Enddorn

Gestern hab ich nach einem ergiebigen Arbeitstag mal wieder eine Kneipentour durch den Prenzlauer Berg gemacht. Zunächst trafen wir uns am Café November, dem all time favorite in der Nähe der Kulturbrauerei. Danach wollten wir mal wieder etwas Abwechslung und machten uns auf in eine Eckkneipe, wo ich schon seit vier Jahren mindestens nicht mehr war: das Enddorn, das ich eigentlich nur im Sommer kenne – nicht zuletzt wegen der schönen Terrasse.

Drin war eine merkwürdige Stimmung. Der Frauenanteil war verhältnismäßig hoch und die Frauen waren irgendwie seltsam aufgebrezelt. Der Altersdurchschnitt war relativ niedrig, dafür waren seltsam viele erschreckend junge verheiratete Paare da. Irgendwie kannten sich die meisten und machten auf mich den Eindruck von „Gutmenschen“, wie man sie vielleicht bei der katholischen Jugend antrifft. Thomas meinte gar, es könne sich um die Jugendgruppe einer Sekte handeln. Die wirkliche Erklärung für das auffällige Publikum fand sich dann relativ schnell im Internet: Es handelte sich um die Stammkneipe eines festen Freundeskreises 2.0. Trotz dieser Besonderheit kann man die Kneipe (besonders im Sommer) empfehlen, vor allem der Sanddorn-Schnaps ist ausgezeichnet, die Bierauswahl dafür leider etwas unberlinerisch.

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