GPS-Maus, Wikipedia Academy, Affäre, Rosenkranz

Seit einer Woche versuche ich, meine GPS-Maus der Firma Navilock am Mac zum Laufen zu bringen. Leider mit wenig Erfolg. Am Dienstag in Erlangen ist es mir noch gelungen (nach vielen Versuchen und Kais sehr hilfreichen Tipps), mir wenigstens ein paar Satelliten anzeigen zu lassen. Inzwischen findet die Maus nicht mal mehr einen Satelliten. 🙁

Überhaupt habe ich im Augenblick sehr viel zu tun und sogar ein paar wichtige Dinge geschafft; hinzukommt, dass mich das gute Wetter nach draußen lockt – weg vom Computer. Das ist der Grund, warum ein ausführlicher Bericht über die Wikipedia Academy bisher überfällig ist. Nur soviel: Es war ein sehr anregendes Wochenende in Göttingen!

Zu Fronleichnam, einem speziell bayerischen Feiertag, hatte ich Besuch von einem Leser meines Blogs aus Wels, der mir eine Menge interessanter Dinge aus Österreich erzählt hat, zum Beispiel von der BAWAG-Affäre. Da sieht man, dass die Wirklichkeit oft spannender ist als jeder Krimi – jedenfalls spannender als Der zerrissene Rosenkranz, den ich gerade ausgelesen habe.

Neue Mac-Werbespots

Wahrscheinlich haben die meisten meiner Leser schon die neuen Mac-Werbespots gesehen, auf die mich der Macmaniacs-Podcast aufmerksam gemacht hat. Die Spots sind sehr witzig: hart, aber gerech! Mein Favorit ist der mit dem Titel Networking. Besonders interessant ist es, wenn man den japanischen Text versteht – und natürlich das Otaku-Konzept. Der zweitbeste ist Better wegen des semantischen Aspekts. 🙂

Sind Apple-Nutzer Terroristen?

Auf dem Weg zum Easterhegg in Wien wurde mir auf dem Flughafen Berlin-Tegel die volle Wucht preußischen Sicherheitsfanatismus bewusst gemacht. Ich war mit meinem Apple PowerBook ja schon in und durch die sicherheitsfanatischen USA gereist, aber noch nirgends war mein Apple-Netzteil zum Stein des Anstoßes geworden. Anders in Berlin: Beim Apple-Netzteil kann man die Schnur an einem Ende aufwickeln. So hatte ich das auch immer gemacht. Bei der Sicherheitskontrolle in Berlin wurde mein Rucksack dreimal durch die Durchleuchtungsmaschine geschickt, danach musste ich alles auspacken. Dummerweise hatte ich einen ziemlich unaufgeräumten Kulturbeutel, und es war mir schon sehr peinlich, meine Kondome in der Öffentlichkeit auszupacken, zumal nicht nur mir bewusst wurde, dass deren Verfallsdatum schon längst überschritten war…

Schließlich gab der Sicherheitsbeamte zu, dass er nach einer Spule suchte, und da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: er meinte mein Apple-Netzteil. Als ich es ihm aus dem Rucksack holte, beäugte er es kritisch und ließ mich endlich weiterziehen.

Ich gebe zu, Apple-Nutzer sind nicht manchmal etwas seltsam, aber Terroristen nutzen doch sicher weniger auffällige Hardware…

Linguistics blogs

Thanks to Christopher and some “private investigations” I have come across some interesting blogs about linguistics:

And speaking about linguistics, don’t miss the IPA eyechart: You can find out how shortsighted you are with the help of IPA-signs.

Four podcasts

When I wrote about four things I like a couple of weeks ago, I forgot to add my four favorite podcasts. Here they are:

I’m not so sure about my favorite video podcasts. Perhaps, I’m more the audio type…

Neue WordPress-Version

Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich an das neue WordPress 2.0.1 („Duke“) zu gewöhnen. Besonders der neue Online-Editor TinyMCE war gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen hab ich ihn halbwegs durchschaut und komme doch recht gut mit ihm zurecht. Das Einzige, was mich nach wie vor stört, ist, dass man ein zu verlinkendes Wort erst schreiben und dann markieren muss, bevor man mit ALT+A (bzw. CTRL+A) auf dem Mac einen Link einfügen kann. Das ist umständlich. Es sollte doch auch möglich sein, einfach diese Tastenkombination zu drücken und dann den Link komplett in einem Formular zu erfassen. Das ginge bestimmt schneller.

Ansonsten produziert der Editor auf einfache Weise recht brauchbaren html-Code und das ist ja die Hauptsache. Wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, ist er auch viel leichter zu bedienen als das Vorläufermodell, insbesonders wenn es darum geht, Listen zu schreiben oder Text auszuzeichnen. Ich komme also immer mehr davon ab, ein spezielles Blog-Programm zu verwenden. Wenn ich wirklich offline einen Blog-Eintrag schreiben will (was ja nur unterwegs von Bedeutung ist), benutze ich inzwischen den Universal-Texteditor TextMate, der (fast) keine Wünsche offen lässt. (Naja, die LaTeX-Unterstützung könnte besser sein…)

Neben dem verbesserten Editing ist auch das „Dashboard“, die Administrationsübersicht, etwas griffiger geworden. Es soll auch alles etwas schneller funktionieren, was ich noch nicht festgestellt habe. Eigentlich lohnt sich die Umstellung kaum, denn nach der Umstellung musste ich doch wieder so einiges anpassen (Blocksatz im CSS ausschalten, CreativeCommons-Hinweis wieder einbauen). Hier sollte noch eine Update-Möglichkeit gefunden werden, die es nicht erforderlich macht, wieder alles neu zu konfigurieren, vielleicht ein Tool wie etc-update bei Gentoo Linux.

Abbestellte und schwule Podcasts

Ich habe jetzt mal eine Reihe von internationalen Podcasts abonniert (unter anderem auch die, die das Ministry of Foreign Affairs der Podcastschau aka l.x. empfiehlt). Leider musste ich feststellen, dass bei den US-amerikanischen Podcasts mono der vorherrschende Modus ist und das ertrag ich irgendwie nicht. Die Stimme klingt dann entweder so als käme sie aus meinem eigenen Kopf oder wie ein rumänisches Kofferradio (ich habe da seinerzeit Erfahrungen sammeln dürfen). Zwei der aus technischen Gründen wieder abbestellten Podcasts möchte ich wenigstens nicht unerwähnt lassen, weil es Klassiker sind:

Auch abbestellt habe ich Die kleine physikalische Hausapotheke, die zwar inhaltlich sehr interessant ist, aber das Gerausche, möglicherweise der Nachhall vom Urknall, ist schier unerträglich. 🙁
Schwer erträglich war im Übrigen eine schwule Comedy, deren Name ich schon wieder vergessen habe, und das ist auch gut so. Dafür kann ich aber zwei schwule Podcasts empfehlen:

Jetzt bin ich wahrscheinlich in Tims Hostspot-Café nicht mehr auffindbar.
Demnächst dann – wie schon versprochen – mehr zu Vlogs…

Audio bug

I have read about the mac audio loop problem on Tim’s blog (twice), but couldn’t really imagine what it is. Now I know and it really sucks. I’m almost able to reproduce it: When I listen to a podcast within the Safari browser (which I don’t do very often fortunately, because I usually use iTunes for that) and open a knew tab in order to surf through the internet while listening to the audio in a backgrounded tab, I almost certainly get that terrific audio loop over and over again, when new content is loaded (even if it is just grafics and no audio content whatsoever). This really sucks! Besides I’m really very happy about my mac, but still… this is a major bug just in the field for which I bought the beast… *sigh*

Podcasting

In letzter Zeit schreibe ich wenig, denn erstens ist beruflich viel zu tun und zweitens habe ich ja ein neues Apple PowerBook und einen Apple iPod, die beide auch meine Zeit beanspruchen, wie ich schon berichtet habe.
Podcasting gehört dabei zu meinen neuen Hobbies – das heißt bisher nur die passive Variante, also das Hören von Podcasts. Es ist genau die richtige Ergänzung zur BahnCard 100 (oder – wenn diese BahnCard nicht deutlich teurer wäre, würde ich sagen: die BahnCard 100 ist die ideale Ergänzung für das Hören von Podcasts…). Mein Interesse an Podcasts ist ja schon etwas älter, wie ich unter der Überschrift Potcasts… schon berichtet habe. Die Falschschreibung bringt mir übrigens eine nicht unerhebliche Menge Leser ein. 🙂
Der Vorteil gegenüber traditionellem Radio ist schlicht und ergreifend, dass man die Sendungen, die man hören will, dann hören kann, wenn man sie hören will. Außerdem ist das bisher alles werbefrei, was ich auch sehr vorteilhaft finde. Ich denke, wenn da mal Werbung eingeführt wird, werde ich werbelastige Podcasts nicht mehr hören.
Hier jedenfalls mal die kommentierte Liste meiner Lieblingspodcasts nach Kategorien:

  • Podcasts über Podcasts: Da ist die Podcastschau wohl die beste Aufbereitung der Podcast-Welt. Jedesmal bekommt man sehr interessante Anregungen. Empfehlenswert!
  • Bildung und Wissenschaft: Der beste Podcast in diesem Sektor ist mit Sicherheit Ohrzucker: Man lernt eine Menge übers Hören und über Musik; ganz nebenbei gibt es auch noch ein bisschen Physik. Eigentlich ist das sogar einer meiner Lieblingspodcasts über alle Kategorien hinweg! Sehr empfehlenswert!
  • Computer und so (geek stuff): Mehr Spaß am Gerät hat man definitiv durch Chaosradio Express. Tim läuft zur Höchstform auf, wenn er die richtigen Gäste hat. Er stellt sich nämlich immer sehr auf seine Gäste ein; deshalb ist auch jeder Podcast anders. Allein macht Tim auch interessante Sendungen, kommt aber nicht so locker rüber. Trotzdem immer sehr empfehlenswert und sowieso einer der besten Podcasts!
    Ein ganz toller Solo-Podcast auf dem Gebiet ist Macmaniacs, der auch über alle Kategorien hinweg zu meinen Lieblings-Podcasts gehört – vielleicht auch weil er täglich erscheint und somit zu einem ständigen Begleiter meiner täglichen Wege (vor allem morgens) geworden ist. Manchem mag die sehr persönliche und auch etwas tuckige Art des Sprechers missfallen, ich finde diesen Podcast sehr gut, besonders seit er AAC benutzt. Jetzt kann man sehr schön auch innerhalb der Sendung hin- und herspringen. Sehr empfehlenswert – nicht nur für Mac-User, für die er allerdings ein Muss ist!
  • Literatur: Hier ist auf jeden Fall das Literaturcafé zu nennen, das mir auch wegen der eingestreuten Lesungen aus Theodor Storms Immensee sehr gefällt. Auf jeden Fall ist dieser Podcast empfehlenswert. Weniger gut gefällt mir inzwischen Wortlast, ein Podcast, in den ich zunächst hohe Erwartungen gesetzt hatte, der aber leider mit seiner fixen Idee bezüglich des zerstörerischen Einfluss des Englischen auf die deutsche Sprache zu nerven beginnt. Ich gebe ihm daher nach reiflicher Überlegung nur das Prädikat: erwähnenswert!
    Sehr schön ist auch der Märchenpod, in dem Märchen der Gebrüder Grimm vorgelesen werden. Im Grunde ist es eine kostenlose Hörbuch-Serie, die schon aufgrund der sprachlichen Qualität der Texte empfehlenswert ist.
  • Kino: Eher weniger empfehlenswert sind die hr3-Kinonews. Es ist zwar schön, dass ein Radiosender auch Podcasts anbietet, aber es handelt sich eben doch um relativ unpersönliche Radiosendungen. Da gefällt mir Filme und so deutlich besser. Mein Prädikat: sehr empfehlenswert – auch für Leute, die interessante Bücher oder Hardware suchen, denn das …und so ist ernst gemeint!

Interessant ist, dass die meisten Podcasts mit einem Rechteproblem zu kämpfen haben: Urheberrecht und Verwertungsrecht machen es unmöglich, moderne Literatur zu podcasten (was vielleicht kein Verlust ist und die klassische Literatur stützt) und behindern die Verwendung von Musik in Podcasts (besonders ein Problem bei Ohrzucker). Allerdings gibt es ja inzwischen auch schon sehr viel Musik jenseits von GEMA und GVL, wie Starfrosch und andere Podcasts für freie Musik beweisen. Die Rechtslage ist aber dringend anzupassen, denn sie erweist sich zur Zeit ja als kultureller Hemmschuh. So ergibt sich zum Beispiel das Problem, dass Musik die ehedem frei war durch einen Vertrag mit einer Plattenfirma oder mit der GEMA im Nachhinein plötzlich lizenzpflichtig wird, und das ist dumm, wenn schon ein Podcast mit der Musik im Netz steht, denn die GEMA scheint da nicht zimperlich zu sein.
Bisher war nur von Podcasts die Rede, für die man übrigens nicht unbedingt einen iPod benötigt. Demnächst berichte ich dann auch noch ausführlicher über meine Favoriten unter den Video-Podcasts oder Vlogs. Für diejenigen, die auf traditionelles zeitgebundenes Radio nicht verzichten wollen, empfehle ich übrigens surfmusik.de, eine Webseite, die streaming-Zugriff auf unzählige Radioprogramme bietet.

Meine ersten Mac-Erfahrungen

Zum Jahreswechsel habe ich dann doch den Sündenfall eines Open Source-Verfechters getan und habe mir ein Apple PowerBook inklusive iPod zugelegt. Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber es kamen ein paar gute Gründe zusamen:

Hier nun meine ersten Erfahrungen:

  1. Die Umgewöhnung war äußerst unproblematisch. Manchmal gibt es noch Vertipper bei den Sonderzeichen, die nicht immer da sind, wo ich sie gewohnt bin. Inzwischen habe ich mich an einige Bequemlichkeiten so sehr gewöhnt, dass ich sie gar nicht mehr missen möchte: zum Beispiel das Exposé oder die Möglichkeit, mit der Tastenkombination Apfel+< zwischen den Fenstern einer Anwendung wechseln zu können oder mit [F11] den ganzen Schreibtisch freizuräumen (letzteres kann man sich auch unter KDE einrichten). Auch finde ich die Maus unter KDE (wie unter Windows) etwas zu unruhig.
  2. Mein Interesse an Podcasting ist weiter gestiegen. Das ist der ideale Radiokonsum für mich! Ich habe ja schon immer gern Radio gehört, aber das Problem war immer, dass die für mich interessanten Sendungen immer dann kamen, wenn ich gerade keine Zeit hatte, oder dass ich sie einfach verpasst habe. Das geht nun alles viel einfacher! Podcasting ist natürlich mehr als Broadcasting, also Radio, aber darüber schreibe ich demnächst mehr!
  3. Ich muss hier gleich mal eine Einschränkung machen: Dass die deutschen Radiosender hier nicht aktiver sind, ist schon eine Schande! Ich habe schon wieder ein paar interessante Sendungen auf Deutschlandradio verpasst, für die es keinen Podcast gibt. Da ist die BBC schon wesentlich weiter!
  4. Und noch eine Einschränkung tut Not: Das offene Audio/Video-Format Vorbis wird für den iPod nicht unterstützt! Das ist lästig, denn ich habe meine Lieblings-CDs und Radio-Mitschnitte alle im Vorbis-Format enkondiert, um sie auch unterwegs auf dem Notebook zu hören. Ich habe mich mit einer kleinen Routine beholfen, die ich euch nicht vorenthalten will:
    for file in *.ogg
    do
    oggdec -o - "$file" |
    lame -h -b 192 - "$(basename "$file" .ogg).mp3"
    done

    oggdec dekodiert Vorbis-Audiodateien in WAV (Format), diese werden dann mit lame als MP3-Dateien wieder enkodiert (-h erhöht die Qualität, -b die Bitrate, danach wird der Name richtig zusammengesetzt mit der Dateiendung .mp3).
  5. Ein paar Macuser, vor allem hukl, haben mir sehr geholfen, mich in der Mac-Welt zurechtzufinden. Dafür vielen Dank!

Es gibt noch viel mehr zu berichten, aber das behalte ich mir einer weiteren Folge meines Blogs vor. Wenn die Texte zu lang sind, liest sie eh keiner mehr. Stay tuned!