Gleisunterspülung bei Bubenreuth, WM-Stille und -Lärm

Auf der Bahnstrecke Berlin-München kam es am Donnerstag zu ziemlichen Verspätungen, weil bei Bubenreuth durch starke Regenfälle ein Gleis unterspült worden war und die Strecke gesperrt werden musste. Das war eigentlich ein ungewöhnliches Ereignis für diesen eher warmen Sommer. Aber eigentlich tangieren mich solche Verspätungen kaum, denn schließlich kommt der Zug schon irgendwann an, so auch diesmal.

Am Freitag hatte ich dann Gelegenheit, mich vom WM-Fieber erfassen zu lassen. Während des Spiels Deutschland-Argentinien war ich etwas mit dem Fahrrad unterwegs. Man braucht ja nicht zuhause zu sitzen, denn man merkt in Berlin überall sofort, wer ein Tor schießt. So merkte ich an einem dumpfen Schrei, dass Argentinien in Führung gegangen war. Später verhießen ein paar Böller den Ausgleich. Ich durchquerte gerade den Bahnhof Berlin-Friedrichstraße, wo es noch stiller war als zuvor auf den Berliner Straßen. Eine seltsame Spannung lag in der Luft. Das musste wohl das Elfmeterschießen sein. Und plötzlich detonierte ein gewaltiger Schrei aus unzähligen Kehlen: Deutschland hatte gewonnen! Ein paar Mädchen hüpften mit einer Deutschlandfahne umher, was ziemlich lächerlich aussah, und ich erreichte den Chaos Computer Club rechtzeitig, um Lukas Podolski noch in Halbakt-Pose zu sehen (vergleichbares Foto), obwohl gar kein Trikotwechsel stattfand.

Das Spiel Italien-Ukraine erlebte ich dann im Café November im Prenzlauer Berg. Da es ein Spiel ohne Hingucker war, erwies sich das Publikum als interessanter, zumal ich die Großbildleinwand eh im Rücken hatte. Die Kommentare von Günter Netzer waren allerdings durchaus interessant. Auf der Fahrt durch die Berlin-Mitte konnte ich zudem nicht nur den Berliner Bären steppen sehen.

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