Christopher Street Day Berlin 2005 und Wikimedia Pre-Party

Heute fand mal wieder ein Christopher Street Day in Berlin statt. Ich habe ja seit 2001 an keinem mehr teilgenommen, weil ich immer etwas anderes zu tun hatte. Da war es natürlich mal wieder schön beim Berliner CSD dabei zu sein. Das Wetter war zunächst sehr gut, aber auch der kurze Regenschauer tat der Stimmung keinen Abbruch, sondern war eine willkommene Abkühlung.
Ich hatte mich mit ein paar Freunden am Kurfürstendamm/Ecke Meinekestraße verabredet. Das ist immer ein guter Startpunkt. Von da aus sind wir dann los. Es war eine ziemlich nette Gruppe – auch wenn wir uns immer mal wieder verloren haben und ich vorwiegend mit Thomas unterwegs war, der dank seines sportlichen freien Oberkörpers schon für Aufsehen sorgte.
Abends bin ich dann zur Pre-Party der Wikimedia-Mitgliederversammlung in die c-base gegangen. Das wäre beinahe ein Kontrastprogramm gewesen, hätte ich nicht schon vorher einen Wikipedianer (und Wikimedianer) auf einem der CSD-Wagen gesehen. So schloss sich dann der Kreis.
Die Party war recht nett und zog sich trotz des Wetterumschwungs lange hin. Allerdings war ich nachher sehr k.o., wie man sich leicht denken kann, hatte ich doch schon anlässlich des CSDs 12 km durch ganz Berlin zurückgelegt.

Camp Discordia

Am letzten Wochenende fand im Rahmen des Jugendpolitfestivals Berlin 05 das Camp Discordia des Chaos Computer Clubs statt. Im Anhang von Camp Discordia gab es auch ein Wikipedia-Zelt, in dem ich aktiv war. War wieder nett, mal ein paar Wikipedianer (wieder) zu treffen.
Besonders gut haben mir die vielen netten Gespräche mit Wikipedianern und CCClern gefallen. Dabei haben mich sogar zwei Leute auf mein Blog angesprochen: ssc von thinknerd, wo ich früher gebloggt habe, und Markus von Newthinking, auf dessen Blog über Netzpolitik ich hier gleich mal hinweisen möchte. Es ist doch sehr motivierend, wenn man mitbekommt, dass man auch gelesen wird. Beiden musste ich erst mal erklären, dass ich durchaus noch ein Standbein in Berlin habe, wenn ich auch in Süddeutschland arbeite.
Das Herz des Camp Discordia war ein altes Gebäude schräg gegenüber des Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in der Wuhlheide. Das musste erst in Stand gesetzt werden, was wohl eine ziemliche Arbeit war. Jedenfalls ist eine Super-Location draus geworden. Mit gelben Stoffbahnen und chilliger Beleuchtung gelang es, eine sehr angenehme Atmosphäre zu schaffen (jedenfalls jenseits des Eingangsbereichs). Es gab zwei große Räume für Vorträge und natürlich ein Hackcenter mit oft sehr angenehmer Hintergrundmusik. Im Hackcenter gab es eine Leinwand auf der gesniffte Passwörter angezeigt wurden (die letzten Zeichen wurden allerdings nicht angezeigt), um die Nutzer darauf hinzuweisen, dass man unverschlüsselte Passwörter nicht über das Netz verschicken soll. Aber natürlich gab es massenweise Leute, die das dennoch taten. So wurde das eine oder andere interessante Passwort bekannt. Interessant war es auch zu beobachten, was für unsichere Passwörter manche DAUs so benutzen. (Nein, Rotschopf ist kein gutes Passwort, Nico!) 😉
Das Event bot auch eine Menge Live-Musik. Mir gefiel Cueso recht gut, den ich vorher nicht kannte. Max Herre kannte ich natürlich schon unter dem Namen Freundeskreis. Zu meiner Freude sang er auch den Freundeskreis-Hit Esperanto. Auch Tocotronic am nächsten Abend war ganz nett (jedenfalls wenn man etwas entfernt war). Weniger überzeugt hat mich die Hauptattraktion, nämlich Fanta-4.
Insgesamt war es eine sehr interessante Veranstaltung, die auch sicher die Wikipedia und den CCC wieder etwas bekannter gemacht hat. Sollte wiederholt werden… Vielleicht könnte ja der CCC sein nächstes Camp in der Wuhlheide ausrichten. 🙂
Fotos gibt’s auch…