. Ich habe mir dann das Fotografieren an dieser Stelle gespart. Dann durfte ich noch ein kleines Abenteuer erleben: Als ich endlich die Marschallbrücke erreicht hatte – so gegen kurz nach elf – war hier kein Durchkommen mehr. Zu Hunderten strömten die Zuschauer vom Reichstagsgebäude kommend Richtung Friedrichstraße. Mein Auto war zwischen den Menschen förmlich gefangen. Zudem stand vor mir ein entgegenkommender Wagen quer. Der Menschenauflauf an der Ecke Wilhelmstraße und Reichstagufer wurde immer bedrohlicher. Ich rief deshalb die Polizei an. Dort erklärte man mir, dass nichts zu befürchten sei; es seien ja nur Fußgänger. Ich sah das etwas anders und biss auf Vorschlag des freundlichen Polizisten geduldig ins Lenkrad.

Marschallbrücke

Dass er nicht Recht behalten sollte, wurde wohl dann auch ihm bald klar, denn kaum hatte ich es geschafft, über die Brücke zu kommen, trafen eine Menge Krankenwagen. Erst einen Tag später erfuhr ich aus spiegel.de, dass es offenbar unmittelbar um mein Auto herum zu einem Amoklauf gekommen war.

(Mir ist bei der ganzen Sache übrigens ein Wortspiel eingefallen, das ich hier kaum äußern mag, weil das Ereignis so furchtbar ist: Für Amokläufer kann man auf Englisch spree killer sagen, was hier sogar doppelt passt, denn das Ereignis fand an der Spree statt…)

Ich war jedenfalls froh, dieser beängstigenden Ausnahmesituation heil entkommen zu sein und konnte auch gleich nach der Brücke mein Auto parken. Dann habe ich mich zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof gemacht und konnte ein paar schöne Fotos machen. In den Bahnhof selbst kam man nur durch eine lange Schlange hinein, daher entschied ich mich zum Bahnhof Friedrichstraße zurückzukehren und einfach die Berliner S-Bahn zu bemühen, mit der ich dann auch in den Bahnhof gelangte. Auf dem Weg konnte ich noch beobachten, wie jemand unter großem Hallo in der Spree badete.

Insgesamt ist der Bahnhof sehr eindrucksvoll. Ich bin mal gespannt, wie sich das neue Pilzkonzept anfühlt, wenn ich es dann ab morgen im realen Leben nutze…

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