58. Berlinale

Einer meiner Lieblingspodcasts hr2 Der Tag berichtete unter dem Titel: „Brutalstmögliche Aufklärung“ darüber, dass bei der diesjährigen Berlinale die Sparte Dokumentarfilm eine besondere Rolle spielt. Daher wundert es nicht, dass auch ich in einen Dokumentarfilm geriet, zumal ich ja die Berlinale immer nur in Auswahl besuche – möglichst wenn sich andere um die Karten kümmern, denn mir ist der Trubel immer zu anstrengend.

Ich war also gestern Abend in der Premiere von East/West – Sex & Politics, einem Dokumentarfilm von Jochen Hick (im Gespräch bei dradio) über die Moskauer Schwulenszene und den Московский Гей-Прайд, die verbotene Demonstration in Moskau.

Der Film war vielleicht nicht so beeindruckend wie Jochen Hicks Ich kenn keinen – Allein unter Heteros, aber doch sehr interessant, weil er außergewöhnliche Eindrücke in aktuelle russische und Moskauer Befindlichkeiten ermöglichte, obwohl man die Angriffe auf Volker Beck nun schon oft genug gesehen hatte (sogar ich, der ich gar keinen Fernseher besitze). Berichtet wurde unter anderem über das Treffen der Bürgermeister europäischer Hauptstädte, auf dem der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë den Moskauer Bürgermeister öffentlich auf die Verbote angesprochen, Klaus Wowereit jedoch geschwiegen habe, 🙁 wie Jochen Hick im Anschluss an den Film berichtete. Das Schöne an der Berlinale ist ja, dass man gleich mit den Filmemachern sprechen kann. Im Film wird viel russisch gesprochen, was aber dank der Untertitel gar nicht so schwer zu verstehen ist (trotz meiner eingerosteten Kenntnisse).

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