Ich kenn keinen

Passend zu meinen Landerlebnissen habe ich gerade den Film Ich kenn keinen – Allein unter Heteros (imdb, website) gesehen. Es ist ein Dokumentarfilm über Schwule in der schwäbischen Provinz und recht gut gemacht, auch wenn manche der Interviews Längen haben. Er ist sicher besser als Cycles of Porn, ein anderer Film des gleichen Filmemachers Jochen Hicks, den (Regisseur und Film) ich mal auf der Berlinale gesehen habe. Der Film über Schwaben wirkt einfach authentischer als die Dokumentation über Los Angeles.

Gute Dokumentarfilme zu machen, ist schon verdammt schwer. Ich mag das Genre aber sehr und werde demnächst mal meine Bestenliste hier veröffentlichen. Sicher wird The Power of Nightmares unter den Spitzenreitern sein.

3 Gedanken zu „Ich kenn keinen“

  1. Als Schwuler in Schwaben ist sicher wesentlich schwieriger als in Berlin oder einer anderen Großstadt – das bemerkt man selbst als Hetero, der in der Region aufgewachsen ist ganz deutlich. Da kann ich dir gerne ein paar Geschichten dazu erzählen, insbesondere weil ich früher einigen Kontakt zu Helb, einer Schwulen- und Lesben Emanzipationsgruppe aus einem dieser Kleinstädte hatte.

    Schwul ist in der Region vor allem etwas, was man nur “aus Erzählungen” kennt, und bestenfalls komisch, schlimmstenfalls widerwärtig ist. Wobei es hier natürlich Ausnahmen hat, keine Frage – aber der Grundtenor gegenüber Homosexualität ist in Berlin ein ganz gewaltig anderer wie in Oberschwaben.

  2. Jetzt stellst du hier schon Filme vor, bei denen ich einen der Produzenten recht gut und einige der “Mitspieler” immerhin flüchtig kenne 😉

    Den Film kenn ich allerdings nicht, wie es sich als Schwuler in der schwäbischen Provinz lebt, weiß ich allerdings aus eigener Erfahrung.

  3. @flosch: sieh an… wen denn?
    @fh: dass man Schwule nur „aus Erzählungen“ kennt, wird auch im Film thematisiert…

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