Shakespeare leicht gekürzt

Am Montag, dem 23.10. war ich mit ein paar Leuten vom Erlanger bits’n’bugs, dem örtlichen „Erfahrungsaustauschkreis“ des CCC, mal wieder im Staatstheater Nürnberg. Gegeben wurde Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt) (The Complete Works of William Shakespeare (Abridged), offizielle Ankündigung), eine komödiantische Kurzfassung der Bühnenstücke William Shakespeares. Das war schon recht amüsant. Shakespeare-Kenner, -Liebhaber und -Ignoranten kommen gleichermaßen auf ihre Kosten – vor allem in den ersten Reihen, denn von dort aus hat man mehr vom Stück (mehr wird nicht verraten)! Für die Kurzfassung benötigt man nur drei Schauspieler, die aber richtig gut sein müssen, denn das Stück ist ausgesprochen schwer zu spielen durch das hohe Tempo und die vielen Verwandlungen. Hinzu kommt, dass neben einer Unmenge Text auch noch Improvisation gefordert ist. Das geht bestimmt an die Grenzen der Belastbarkeit (wie man auch aus den ersten Reihen sehen kann). Es ist allerdings auch ein dankbares Stück, da es mit Sicherheit beim Publikum gut ankommt.
Die Autoren hatten wirklich ein paar schöne Ideen, wie man die 37 Werke möglichst geschickt zusammenfasst. Ich will jetzt hier nicht alles schon verraten, aber soviel sei gesagt: Die Komödien werden zu einer zusammengefasst und aus den Historiendramen wird ein Football-Spiel. Wie das geht, werde ich aber wirklich verschwiegen! Interessanter wird es allerdings, wenn Stücke mehr oder weniger ausgespielt werden, besonders beim Hamlet, bei dem lauter geflügelte Worte aneinander gereiht werden. Das dürfte auf gebildete englische Muttersprachler so wirken wie auf Deutsche eine Zitatensammlung aus Goethes Faust I.
Mein Vorschlag: Erst mal ein wenig Shakespeare-Lektüre zur Auffrischung und dann in dieses Stück! Viel Spaß!

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