Das Parfüm

Gestern kam ich in den Genuss der Premiere des neuen Kinofilms Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders. Ich hatte sehr hohe Erwartungen, die sich leider nur zum Teil erfüllt haben. Dustin Hoffman war hervorragend, leider hatte er eine zu kleine Rolle. Der Protagonist, gespielt von Ben Whishaw, ist insgesamt relativ verwandlungsfähig, obwohl die Mimik in Nahaufnahme (eine Spezialität des Regisseurs Tom Tykwer) eher eintönig war. Zudem ist der Hauptdarsteller vielleicht eine Spur zu hübsch für einen Bösewicht. Warum zwei seiner Opfer so auffallend rothaarig sind, erschließt sich auch nicht.

Olfaktorische Wahrnehmung wird sehr anschaulich in visuell Wahrnehmbares umgesetzt. Das ist sicher der Hauptverdienst des Films, ansonsten ist gerade die Regie nicht sehr aufregend. Seltsam ist zum Beispiel, dass am Ende ein Tropfen des Parfüms sozusagen unbemerkt übrig bleibt, was eigentlich undenkbar ist, wenn man an die Wirkung von Spuren des Parfüms denkt.

Ich kann den Film durchaus empfehlen, denn er gehört zweifelsohne zu den besseren deutschen filmen der letzten Zeit, wobei ich weder den Film Der Untergang noch Sophie Scholl – Die letzten Tage gesehen habe. Das werde ich noch mal nachholen. Es ist aber ein Film, den ich nicht mehrmals sehen muss.

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