Schwarze Schafe

Da ich gestern auf den üblichen sonntäglichen Videoabend verzichten musste, habe ich stattdessen mal das E-Werk-Kino in Erlangen besucht und dort den Berlinfilm Schwarze Schafe gesehen. Der Film ist in Ansätzen ganz interessant, besonders den Zeitraffer und das Spiel mit Schwarzweiß und Farbe fand ich vielversprechend, aber so richtig gefallen hat er mir nicht. Eigentlich war ich sogar enttäuscht. Das liegt wohl vor allem am Drehbuch: Fehlende Pointen werden durch überflüssige Entgleisungen kompensiert. Fäkales, Anales und Abgeschmacktes passen vielleicht in einen Film wie Trainspotting oder ein Theaterstück wie Shopping and Fucking, aber nicht in einen Film, der als Komödie und Berlin-Hommage angelegt ist. Als Berliner merkt man übrigens deutlich, wie ahnungslos die Filmemacher von Berlin sind. Dafür kann man sich als Kenner der Stadt die Zeit damit vertreiben, die Orte zu erraten, wo sich die Szene gerade abspielt. Ich denke mal, ein echter Berliner Filmemacher wie Christoph Miera hätte das besser hinbekommen – vor allem mit den Schauspielern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.