Guggenheim: Wahrer Norden

Dass montags Guggenheimtag ist, dürfte den Lesern meines Blogs nicht unbekannt sein: Montags hat man nämlich in der Deutschen Guggenheim in Berlin freien Eintritt, und da man ja nicht weiß, ob einen die modernen Kunstwerke in zweieinhalb Räumen wirklich gefallen, empfiehlt es sich das Risiko eines Besuchs nur montags einzugehen, damit sich zu einem ästhetischen Trauma nicht auch noch finanzieller Verlust gesellt. Auch die Ausstellung True North, die zur Zeit gezeigt wird, ist recht übersichtlich: Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es gerade mal sieben Werke. Gefallen hat mir davon eigentlich nur Nu*tka* von Stan Douglas, benannt nach dem Land der Nutka oder Nuu-chah-nulth. Die Idee, einen Film zeitweise in gleichzeitig seh- und hörbare Teilfilme aufzuteilen, fand ich sehr passend.

Auch die Deutsche Guggenheim hat inzwischen erkannt, dass es nur am Montag so richtig voll ist, und eine Kampagne unter dem Motto I Like Mondays gestartet: Kunstgeschichtsstudenten helfen den Zuschauern bei der Auseinandersetzung mit den Werken. Leider waren die heutigen Kunstgeschichtler mehr mit sich selbst als mit dem übrigen Publikum beschäftigt.

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