What the Hack Special: Second Day

My second day at What The Hack! (the spiegel.de view) started with a brilliant talk on Cryptography by Brenno de Winter. I didn’t learn that much, but the speaker was really good! The talk on carputer technology was quite different: The issue was new to me, but the presentation was bad: The speaker had his hands in his pockets and was always looking at the screen behind him, shifting from one foot to the other. In the evening I went to the After Dinner Speedgeek Soirée, which for me was pre-dinner. That was real fun! Every speaker had four minutes to make a presentation in front of a small group which after four minutes shifted on to the next speaker.
At night I took part in Ingo’s cooking studio at the Chaos Village and learned how to blanch tomatoes. It sounds easier than it is! It’s a good idea to cut a cross into the shell on the bottom side of the tomato before you pour hot water over them. Ingo’s food is indeed delicious!

What the Hack Special: First Day

Today’s the first day of the Hacker Outdoor Event What the Hack. Since the conference language is English, I will blog in English too. This is better than switching languages all the time and allows more people to participate in my blog.
The event started with a plenary session where Rop Gonggrijp and Emmanuel Goldstein elaborated upon the history of the Dutch hacker camps. This was interesting for me, since I’m quite new to the scene, but I think for regulars it could have been boring, because they knew all about it. Still both speakers were quite entertaining. Actually, I liked it very much and would like to see more of Rop at a forthcoming Chaos Communication Congress.
The afternoon was quite chilly. The only talk I went to was about the upcoming oil crisis. Actually, the speaker had problems with his presentation (Powerpoint and Flash—no wonder!) and most of the information wasn’t really new. Another talk I would have gone to (on home energy saving) didn’t take place and the one on computer power management almost made me fall asleep, so I left after 20 minutes.
Actually, more important than the conference program is the possibility to hang out with other people, e.g. at $fooBAR under the CCC Dome tent or under one of the Tarpaulin tents, and that’s what I did most of the time.
Of course, I spent some time at the Hackcenter in order to write this article…

Bald geht es los

Heute ist der Anreisetag bei What the Hack, denn morgen früh schon beginnt das Programm. Inzwischen sieht man schon, wie das sich selbst organisierende Chaos Form annimmt, was recht eindrucksvoll ist. Leider ist auf Grund des anhaltend feuchten Wetters die Stimmung auch etwas durchwachsen.
Abends und in der Nacht war ich noch 5 Stunden lang mit der Einrichtung des Hackcenter-Zelts beschäftigt, wobei meine Aufgabe darin bestand, vor allem ein paar Helfer zu gewinnen, was ziemlich schwer war. Die Idee, einfach ein paar wild verkabelte Nutzer vom Netz zu trennen, war im Prinzip nicht schlecht, denn die betroffenen Amokverkabler kamen gleich angerannt und einer hat sogar geholfen; allerdings musste mich ein anderer belehren, dass ich vorher telefonisch beim Info-Point Bescheid zu sagen habe, wenn ich einen Switch außer Betrieb nehme. Erst Stolperfallen bauen und dann noch meckern – manche haben Nerven!
Fazit: Für die Veranstaltungsorganisation benötige ich definitiv ein dickeres Fell und stärkere Nerven. Abends kamen dann zum Glück noch ein paar nette Leute an, was mich etwas aufgebaut hat…

Träume sind Schäume

Noch hat What the Hack nicht begonnen und daher funktioniert auch die Getränkeversorgung noch nicht so, wie sie sollte. Glücklicherweise hatten die Leute vom OpenBSD-Zelt bereits belgisches Bier eingekauft, nämlich De Gulden Draak mit immerhin 10,5 Umdrehungen. Daher habe ich mir auch nur zwei Flaschen zugetraut, was aber nicht nur für die nötige Bettschwere reichte, sondern auch für reichlich sonderbare Träume, von denen ich hier kurz berichten möchte:

Erster Traum

Der CCC organisiert ein Camp irgendwo in Bayern. Zu Besuch kommt auch Edmund Stoiber. Auf mein Erstaunen wegen des hohen Besuchs berichtet ein Eingeborener, dass Stoiber ja inzwischen in Bayern nicht mehr so wichtig sei, weil er ja jetzt in Berlin Minister sei, und zwar Minister für Terror. Eigentlich sei er aber da, um eine am gleichen Ort stattfindende Ausstellung über Kinderarbeit in China zu eröffnen, die interessanterweise nur Material aus der Wikipedia enthielt und noch dazu von Henriette organisiert worden ist.
Außerdem erfuhr ich, dass Stoibers Frau gestorben war und er deshalb das Problem hatte, eine neue Frau finden zu müssen, denn ein Minister benötigt natürlich eine Frau. Also musste er seine Praktikantin heiraten und das war zufällig Kathe, die früher Praktikantin beim Chaos Computer Club war. Der war es allerdings peinlich, uns zu gestehen, dass sie den Stoiber geheiratet hatte. Nachdem dann auch noch das Phone Operation Center des Camps die Telefone einer benachbarten Diskothek lahmgelegt hatte und dort alle Handys ständig klingelten, kam die Polizei, um den Hackern gründlich das Handwerk zu legen. Die konnte man leicht an ihren komischen Hüten erkennen, die unter dem Kinn befestigt und nicht leicht abzunehmen waren. Auf der Flucht zu unseren Autos erfuhren wir, dass sie umgeparkt worden waren…

Zweiter Traum

Zum Chaos Communication Congress sollten drei US-amerikanische Generäle über Kriegsführung im Himalaya mit IPv6 vortragen, was natürlich streng geheim war. Deshalb mussten sie auch vor Killern geschützt werden, die Laser-Kanonen einsetzten. Außerdem hatten die Generäle vorher eine Gehirnwäsche über sich ergehen lassen müssen, weshalb sie von ihrem Thema nicht sprechen, sondern nur singen konnten. Aus Sicherheitgründen (Terrorgefahr!) war die Ausfuhr von Brot aus Berlin beschränkt worden und wieder waren alle Autos umgeparkt.

Planungen, Wikipedia, Zelig

Am Sonntag habe ich mich mit Henriette im Café Bilderbuch zum Frühstück getroffen, um unsere gemeinsame Reise zur What the Hack zu planen, zu der wir in weniger als einer Woche aufbrechen werden. Insbesondere musste überlegt werden, was alles noch zu kaufen ist. Der Brunch war wirklich sehr gut! Ich kann das Bilderbuch durchaus empfehlen!
Nachmittags war ich dann noch ein Bier trinken im Café am Neuen See im Tiergarten. Danach war ich noch kurz in der c-base, wo es mal wieder einen Wikipedia-Stammtisch gab. Anschließend bin ich in den Chaos Computer Club Berlin: ich hatte die Filme Zelig und Manhattan Murder Mystery von und mit Woody Allen mitgebracht, aber die Cineasten waren alle nicht da; so habe ich mir Zelig allein angeschaut. Eigentlich hätte ich ihn gern den CCC-Cineasten gezeigt, denn ich selbst kannte ihn ja schon und halte ihn für einen der besten Filme, die ich kenne. Schon lange vor dem Digitalfilm hat Woody Allen hier etwas sehr Trickreiches geleistet: Der Film ist ein Pseudo-Dokumentarfilm über eine Person namens Leonard Zelig, die aus modernen Interviews mit „Augenzeugen“ und aus vermeintlich altem Film- und Fotomaterial besteht, auf dem Zelig – gespielt von Woody Allen – zu sehen ist. Dazu hat sich der Schauspieler zum Teil mit der Bluescreen-Technik in altes Material hineinkopieren lassen. Ein außergewöhnlicher Film! Am besten gefällt mir der Film im Film! (Es wird über einen Spielfilm über Zeligs Leben berichtet und Ausschnitte werden gezeigt.)

22c3

Gestern fand die erste Sitzung der Programmplanungskommission des 22. Chaos Communication Congress statt und eine ganze Reihe von Planern war aus Deutschland und Österreich angereist. Ein paar neue Gesichter waren dabei, und so bestand die Sitzung zum größten Teil aus einer Einführung in die Programmplanung und ihre technischen Hilfsmittel. Die technische Seite nahm meines Erachtens etwas viel Raum ein. Das mag ja für einige interessant gewesen sein, für mich war es eher verlorene Zeit. Beim nächsten Mal wird es bestimmt interessanter, da dann die Abstracts vorliegen. Ob wirklich alle neuen Programmplaner einen Gewinn für die Programmplanung bedeuten, wird sich dann auch herausstellen.
Da die Sitzung nicht immer wirklich relevant war, habe ich noch einmal das Call for Papers durchgeschaut und eine Presseerklärung zum biometrischen Reisepass verpasst, den es ja ab 1. November geben wird.

Kulturflatrate

Am Donnerstag fand wieder ein Datengarten im Berliner CCC statt. Es war der erste, den ich zusammen mit Martina Wagner organisiert hatte. Es ging um die sogenannte Kulturflatrate. Eingeladen war Oliver Moldenhauer, der Attac-Experte zu diesem Thema. Er hatte wohl damit gerechnet, im CCC auf Unterstützung zu treffen. Das Gegenteil war der Fall. Wir hatten alle gute Argumente dagegen.
Hier noch mal zur Erklärung, worum es geht: Um den Austausch von Musik und Filmen (Filesharing) auf eine legale Basis zu stellen, soll es eine Pauschalabgabe auf den Internetzugang und auf Hardware geben (ähnlich der Pauschalabgabe auf Leerkassetten oder Fotokopierer). Der Pauschalbetrag wird zwar verhältmäßig niedrig sein (etwa 2 Euro pro Internetzugang und 5 Euro pro Computer), soll dann aber als Zwangsabgabe erhoben werden. Die Einnahmen sollen dann direkt den Künstlern zugute kommen und werden nach einem bestimmten Schlüssel verteilt. Der Schlüssel soll aufgrund von repräsentativen Panel-Befragungen (wie bei Einschaltquoten im Fernsehn) bestimmt werden.
Hierzu gab es von unserer Seite einige Einwände:

  1. Wir können uns nicht einerseits für den freien Zugang zum Internet einsetzen (über Bürgernetze, Freifunk und Ähnliches) und andererseits für eine Zwangsabgabe sein. Das widerspricht sich.
  2. Wir können uns nicht für freie Inhalte einsetzen (zum Beispiel in der Wikipedia, bei Creative Commons usw.) und dann für eine Pauschalvergütung sein. Damit wären auch diese Inhalte ja vergütet und nicht mehr frei.
  3. Zwangsabgaben passen nicht in eine freie Gesellschaft und zu einem freien Markt.
  4. Die Vergabe nach einem Quotenschlüssel favorisiert den Mainstream.

Ich sehe für die Zukunft des Filesharings drei Modelle:

  • Das bisherige Modell des Rechtemanagements (DRM), das aus verschiedenen Erwägungen nicht funktionieren kann und das nicht wünschenswert ist, vor allem weil es einen hohen Grad an Kontrolle und Überwachung mit sich bringt und somit die Rechte des Verbrauchers stark beschnitten werden.
  • Das Kulturflatrate-Modell, gegen das eine Reihe von Argumenten sprechen (siehe oben).
  • Ein Modell freier Vergütung, bei dem die Verbraucher die Leistung der Künstler freiwillig honorieren.

Das freie Modell erscheint mir das Beste zu sein. Natürlich sagen viele, dass das nicht funktionieren kann. Ich wäre mir da aber nicht so sicher, denn bisher scheitert dieses Modell vor allem daran, dass es praktisch keine Möglichkeit gibt, Musik downzuloaden und bei Gefallen per Klick auf sichere und anonymisierte Weise dem Künstler einen gewissen Betrag zugute kommen zu lassen. Für das freie Modell könnten Download-Shops eingerichtet werden (nach dem Vorbild der itunes), die allerdings aus den oben genannten Gründen ohne DRM auskommen müssen.

The Thirteenth Floor

Gestern habe ich mal wieder einen Film für einen privaten Videoabend mit den üblichen Verdächten besorgt. Ich hatte den Film The Thirteenth Floor besorgt, in dem es hackerfreundlicherweise um eine nicht ganz so virtuelle Welt geht (bzw. um die nicht ganz so reale). Unter anderem spielt einer meiner Lieblingsschauspieler mit, nämlich Armin Mueller-Stahl. Der Film kam 1999 in die Kinos, im gleichen Jahr wie der Film Matrix, der auf der gleichen literarischen Grundlage beruht: dem Roman Simulacron-3 (eigentlich A Counterfeit World von Daniel F. Galouye. Allerdings ist der Dreizehnte Stock sehr viel näher am Original. Was viele nicht wissen: des gibt eine weitere legendäre Verfilmung desselben Romans, nämlich unter dem Titel Welt am Draht von keinem geringeren als Rainer Werner Fassbinder (1973 als zweiteiliges Science-Fiction-Fernsehspiel). Schade, dass ich mir das nirgends ausleihen kann.

Wikimedia Deutschland, Quadrophenia

Heute fand die Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in der c-base statt. Das ist der Förderverein für freies Wissen im Wikipedia-Umfeld. Die Veranstaltung zog sich ziemlich hin, aber schließlich war es geschafft: der neue Vorstand war gewählt. Viel verändern wird sich wahrscheinlich nicht, weil der geschäftsführende Vorstand gleich geblieben ist. Neuerungen gibt es nur bei den Beisitzern: Ich bin mit von der Partie. Mal sehen, wie es wird! Für den Fall, dass ich nicht gewählt werden sollte, hatte ich mir während der Sitzung schon mal eine Selbstvorstellungsseite in der samoanischen Wikipedia gebastelt.
Abends wurde noch gegrillt. Ich habe mich irgendwann abgesetzt und bin durch das abendliche Berlin ins Berliner Chaos geradelt, wo heute Quadrophenia gegeben werden soll.
Einstweilen eine Leseempfehlung aus dem Club: Atombombe über Bord!.
Der Film ist dann tatsächlich gelaufen. Es handelt sich um einen Film über die 1960er Jahre und besonders über die Mod-Subkultur in England und über die Auseinandersetzungen zwischen Mods und Rockern; das Ganze mit der Musik von The Who. Etwas störend war, dass wir den Film nicht einheitlich auf Englisch gesehen haben, denn es waren nachträglich eingefügte Szenen auf Englisch dabei, so dass das Sprachen- und Stimmengewirr gerade am Anfang etwas verwirrend war. Ich gebe aber gern zu, dass das britische Englisch (teilweise mit starkem Akzent) schon etwas schwierig zu verstehen ist, aber Jimmys Mutter hätte ich schon gern auf Englisch schimpfen hören. Das Ende des Films ist übrigens etwas sonderbar.

Gehackter Donnerstag

Eigentlich war ja heute der offene Donnerstag des Chaos Computer Clubs Berlin, aber irgendwie kam dann die Idee auf, daraus einen Grillabend zu machen. Der Donnerstag wurde sozusagen „gehackt“, und wir saßen im Innenhof zusammen und haben gegrillt, dazu gab es Augustiner-Bräu. Es ist ja ziemlich hacker-untypisch, draußen zu sitzen ohne Strom. Das führte dann auch dazu, dass die Nachtruhe nicht lange gestört wurde, denn schon sehr bald erlahmten die Akkus der Laptops und man zog sich in den Klubraum zurück. Besonders lecker waren die gebackenen Kartoffeln (besonders die gewürzten aus dem Ofen)! Ich liebe ja lauschige Sommerabende…
Nebenher habe ich mein Wissen über Video-Streaming ausgeweitet. Das ist schon eine interessante Sache, die ich vielleicht mal nutzen werde.