Wilt & IPCRESS

I started the new year more or less in bed, because I had caught a bad flu. As a good civil servant I was ill precisely during my New Year holidays. Although I had different plans, I spent most of the time in bed which wasn’t too bad, since I could catch up with some reading. Unfortunately, I couldn’t concentrate very much, so I had to stick to light reading. So I finished Tom Sharpe’s novel Wilt which managed to cheer me up quite a bit. The book is very British and quite funny. Sharpe knows how to build a very witty plot, and it’s especially funny for people who work in a teaching profession and like absurd situations. Of course, you have to like the British sense of Humour (spelt in the British way).

There is a (seemingly mediocre) film version of Wilt on the market. Unfortunately, I couldn’t get hold of it. I saw another example of British cinema instead: The IPCRESS file, which ranks among the 50 Films to See Before You Die. The film is funny enough and certainly more intelligent than the average James Bond movie (cf. review), although I wouldn’t rank it that high. One can live and die without having watched it.

All in all, I’m not so sure about the 50 films in the list. Perhaps, I’ll try Breakfast Club, which I don’t know either, or wait for further recommendations…

Teaching democracy: my contribution

Aristotle

Today I received a book from the Center of Civic Education. It’s called We the People: Project Citizen Level 2 and is a high school book that teaches civic participation in public policy.

I got the book, because I contributed to it: For the last section I contributed a picture of Aristotle (a 19th-century statue in Freiburg). Here is what the editors wrote to me:

“Thank you very much for allowing us to use your superb photo. It might be gratifying for you to know that this book, and thus your photo, will be in circulation for about 10 years. We plan to print more than a millian copies, most of which will be distributed to high school students around the United States and in about 70 countries around the world. The book will enable readers to influence local public policy and will encourage civic participation.”

Wow… it feels good to be published in over a million copies and to advance civic participation and democracy!

GPS-Maus, Wikipedia Academy, Affäre, Rosenkranz

Seit einer Woche versuche ich, meine GPS-Maus der Firma Navilock am Mac zum Laufen zu bringen. Leider mit wenig Erfolg. Am Dienstag in Erlangen ist es mir noch gelungen (nach vielen Versuchen und Kais sehr hilfreichen Tipps), mir wenigstens ein paar Satelliten anzeigen zu lassen. Inzwischen findet die Maus nicht mal mehr einen Satelliten. 🙁

Überhaupt habe ich im Augenblick sehr viel zu tun und sogar ein paar wichtige Dinge geschafft; hinzukommt, dass mich das gute Wetter nach draußen lockt – weg vom Computer. Das ist der Grund, warum ein ausführlicher Bericht über die Wikipedia Academy bisher überfällig ist. Nur soviel: Es war ein sehr anregendes Wochenende in Göttingen!

Zu Fronleichnam, einem speziell bayerischen Feiertag, hatte ich Besuch von einem Leser meines Blogs aus Wels, der mir eine Menge interessanter Dinge aus Österreich erzählt hat, zum Beispiel von der BAWAG-Affäre. Da sieht man, dass die Wirklichkeit oft spannender ist als jeder Krimi – jedenfalls spannender als Der zerrissene Rosenkranz, den ich gerade ausgelesen habe.

Wir

Heute habe ich den Roman Wir (russisch: Мы, allerdings in deutscher Übersetzung) von Jewgeni Iwanowitsch Samjatin zuende gelesen. Den Roman hatte ich eigentlich schon vor einigen Tagen durch, aber ich habe erst jetzt das Nachwort gelesen, das den Roman in seinen historischen Kontext einbettet und recht interessant ist, auch wenn es schon vor einigen Jahren geschrieben worden ist. Das Nachwort ist offensichtlich zur Zeit der Aufbruchstimmung im ehemaligen Ostblock verfasst worden und daher wird ein wichtiger Aspekt vernachlässigt: Der Roman ist hochaktuell, weil er einen (fast) perfekten Überwachungsstaat beschreibt – etwa das Modell no more secrets, auf das wir gerade zusteuern und das ganz ähnlich (aber düsterer und nicht mit der gleichen Konsequenz) von George Orwell in 1984 beschrieben wird oder mit einer etwas anderen Stoßrichtung von Aldous Huxley in Schöne Neue Welt. Beide haben sich von Samjatin inspirieren lassen – übrigens auch der Film Equilibrium, den ich neulich mal gesehen habe, der mir aber weniger gefallen hat (der Soundtrack ist ganz brauchbar, wird aber auf die Dauer auch anstrengend).
Man sollte jedoch durchaus mal zum Original, also zu Wir zurückfinden – möglicherweise sogar auf Russisch, denn der Stil des Romans ist sehr klar und einfach. Es gibt im Roman nämlich mehrere Ideen, die gerade auf der derzeitigen politischen Agenda stehen. Hier eine Auswahl:

  • Glücks- und Sicherheitssimulation durch Ordnung und totale Überwachung,
  • Einführung einer Personenkennzahl (zum Beispiel in Form des genetischen Fingerabdrucks),
  • erzwungenes heterosexuelles Paarverhalten „zum Wohle des Staates“,
  • Ersatz von Phantasie und Kreativität durch auf zweifelhafter Statistik gegründetes Erbsenzählertum (man denke an das „leistungsorientierte Hochschuloptimierungskonzept“),
  • biometrischer Pass: hier geht die derzeitige Entwicklung noch weiter: in Wir muss nur ein Abzeichen offen getragen werden, in Deutschland wird sogar ein RFID-Chip verwendet;
  • Beeinflussung von Wetter und Klima, Aussperrung/Domestizierung der Natur mit katastrophalen Folgen,
  • Herabwürdigung von Kunst und Geisteswissenschaft,
  • Zulassung von Folter gegen Staatsfeinde.

Natürlich sehen wir im Roman die fantastische Endstufe solcher Vorstellungen, aber wem bestimmte Aspekte von Samjatins „Einzigem Staat“ nicht gefallen, der sollte jetzt für seine Bürgerrechte kämpfen. Wie heißt es so schön: Wehret den Anfängen!

Rückblick 2005

Endlich komme ich dazu, den längst überfälligen Jahresrückblick für 2005 zu schreiben. Es war viel los in jenem Jahr, das mit dem Rest meines Forschungsfreisemesters begann. Leider gab es dann eine Menge zu tun – nicht zuletzt in Bezug auf die derzeitige Studienreform. Im Februar war ich zu Gast im Deutschlandradio, wo ich eine Stunde lang zu verschiedenen meiner Interessen (Esperanto, freies Wissen, Linguistik usw.) interviewt wurde.
Im März war ich als Gastprofessor in Caen, was zwar sehr anstrengend, aber auch sehr interessant war. Es war einfach mal wieder schön, in Frankreich zu sein! Über Ostern gönnte ich mir dann ein paar Tage Urlaub und fuhr auf den Easterhegg in Hamburg. Ich hatte mir dort mit Henriette zusammen eine Ferienwohnung gemietet und konnte die Veranstaltung tatsächlich wie einen Urlaub genießen.
Eigentlich stand das Jahr 2005 ganz im Zeichen von Wikipedia: Ende Juni wurde ich in den Vorstand von Wikimedia Deutschland gewählt und am 30. Juni 2005 war ich einer derjenigen, die für die Wikipedia den Grimme Online Award entgegengenommen haben. Das war eine Interessante Erfahrung!
In den Sommerferien gönnte ich mir noch mal ein paar Tage Urlaub in der bereits genannten Reisegruppe: Ich fuhr in die Niederlande zur What The Hack. Trotz des schlechten Wetters war das ein ziemliches cooles, interessantes und sogar entspannendes Event. Im August stand dann eine weitere Erfahrung bevor, nämlich mein erster Besuch bei den Bayreuther Festspielen. Zur Eröffnung meiner Bayreuth-Erfahrung gab es passenderweise den Parsifal.
Der Rest des Jahres verlief eigentlich mehr oder weniger unspektakulär: Ich hatte eine Menge Arbeit (Lehre, Artikel, Studienreform usw.) und hinzu kamen meine Aktivitäten für Wikimedia bzw. Wikipedia.
2005 habe ich auch wieder eine Menge gelesen: Am Anfang des Jahres Steven Levys Hackers: Heroes of the Computer Revolution, das ich als Sachbuch Nr. 1 auf meiner persönlichen Liste für 2005 bewerten würde; erstaunlich, dass ich das nicht schon früher gelesen habe! Als belletristisches Buch empfehle ich Tessa Korbers Kriminalroman Tiefe Schatten, der mir natürlich besonders gefallen hat, weil ich die Universitätsstadt Erlangen inzwischen kennen gelernt habe. Ich habe ja sogar an der dortigen Universität (wie übrigens auch in Bayreuth) zwei Gastauftritte gehabt.
Wie schon das Jahr 2004 endete auch das gerade vergangene für mich mit dem Cbaos Communication Congress, an dessen Programmgestaltung ich auch beteiligt war. Wenn ich jetzt sage, dass das Programm ziemlich interessant war, klingt das fast wie Eigenlob! 🙂
Wie man diesem kurzen Bericht unschwer entnehmen kann, war 2005 für mich ein ereignisreiches und sehr angenehmes Jahr. Neben meiner nun auch organisatorischen Aktivität für Wikipedia war eine weitere Besonderheit kennzeichnend: 2005 hatte ich zum ersten Mal eine BahnCard 100, die es mir ermöglichte, ungehemmt durch Deutschland zu reisen. Das war natürlich eine sehr interessante Erfahrung, die ich auch weidlich genutzt habe, obwohl ich nicht alle Ziele angesteuert habe, die ich ansteuern wollte.

Was ich mag

Neulich habe ich ja schon von meinen Lieblingsblogs geschrieben. Dank einer Initiative der Wikipedianer hier jetzt alles, was ich mag:

Jetzt fehlen noch die Lieblingsgerichte, Lieblingsschriftarten, Lieblingsbetriebssysteme usw. Ich trage das dann hier nach, wenn ich solche Listen entdecke und meine Vorlieben eingetragen haben sollte. 🙂
Einerseits frage ich mich, ob das überhaupt jemanden interessiert, andererseits habe ich das Gefühl, etwas zu durchsichtig zu werden…